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Unsere Arbeitswelt steht vor einem großen Umbruch. In den USA sehen wir, wohin die Reise geht: Der wachsende Einsatz Künstlicher Intelligenz, KI, führt auf der einen Seite zu gewaltigen Produktivitätsgewinnen in der Wirtschaft, auf der anderen Seite löst er gleichzeitig einen tiefgreifenden Strukturwandel aus. Kaum eine Branche war in letzter Zeit stärker von Massenentlassungen betroffen als die Softwareindustrie. Das macht vielen Menschen Angst. Ist KI eher eine Gefahr oder eine Chance für unsere Gesellschaft? Digitalminister Karsten Wildberger hat den rasanten Fortschritt aufgrund von KI mit folgenden Worten kommentiert: "Die Zeit, in der die Industrie eine Jobmaschine war, geht zu Ende." Und diese Bestandsaufnahme mit einem Appell kombiniert: Alle gesellschaftlichen Gruppierungen - Arbeitgeber, Gewerkschaften und Zivilgesellschaften - müssten sich zusammenraufen, um diese Zukunft gemeinsam zu gestalten. Wie wird sich unsere Arbeitswelt verändern? Die vorliegenden Studien geben darauf keine eindeutige Antwort: Sie reichen von dystopischen Prognosen wie der des Internationalen Währungsfonds, IWF, die den bevorstehenden Wandel mit einem Tsunami vergleicht, bis hin zu deutlich positiveren Einschätzung des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung, IAB: Digitalisierung und KI würden bis 2040 nicht zu einem Jobabbau führen. Im Zweifel sei KI sogar die Antwort auf die demographische Krise. Aber unabhängig davon sind sich alle einig: Die Transformation der Arbeitswelt wird tiefgreifend sein und der Übergang muss gestaltet werden. Wie gelingt es uns, einerseits junge Menschen auf diese "schöne neue Welt" vorzubereiten und andererseits im Arbeitsprozess stehende Menschen so zu begleiten, dass sie nicht den Anschluss verlieren? Wie groß ist die Gefahr, dass es ähnlich wie zu Zeiten der industriellen Revolution zu massiven sozialen Verwerfungen kommt? Dass auch Digitalminister Karsten Wildberger diese Sorgen umtreiben, sieht man daran, dass er im Zuge dessen eine alte Idee wieder ins Gespräch gebracht hat: Ein bedingungsloses Grundeinkommen könne ein Teil der Lösung sein, um die Umwälzungen aufzufangen. Doch hier stellt sich die Frage: Wie wollen wir das finanzieren angesichts der horrend hohen Abgabenlast schon heute und dem Milliardenminus im Bundeshaushalt? Darüber diskutiert WDR-Chefredakteurin Ellen Ehni mit den Gästen * Katrin Bennhold (The New York Times) * Patrick Bernau (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung) * Miriam Meckel (Publizistin) * Gregor Schmalzried (freier Journalist) Die Gäste * Kathrin Bennhold Katrin Bennhold wuchs in Osnabrück auf und studierte Wirtschaftswissenschaften an der London School of Economics. Außerdem war sie Nieman Fellow an der Havard University. Seit 2004 ist sie bei der New York Times wo sie über Migration, Terror, die Folgen des Brexit, Rechtsextrimus und den Aufstieg von Nationalismus und Populismus in Europa geschrieben hat. Bis September 2025 war sie die Leiterin des Berlin-Büros der New York Times. Seit dem betreut sie den The New York Times Newsletter "The World". * Patrick Bernau Patrick Bernau absolvierte die Kölner Journalistenschule für Politik und Wirtschaft und wurde von der Universität zu Köln für Experimente zu menschlichem Verhalten in der Wirtschaft promoviert. 2006 begann er als Redakteur der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" im Ressort Wirtschaft und "Geld & Mehr". 2012 wurde er verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft Online der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und leitet seit 2018 die Ressorts Wirtschaft und Wert der Sonntagsausgabe. Seine Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Ludwig-Erhard-Förderpreis für Wirtschaftspublizistik. Patrick Bernau ist Mitglied in den Kuratorien der Max-Planck-Institute für Gesellschaftsforschung und für Hirnforschung. * Miriam Meckel Prof. Dr. Miriam Meckel ist eine deutsche Journalistin, Unternehmerin und Expertin für Künstliche Intelligenz. Als Professorin für Kommunikationsmanagement an der Uni...
(Phoenix)








