Elisabeth Hauptmann (Leonie Benesch), Brechts Sekretärin und Geliebte, hat für ihren Chef (Tom Schilling) wieder mal eine Idee mitgebracht: Er soll bei einem Preisausschreiben mitmachen.
Ost-Berlin 1950: Im Probenhaus des Berliner Ensembles probt Brecht (Burghart Klaußner) "Der Hofmeister", eine Komödie von J. M. R. Lenz aus der Zeit des Sturm und Drang.
Berlin im Sommer 1928: Gesucht wird ein Stück zur Eröffnung des gerade von Ernst Josef Aufricht übernommenen Theaters am Schiffbauerdamm. Brecht (Tom Schilling) schlägt prompt ein "Nebenwerk" vor, an dem er gerade arbeitet: Die Dreigroschenoper.
Dokudrama von Heinrich Breloer (Buch und Regie)
Produktion der Bavaria Fiction mit dem WDR (federführend), BR, SWR, NDR und ARTE
Ost-Berlin, Anfang 1949. Am Deutschen Theater gastiert Helene Weigel (Adele Neuhauser) als Mutter Courage. Auf ihrem Marketenderwagen singt sie ihr Lied, um mit den Soldaten ins Geschäft zu kommen. Ihre stumme Tochter Kattrin, gespielt von Angelika Hurwicz (Marie Louise Stahl), begleitet sie auf der Mundharmonika. Am Ende des Stücks wird Kattrin tot sein, auch ihre beiden Söhne wird die Courage durch ihr Geschäft mit dem Krieg verlieren. Noch ist sie aber voller Hoffnung auf fetten Profit, wenn jetzt, nach dem Winter, der Feldzug endlich weitergeht und die Soldaten gutes Schuhwerk brauchen werden. „Das Frühjahr kommt. Wach auf, du Christ! / Der Schnee schmilzt weg. Die Toten ruhn. / Und was noch nicht gestorben ist, / Das macht sich auf die Socken nun."
Dokudrama von Heinrich Breloer (Buch und Regie)
Koproduktion der Bavaria Fiction mit dem WDR (federführend), BR, SWR, NDR und ARTE
Brechts Dachkammer in Augsburg. Über der Wohnung der Eltern hat sich Brecht (Tom Schilling) hier schon früh ein eigenes Reich eingerichtet, in das er immer wieder zurückkehrt, auch als er längst sein eigenes Leben führt. Hier notiert er gerade den Entwurf zu einer Erzählung, mit der er die turbulenten Szenen seines Kampfes um die Sängerin Marianne Zoff "episieren" will - durch die literarische Überformung Abstand finden zu den wütenden Ausbrüchen seiner brennenden Eifersucht.
Brecht ist gleich nach dem Aufwachen an den Schreibtisch gegangen. Er will etwas aufschreiben, die Fracht der Nacht sichern: ein Gedicht über seine Jugendliebe Paula Banholzer.
Paula Banholzer (Mala Emde) zieht mit Brecht (Tom Schilling) den gemeinsamen Sohn Frank in einem kleinen Wagen hinter sich her. Sie sind in Kimratshofen im Allgäu, weit weg von Augsburg.
Dokudrama von Heinrich Breloer (Buch und Regie)
Produktion der Bavaria Fiction mit dem WDR (federführend), BR, SWR, NDR und ARTE
Moskau, Swerdlow-Saal des Kreml, 15. Mai 1955. „Erst nach dem Sieg des Proletariats über den räuberischen Kapitalismus ist die Voraussetzung für den Völkerfrieden gegeben.“ Brecht hat den Stalin-Friedenspreis bekommen. In seiner Dankesrede lobt er die friedliche Entwicklung der sozialistischen Staaten, nach draußen wie auch im Innern. „Mit der Sowjetunion, China und anderen Staaten ist schon jetzt ein Viertel der Welt befreit und befriedet. Hier sind neue, friedliche Gesellschaften entstanden ..." Das ist seine Hoffnung im Angesicht eines drohenden Atomkriegs.
Moskau, Swerdlow-Saal des Kreml, 15. Mai 1955. „Erst nach dem Sieg des Proletariats über den räuberischen Kapitalismus ist die Voraussetzung für den Völkerfrieden gegeben.“ Brecht hat den Stalin-Friedenspreis bekommen. In seiner Dankesrede lobt er die friedliche Entwicklung der sozialistischen Staaten, nach draußen wie auch im Innern. „Mit der Sowjetunion, China und anderen Staaten ist schon jetzt ein Viertel der Welt befreit und befriedet. Hier sind neue, friedliche Gesellschaften entstanden ..." Das ist seine Hoffnung im Angesicht eines drohenden Atomkriegs.
