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Künstliches Knie: möglichst individuell behandeln Eine Knieprothese sollte immer erst die letzte Stufe einer Therapie sein nach konservativen Maßnahmen gegen Knieschmerzen wie etwa gezielter Physiotherapie, Gewichtsabnahme oder Spritzen. Doch wenn das alles nicht hilft, muss in vielen Fällen ein Kunstgelenk eingesetzt werden. Um zufriedenstellende Erfolge zu erzielen, sollte diese Operation möglichst individuell passieren. Es gibt keinen Standard, der auf alle Menschen passt. Früher wurde nach einem Einheitskonzept operiert: eine streng normierte Gelenklinie von Hüfte bis zu den Füßen sollte für die bestmögliche Funktion des neuen Knies sorgen. Doch diese Standardisierung passt nur bei etwa 15 Prozent der Bevölkerung. Viele Menschen haben z. B. O- oder X-Beine. Moderne Verfahren orientieren sich deshalb zunehmend an der individuellen Anatomie jedes einzelnen Menschen, beachten Biomechanik und berücksichtigen die Funktion der Weichteile, versuchen, Stabilität im Knie beispielsweise durch den Erhalt der Bänder zu gewährleisten. Künstliches Knie: je individueller, desto besser? Der "Visite"-Schwerpunkt.
(NDR)
Länge: ca. 60 min.






