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(1) Liberia: Die Droge der lebenden Toten
Am Rande der Hauptstadt Monrovia haben die sogenannten "Zogos", die Vergessenen und Umherirrenden, auf Friedhöfen Zuflucht gefunden. Sie sind süchtig nach der synthetischen Droge "Kush", einer Mischung aus Lösungsmitteln, Opiaten und künstlichen Cannabinoiden, die für ein paar Cent verkauft wird. Sie schlafen auf Gräbern, suchen Schutz zwischen den Kreuzen und leben dort, wo die Toten der Bürgerkriege ruhen. Ihre ausgezehrten Körper bedecken die anonymen Gräber, als würde sich die Geschichte Generation für Generation wiederholen. Diese Reportage führt in eines der ärmsten Länder der Welt. Über die Hälfte der Bevölkerung Liberias lebt unterhalb der Armutsgrenze. Sie zeigt die Aussichtslosigkeit einer Jugend, deren Körper von Krieg und Drogen gezeichnet sind. Und sie stellt einen Mann vor, der trotz aller Probleme daran glaubt, dass es noch möglich ist, eine Seele nach der anderen zu retten.
(2) Bougainville: Das nächste Land der Welt
Es war ein langer Weg dahin, nach der Kolonialisierung durch Deutschland und Australien, der erzwungenen Angliederung 1975 an Papua-Neuguinea und dem Unabhängigkeitskrieg in den 1990er Jahren mit Tausenden Toten. Theoretisch verfügt Bougainville über alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Unabhängigkeit: Fast 98 Prozent der 300.000 Einwohner unterstützen die Bewegung. Im Inneren der Insel liegt eine der größten Kupfer- und Goldminen der Welt, seit drei Jahrzehnten ist sie geschlossen. Die bitterarme Bevölkerung will dort wieder Gold und Kupfer fördern, um die Wirtschaft ihres neuen Landes anzukurbeln. Allerdings haben nur internationale Multis das Knowhow und die Kapazitäten dafür. Die Vereinigten Staaten und China gewinnen in der Region zunehmend an Einfluss, sie haben bereits großes Interesse am nächsten Land der Welt.
Am Rande der Hauptstadt Monrovia haben die sogenannten "Zogos", die Vergessenen und Umherirrenden, auf Friedhöfen Zuflucht gefunden. Sie sind süchtig nach der synthetischen Droge "Kush", einer Mischung aus Lösungsmitteln, Opiaten und künstlichen Cannabinoiden, die für ein paar Cent verkauft wird. Sie schlafen auf Gräbern, suchen Schutz zwischen den Kreuzen und leben dort, wo die Toten der Bürgerkriege ruhen. Ihre ausgezehrten Körper bedecken die anonymen Gräber, als würde sich die Geschichte Generation für Generation wiederholen. Diese Reportage führt in eines der ärmsten Länder der Welt. Über die Hälfte der Bevölkerung Liberias lebt unterhalb der Armutsgrenze. Sie zeigt die Aussichtslosigkeit einer Jugend, deren Körper von Krieg und Drogen gezeichnet sind. Und sie stellt einen Mann vor, der trotz aller Probleme daran glaubt, dass es noch möglich ist, eine Seele nach der anderen zu retten.
(2) Bougainville: Das nächste Land der Welt
Es war ein langer Weg dahin, nach der Kolonialisierung durch Deutschland und Australien, der erzwungenen Angliederung 1975 an Papua-Neuguinea und dem Unabhängigkeitskrieg in den 1990er Jahren mit Tausenden Toten. Theoretisch verfügt Bougainville über alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Unabhängigkeit: Fast 98 Prozent der 300.000 Einwohner unterstützen die Bewegung. Im Inneren der Insel liegt eine der größten Kupfer- und Goldminen der Welt, seit drei Jahrzehnten ist sie geschlossen. Die bitterarme Bevölkerung will dort wieder Gold und Kupfer fördern, um die Wirtschaft ihres neuen Landes anzukurbeln. Allerdings haben nur internationale Multis das Knowhow und die Kapazitäten dafür. Die Vereinigten Staaten und China gewinnen in der Region zunehmend an Einfluss, sie haben bereits großes Interesse am nächsten Land der Welt.
(arte)
Länge: ca. 52 min.






