2004. 8 tlg. dt. Nostalgieserie von Christoph Silber, Regie: Ulli Baumann und Edzard Onneken.
Der 13 jährige Karl Treschanke (Christoph Emanuel Oehme) lebt in den 80er Jahren mit seinen Eltern (Guntbert Warns und Ulrike Mai) und seinen Geschwistern Janine (Madleine Telge) und Raiko (Michael Wisner) in Ostberlin. Erzählt wird das Erwachsenwerden in der DDR und die Annäherungsversuche an die erste Liebe, Clara (Anne Hausburg), rückblickend vom inzwischen erwachsenen Karl.
Anstatt unverbrauchte Geschichten vom ganz normalen Alltag in einem nicht ganz so normalen Land zu erzählen, benutzte RTL das ungewöhnliche Thema nur, um DDR-Devotionalien und Klischees über unterdurchschnittlich inspirierte Standard-Seriensituationen zu streuen. Das Konzept war, wie schon der Titel andeutete, bei der ungleich liebevoller gemachten US Serie Wunderbare Jahre abgeguckt, in der der erwachsene Protagonistin nicht auf die 80er Jahre in der DDR, sondern auf die 68er-Zeit in einer amerikanischen Vorstadt zurückblickt. Statt Joe Cocker ertönte am Anfang und Ende "Boys Don't Cry" von The Cure. Was auch immer das mit irgendwas zu tun hatte.
Die halbstündigen Folgen liefen freitags um 21.15 Uhr. Im Osten hatten sie halbwegs akzeptable Zuschauerzahlen, im Westen nicht.