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Für die Hansestadt Riga war das Meer immer eine Brücke fremde Eroberer wurden hier auch als kulturelle Bereicherung begriffen. Dank dieses Brückenschlages kann Riga heute auch eines der größten Jugendstil-Ensembles in Europa vorweisen. Riga wurde das befestigte Bollwerk für die Eroberung des Baltikums durch deutsche Ritter. Aber die Eroberer, die Brüder vom Schwert, taten sich schwer mit den freiheitsliebenden Bürgern Rigas. Es gab zwei lange Kriege zwischen dem Orden und der Stadt. Am Ende mussten die Bürger den Rittern ein neues Schloss bauen. Darin wohnt heute der lettische Präsident und muss nicht mehr befürchten, wie im Mittelalter von der Stadtkirche St. Peter aus beschossen zu werden. Auf dem Turm von St. Peter stehen heute die Touristen und bewundern den nordischen Charme des Stadtbildes. Dieses wird durch verschiedenste Baustile aller Zeiten bestimmt, vom mittelalterlichen Hansespeicher bis zum sozialistischen Betonklotz. Alle Eroberer Rigas hinterließen ihre Spuren im Stadtbild und waren klug genug, der Handelsstadt ihre Rechte und Privilegien zu belassen.
(ARD-alpha)
Länge: ca. 15 min.