Serieninfos & News

Fernsehfilm in 4 Teilen
Fernsehfilm in 8 Teilen

Deutsche Erstausstrahlung: 05.12.1971 (ZDF)

In der Bucht von San Francisco findet Humphrey van Weyden die Rettung nach einem Schiffsunglück an Bord der "Ghost" - doch der Kapitän ist "sein" Frisco Kid, den er aus Schultagen kennt - jetzt Wolf Larsen. Dieser quält die ganze Mannschaft bis aufs Blut - und er ist unschlagbar durch seine unbezähmbare Kraft. Und dann kommt auch noch eine Frau an Bord, Maud Brewster, die Tochter eines Verlegers. Kurzerhand überwältigt van Weyden mit Maud den Kapitän, flieht - und wird ein "Robinson Crusoe" auf einem Eiland, auf dem er kurz nach seinem Erwachen Wolf Larsen wieder trifft. Die Verstauchung seines rechten Fusses, zwingt van Weyden buchstäblich in die Knie - und Larsen geht weiter... Jahre später ist van Weyden selbst nach gelungener Rettung (wie sollte es auch anders sein) Schiffseigner und bekommt eine Spur, die ihn zu Wolf Larsen führt. Und tatsächlich stößt er in der Südsee nicht nur auf Perlen und Eingeborene, die zu Sklaven gemacht wurden - sondern auch auf Wolf Larsen - erblindet - aber seine scheinbar unbezwingbare Kraft ist noch da...

(Jörn Heisterberg)

Cast & Crew

Neue Version als Der Seewolf (D/CDN, 2008)
siehe auch Der Seewolf (D, 2008)

News & Meldungen

Fernsehlexikon

4 tlg. dt. frz. Abenteuerfilm von Walter Ulbrich nach dem Roman von Jack London, Regie: Wolfgang Staudte.

Anfang des 20. Jh. nimmt Kapitän Wolf Larsen (Raimund Harmstorf) auf seinem Robbenfänger "Ghost" den Schiffbrüchigen Humphrey van Weyden (Edward Meeks) an Bord. Er ist eigentlich Schriftsteller, muss aber nun Kajütendienst machen und sich von der Besatzung demütigen lassen. Van Weyden stellt fest, dass er den bärenstarken und äußerst brutalen Larsen noch aus seiner Jugend kennt, behält es aber für sich, denn Larsen kann sich offenbar nicht mehr erinnern. Zur Besatzung gehören Schiffskoch Mugridge (Emmerich Schäffer), Schiffszimmermann Louis (Boris Ciornei) und Maat Johnson (Sandu Popa). Nach dem Verschwinden des Steuermanns wird van Weyden sein Nachfolger.

Larsens Brutalität macht auch vor Seeräubertaten nicht Halt, so kapert er das Schiff konkurrierender Robbenfänger und nimmt die Besatzung gefangen, ebenso fünf Schiffbrüchige, die er aus dem Meer gefischt hat, darunter mit Maud Brewster (Beatrice Cardon) auch eine Frau. Nach mehreren Versuchen gelingt van Weyden mit Maud schließlich die Flucht, und beide können Larsen und der "Ghost" endlich entkommen. Sechs Jahre später macht sich van Weyden, inzwischen Besitzer seines eigenen Schiffs "Kittiwake", gemeinsam mit dem Säufer Pankburn (Willi Kowalj) auf die Suche nach Larsen, den er auf einer Insel vermutet. Dort findet er ihn tatsächlich, alt, krank und blind. Es kommt zu einem letzten Kampf der beiden Männer, bei dem Larsen stirbt. Van Weyden wirft ihn ins Meer und geht wieder an Bord.

Humphrey van Weyden war zugleich der Off-Erzähler. Mehrfach gab es Rückblenden, in denen er sich an seine Jugend in San Francisco erinnerte, als er Joe (Franz Seidenschwan) genannt wurde, und die er mit seinem Freund "Frisco-Kid" Larsen (Dieter Schidor) verbrachte.

Raimund Harmstorf wurde in dieser Serie zwar an keiner Stelle gedoubelt, aber synchronisiert: Dem Produzenten Walter Ulbrich war Harmstorfs eigene Stimme offenbar nicht ausdrucksstark genug, weshalb er den Schauspieler Kurt E. Ludwig engagierte, der Wolf Larsen seine Stimme lieh. Zur bekanntesten Stelle des Vierteilers wurde die Szene, in der Harmstorf als Wolf Larsen mit der bloßen Hand eine rohe Kartoffel zerquetschte. Ganz Deutschland sprach darüber, und wann immer Harmstorf in einer Fernsehshow auftrat, musste er dort den berühmten Kartoffeltrick zeigen. Im Film war die Kartoffel freilich nicht ganz so roh, wie man tat, schließlich musste sie sich ja zerquetschen lassen.

