1994-1995. 8 tlg. dt. Satire von Jurek Becker, Regie: Werner Masten.
Wenn Ossis und Wessis einander nicht verstehen, kann eigentlich nur einer Abhilfe schaffen. Richtig: das Fernsehen. Also beschließen die Programmdirektoren der ARD fünf Jahre nach der Wiedervereinigung, eine Familienserie zu produzieren. Der westdeutsche Autor Anton Steinheim (Dietrich Mattausch), der noch nie im Osten war und keine Ossis kennt, soll das Drehbuch schreiben und bekommt dafür von Produzent Eugen Meister (Hans Korte) eine Ostfamilie als Studienobjekt zur Verfügung gestellt: die des arbeitslosen Berliner Schlitzohrs Benno Grimm (Manfred Krug) und seiner Frau Trude (Christine Schorn), einer Lehrerin, die mit Sohn Theo (Marco Bahr) und Opa Karl Blauhorn (Ferdinand Dux) am Prenzlauer Berg leben. Lucie (Julia Heinemann) ist Antons Frau, die natürlich in Charlottenburg zu Hause ist.
Nach Motzki und Trotzki sollten in dieser Serie Ost und West gleichermaßen karikiert werden. Doch die Serie blieb hinter den Erwartungen zurück, die nicht zuletzt der Name Jurek Becker (Liebling - Kreuzberg) weckte. Die dreiviertelstündigen Folgen liefen ohne berauschende Zuschauerresonanz auf dem etablierten Serienplatz am Dienstag um 20.15 Uhr.