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Was heute weltweit zum Standard gehört - Tee, Kaffee oder Schokolade, begleitet von süßen oder herzhaften Speisen -, ist eine relativ junge Erfindung - und ein Produkt der Globalisierung. Erst ab dem Ende des 18. Jahrhunderts ist das Frühstück in seiner heutigen Form in Europa verbreitet. Ob deutsches Frühstück, englisches "Breakfast" oder französisches "petit déjeuner": Sie alle sind Ergebnisse eines globalen Handels, der die morgendliche Routine für immer veränderte. Die Geschichte des Frühstücks ist eine Geschichte der Globalisierung. Sie erzählt von der Verbreitung des Kaffees aus dem Nahen Osten, des Tees aus China oder der Schokolade aus Mittelamerika - und von den kulturellen Anpassungen, die damit einhergingen. Der französische Historiker und Geograf Christian Grataloup beleuchtet, wie sich das Frühstück über drei Jahrhunderte zu einem globalen Phänomen entwickelt hat. Dabei zeigt er auf, wie sehr unsere morgendlichen Gewohnheiten auf historischen Handelsrouten, kolonialen Verflechtungen und kulturellen Austauschprozessen beruhen.
(arte)
Länge: ca. 16 min.








