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Im Viertelfinale wartet mit Bulgarien ein scheinbarer Underdog auf die deutsche Mannschaft - die von einem Sieg überzeugt ist und im Kopf schon im Halbfinale gegen Italien antritt. Doch es kommt anders: Nach einer 1:0- Führung wendet sich das Blatt und Bulgarien gewinnt sensationell mit 2:1. Verloren. Ausgeschieden. Die Mannschaft am Boden. Direkt nach der Niederlage tritt Bodo Illgner zurück, er will nicht mehr unter Trainer Vogts spielen. Die Medien fallen über Vogts her, identifizieren in ihm den Schuldigen - so will auch er zurücktreten. In der Stunde der Einsamkeit meldet sich jedoch Bundeskanzler Kohl, der Hohn und Spott aus eigener Erfahrung kennt, und überredet ihn, nicht aufzugeben. So bleibt Vogts und baut die Mannschaft für die kommende EM 1996 komplett um. Klinsmann wird sein neuer Vertrauter - wie Vogts lehnt auch er die Zusammenarbeit mit der BILD-Zeitung ab -, Matthäus ist nicht mehr dabei, für ihn spielt nun Sammer Libero. Mit ihm kann Vogts seine Idee des "Wir-Gefühls" umsetzen. Er schwört das gesamte Team auf seine Werte ein, nicht mehr der Einzelne zählt, sondern die Mannschaft, die "Elf Freunde". Und was zwei Jahre zuvor so kläglich scheiterte, funktioniert nun tatsächlich: Es sind vielleicht nicht mehr die besten Spieler, die Vogts für England ausgewählt hat, aber es sind die richtigen. Und sie werden 1996 Europameister. Die Fans, die Vogts 1994 noch zum Teufel gejagt haben, feiern ihn nun siegestrunken. Doch das Glück ist nur von kurzer Dauer, denn nachdem Deutschland bei der WM 1998 abermals im Viertelfinale scheitert und er erneut in der Öffentlichkeit diffamiert wird, tritt Berti Vogts endgültig zurück. Um "den letzten Rest von Menschenwürde zu bewahren, der ihm geblieben ist", wie er sagt."...
(WDR)
Länge: ca. 45 min.



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