Die Folgen hatten Spielfilmlänge und liefen zur Primetime. Der Seewolf wurde zu einem der größten Erfolge in der Geschichte des ZDF und unzählige Male wiederholt.

Die Serie ist auf DVD erhältlich.

Inhaltsangabe: Das Fernsehlexikon, Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier.

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Kommentare, Erinnerungen und Forum
  • ronnironni(geb. 1959)schrieb am 19.12.2012:

    Aber während Weyden sich jetzt genau an ihn erinnert, zeigt sich in den Augen des anderen kein Zeichen des Wiedererkennens . ( ! )
    Sie bleiben wie zwei Fremde, die sich hier an Bord zum ersten Male begegnen, aber eine Art geistige Vertrautheit verbindet sie.

    Angenommen Larson hätte ein Zeichen des Wiedererkennens gemacht, die Handlung wäre eine ganz andere geworden, wie diese Geschichte , die uns präsentiert wurde.
    Und das ist auch gut so.
    Es bleibt offen und das ist ja gerade das spannende daran, das Weyden weiß, von Larsons Geschichte.
    Und der andere nicht . So bleiben sie wie zwei Fremde.
    Dieser imaginäre Zustand wird über die 4 Teile hervorragend getragen. Das macht es aus.
    Dass Larson , Weyden von Anfang an durchschaut hat , ist klar.
    Spätestens nach den ersten zwei Tagen, wusste der auch wer er ist.
    Sie waren Jugendfreunde. Einem so hellen Geist wie Larson ,dürfte das nach spätestens zwei oder drei Tagen an Deck mit ihm aufgegangen sein. Larson ist in allen Belangen Weyden immer einen Schritt voraus.
    Aus welchem Grund sollte sein Langzeitgedächnis schlechter sein, als das von Weyden. Weit gefehlt. Dort wo Weyden hin will, war dieser schon lange und hat hingespuckt. In allen Belangen. Im Gegenteil, für Larson ist es sogar ein amüsantes Spiel mitanzusehen, wie sich Weyden entwickelt. „ alle Achtung Hump, sie entwickeln sich, ja er hat sogar Freude daran zu beobachten, wie sich sein ehemaliger Jugendfreund entwickelt.
    Larson verpasst in all dieser Zeit ständig eine Lektion für Weyden, an denen er zu knabbern hat.
    „Der Vorsprung den dieser Junge hatte“ ( als er auf die Lok aufsprang ) hatte auch dieser noch als die beiden Männer waren .... und so zog sich dieser Faden weiter , bis zum Ende des Vierteilers.
    Ein Schlüsselmoment ist was die Erkennung angeht, als beide in der Kajüte saßen , als es um die Geschichte ging, „so Hump“ das ist nicht eine Frage der Mathematik, sondern eine Frage der Moral.
    „ ob er mich schon längst durchschaut hatte und nur so tat „
    es sei denn, sein verschmitztes Lächeln das manchmal aufblitzte .......
    Wenn man sich diese Szene anschaut, wird einem klar , der geistige Vater ist hier Larson, und so hart es klingt, er meint es ständig gut mit Hump.
    Das kann man danach sehen.“ Im Gegenteil, trotz jähem Vorfall ( Kartoffel ! ) wuchs die Vertrautheit zu meinem
    Gebieter, wenn man es so nennen darf. „
    Dass Larson Weyden gern hatte, sieht man auch an der Szene , wie er ihn in den Arm nimmt und ihm eine andere Episode seiner Lebensauffaussung erzählte. Als Maud Brewster am Tisch saß.
    Ob Zuckerbrot und Peitsche nun der Weisheit letzter Schluss ist, darüber wird wohl noch weiter dran gestritten werden. Faust und andere haben sich bis zum Abwinken damit befasst.
    Weyden oder Joe, hat sich hier mit Larsen oder Frisko befasst.
    In jeder Hinsicht hat er ihm seine Lektion gegeben, die dieser gesucht hat.
    Und er hat sie erhalten.
    Und noch was anderes. Johnson hat die Schiffsware schlecht gemacht. Der Koch hat ihn verpfiffen. Hätte Johnson Larson ihm dies zuerst zugetragen, ohne vorher zu pfeifen, wäre Larson anders vorgegangen.
    Meine Meinung. Nicht mehr als richtig. So muss man mit Rindvieh das nicht spurt verfahren, wenn man ein Schiff führt. Das ist hart. Ja brutal. Aber aus der Sicht von Larson, völlig nachvollziehbar.
    Deswegen verurteile ich auch nicht Larson , als der angeblich Hump im Stich gelassen hat.
    Wer hat denn nun gepazzt ? Oder besser wie es Wolf Larson formuliert hat. Wer handelt denn nun von uns niedriger ? Erinnert ihr Euch ?
    Wie Larson am Ende sagt.
    Na, Hump, nun hast Du mich ja da, wo Du mich immer haben wolltest.
    Das Leben ist grausam und schön.
    Der Seewolf 1971 ist für mich mit das Beste, was mir jemals zu Ohren u. Augen gekommen ist , seit es Verfilmungen gibt.
    Paradoxon. !
    Danke, und beste Grüße an Alle.
    Ich ziehe mir ihn immer wieder rein.
    Das ist wie ein gutes Lied.
    Man kann es immer wieder hören.