1956, Chausseestraße 125. "I have betrayed my profession." Brecht (Burghart Klaußner) hört Galileis Selbstanklage, wie sie Charles Laughton 1947 für ihn in New York auf eine Schallplatte gesprochen hat. Aus Angst vor der Folter hat Galilei sein revolutionäres Wissen über das neue Weltbild widerrufen und den Autoritäten zum Gebrauch oder Missbrauch überlassen. Insgeheim aber hat er weitergeforscht. Rechtfertigen seine neuen Ergebnisse den vorausgegangenen Verrat? Lieber befleckte Hände als leere? Diese Frage muss jedes Mal neu vom Publikum beantwortet werden, sagt Brechts Meisterschüler B. K. Tragelehn.
Ost-Berlin 1948: In Brechts Haus in Weißensee kommt es zum Duell zwischen seiner Mitarbeiterin und Geliebten Ruth Berlau (Trine Dyrholm, re.) und seiner Ehefrau und zukünftigen Intendantin Helene Weigel (Adele Neuhauser, li.).
Elisabeth Hauptmann (Leonie Benesch), Brechts Sekretärin und Geliebte, hat für ihren Chef (Tom Schilling) wieder mal eine Idee mitgebracht: Er soll bei einem Preisausschreiben mitmachen.
Dokudrama von Heinrich Breloer (Buch und Regie) Produktion der Bavaria Fiction mit dem WDR (federführend), BR, SWR, NDR und ARTE Auch in seiner Augsburger Dachbude kann Bert Brecht (Tom Schilling) sich das Grauen an der Front vorstellen. Sein Bruder Walter will unbedingt kämpfen und badet in Opfermut und Todesbereitschaft. Sein Freund Caspar Neher ist an der Westfront verschüttet und wieder ausgegraben worden. Brecht schreibt und komponiert die "Legende vom toten Soldaten“. Eine Soldatenleiche wird ausgegraben, eingekleidet und zurück an die Front geschleppt. "Doch der Soldat, so wie er’s gelernt / Zieht in den Heldentod.*
Auf dem Jahrmarkt in Augsburg ist Brecht (Tom Schilling) mit seiner Freundin, der Schülerin Paula Banholzer (Mala Emde), selig auf der Schiffschaukel vereint.
Dokudrama von Heinrich Breloer (Buch und Regie)
Produktion der Bavaria Fiction mit dem WDR (federführend), BR, SWR, NDR und ARTE
Die Opernsängerin Marianne Zoff (Friederike Becht) verrät dem jungen Schriftsteller Brecht (Tom Schilling) in ihrer Garderobe im Augsburger Stadttheater - sie spielt die Carmen - ein Geheimnis: „Ich bin schwanger."– Von wem? - „Von dir!“
Dokudrama von Heinrich Breloer (Buch und Regie)
Produktion der Bavaria Fiction mit dem WDR (federführend), BR, SWR, NDR und ARTE
Bertolt Brecht (undatiertes Archivbild)
Brecht ist gleich nach dem Aufwachen an den Schreibtisch gegangen. Er will etwas aufschreiben, die Fracht der Nacht sichern: ein Gedicht über seine Jugendliebe Paula Banholzer.
Berlin im Sommer 1928: Gesucht wird ein Stück zur Eröffnung des gerade von Ernst Josef Aufricht übernommenen Theaters am Schiffbauerdamm. Brecht (Tom Schilling) schlägt prompt ein "Nebenwerk" vor, an dem er gerade arbeitet: Die Dreigroschenoper.
Dokudrama von Heinrich Breloer (Buch und Regie) Produktion der Bavaria Fiction mit dem WDR (federführend), BR, SWR, NDR und ARTE Sommer 1928. Berlin, Theater am Schiffbauerdamm. Brecht (Tom Schilling) in angespannterer Erwartung vor der Premiere seiner „Dreigroschenoper". Noch weiß er nicht, dass das ein Wendepunkt in seinem langen Kampf um Anerkennung und Erfolg wird: der erste Schritt zum Weltruhm.
Berlin im Sommer 1928: Gesucht wird ein Stück zur Eröffnung des gerade von Ernst Josef Aufricht übernommenen Theaters am Schiffbauerdamm. Brecht (Tom Schilling) schlägt prompt ein "Nebenwerk" vor, an dem er gerade arbeitet: Die Dreigroschenoper.
Ost-Berlin 1948: In Brechts Haus in Weißensee kommt es zum Duell zwischen seiner Mitarbeiterin und Geliebten Ruth Berlau (Trine Dyrholm, re.) und seiner Ehefrau und zukünftigen Intendantin Helene Weigel (Adele Neuhauser, li.).
Dokudrama von Heinrich Breloer (Buch und Regie)
Produktion der Bavaria Fiction mit dem WDR (federführend), BR, SWR, NDR und ARTE
„Soldaten wohnen / Auf den Kanonen ...“ Mit einem Potpourri aus Brecht-Songs, die er bereits vertont hat, zeigt der junge Komponist Kurt Weill (Oskar Olivo, r) dem skeptischen Theaterdirektor Ernst Josef Aufricht (Anatole Taubman, nicht im Bild) sein Können. Brecht (Tom Schilling, l) hat ihn in die "Dreigroschenoper"-Produktion geholt. Aufrichts Zweifel schwinden, als er hört, was da zu hören ist.