    antwortenantworten

  • Stefan DerrickStefan Derrick(geb. 1958)schrieb am 22.12.2012:

    Folgerichtige Charakterisierung, ausgezeichnete Darstellung, so war es! Ein echter Freund dieses Vierteilers! Danke Ronni, Du bist Spitze

    antwortenantworten

  • MacMac(geb. 1959)schrieb am 08.12.2012:

    Ja, zur Winterzeit diese unendlich guten Klassiker! Die können heutzutage noch soviele 3-D Effekte, noch soviel Action und Spezialeffekte in ihre Hüpper teuren Superfilmchen bauen, an das Niveau von diesen Klassikern (Der Seewolf; Die Schatzinsel; Die Abenteuer des Huckleberry Finn; Die Lederstrumpf Erzählungen mit dem unvergessenen Helmut Lange; werden sie nicht heranreichen!! Wir waren als Kinder immer pünklich zuhause, wenn diese im Fernseh liefen. Alles noch in schwarz/weiß, und Programme gabs sowieso nur 2. Welch wunderbare Zeit, die ich mir gerne nochmal für ein paar Tage zurückholen würde, aber das ist ein unerfüllbarer Wunsch. Ich wünsche allen die diese Fernsehklassiker lieben, unterhaltsame Stunden beim anschauen wenn diese gesendet werden!

    Grüsse aus der Eifel
    Mac

    antwortenantworten

  • ronnironni(geb. 1959)schrieb am 06.11.2012:

    Wie es aussieht habe ich ab der letzten Woche im November Urlaub.
    Dann geht es wieder ab.
    Ein Jahr ist es jetzt her.
    Whisky schon gebunkert, Speck aus Tirol auch.
    Dann wird wieder der 4 Teiler aufgelegt.
    Natürlich warte ich das Wetter ab. Es muss passen. Wetter, wie man sagt, wo man kein Hund vor die Tür jagd.
    Sauwetter, Nebel, viel Nebel, regnen muss es , dann passt es so richtig.
    Freue mich wieder riesig , wie jedes Jahr.
    Und wenn der letzte zu den Fischen geht, ich liege auf dem Sofa und ziehe mir wieder meinen Kanten rein.
    Mit viel Speck drauf, Frisko hätte sich die Hände danach geleckt. Ich denke an ihn , was hätte er für diesen Kanten gegeben. Wird endlich Zeit dass der November vorbeizieht, dass ich endlich das Ding auflegen kann.
    Laut muss es sein, ganz laut. Die Musik ist der Knaller.
    Allen Freunden vom Seewolf beste Grüße.
    Übrigens , da soll es auch danach andere Verfilmungen gegeben haben.
    Was soll denn der Quatsch ?
    Kauft euch alte Kartoffelsäcke u. das Ding mit Harmsdorf, machts euch gemütlich !
    Und am besten als gleitender Übergang die originale Schatzinsel, wenn schon ein so genialer Abend , dann noch einer nachschieben. Natürlich am nächsten Tag. Denn jeder Tag ist ein neuer.
    Und ein Seewolf Tag ist ein guter Tag, ein Schatzinseltag sowieso.
    Besser geht es doch nicht.

    antwortenantworten

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Abstimmungsdaten
Diese Serie haben bisher 1215 Fans auf ihrer Wunschliste.
Anteil männlicher/weiblicher Fans:   84.92%15.08%
Durchschnittsalter: 46,5 Jahre

Abstimmungsverlauf

Gesamtplatzierung
Platz:87. (86.)Absteiger
Stimmen:4966  

Letzte Woche
Platz:470. (648.)Aufsteiger
Stimmen: 
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