Nachts arbeitet Moses Mendelssohn wie besessen an seinen Schriften zu Religion und Philosophie. Und er eignet sich das bei den Rabbinern abgelehnte "weltliche" Wissen an. Neben Latein, Englisch und Französisch beherrscht er auch die Sprache, die fast kein Jude kennt: Deutsch. Der jüdische Aufklärer ist der erste, der die Thora, die Fünf Bücher Mose - ins Deutsche übersetzt. (Spielszene).
Nachts arbeitet Moses Mendelssohn wie besessen an seinen Schriften zu Religion und Philosophie. Und er eignet sich das bei den Rabbinern abgelehnte "weltliche" Wissen an. Neben Latein, Englisch und Französisch beherrscht er auch die Sprache, die fast kein Jude kennt: Deutsch. Der jüdische Aufklärer ist der erste, der die Thora, die Fünf Bücher Mose - ins Deutsche übersetzt. (Spielszene)
Im April 1939 bedrängen die Nationalsozialisten die Familie Wolff ein letztes Mal. Sie wollen sicher gehen, dass die wohlhabende Familie nichts Wertvolles mitnimmt und beschlagnahmen alle Wertsachen. Die Wolffs wollen nur noch eines: ein sicheres Leben in den USA. Dort hat ein Onkel für sie gebürgt. (Spielszene)
Mitte des 10. Jahrhunderts lässt sich ein Teil der Kalonymos-Familie in Mainz nieder. Religiöse Bildung gilt unter den Juden als hohes gesellschaftliches Ideal. Rabbiner und Gelehrte mehren den Ruhm und Ansehen der Familie. Auch Kalonymos ben Meschullam ist dieser Weg bestimmt. Seine Eltern leisten es sich, ihren ältesten Sohn in die Jeshiva, die jüdische Akademie, zu schicken. (Spielszene).
Doña Gracia ist die Nachfahrin zwangsgetaufter Juden. Im Europa Mitte des 16. Jahrhunderts kann sie ihren Glauben nur heimlich ausüben, nach außen ist sie Christin. Doña Gracia hat ein einflussreiches Bank- und Handelsimperium von ihrem Mann geerbt, sie hat Verbindungen in ganz Europa. Aber vor der katholischen Inquisition ist niemand sicher.
Zipora, Tochter der Glikl von Hameln, heiratet einen Hofjuden, der eine einflussreiche Stellung am Hof eines christlichen Fürsten hat. Nachdem der der Hochzeitsring getauscht ist, gilt das Paar als vermählt. Nach jüdischem Ritual trinken sie aus einem Becher - Symbol für den Kelch des Lebens, den sie künftig teilen. Zum Abschluss muss der Bräutigam ein Glas zertreten. Eine Erinnerung an die Zerstörung des jüdischen Tempels und die Zerbrechlichkeit allen Glücks. (Spielszene).
Ende des sechsten Jahrhunderts betritt eine neue Macht die Bühne der Weltgeschichte: Der ISLAM. Zum ersten Mal seit dem Fall des Tempels im Jahre 70 n. Chr. leben die meisten Juden wieder in einem kulturellen, politischen und wirtschaftlichen System. Sie dürfen sich im Land frei bewegen und ihre Religion ausüben, solange sie die Gesetze beachten. Denn für die muslimischen Herrscher sind sie ein "Volk der Schrift" und dadurch "dhimmis", "geschützte Personen".
Ende des sechsten Jahrhunderts betritt eine neue Macht die Bühne der Weltgeschichte: Der ISLAM. Zum ersten Mal seit dem Fall des Tempels im Jahre 70 n. Chr. leben die meisten Juden wieder in einem kulturellen, politischen und wirtschaftlichen System. Sie dürfen sich im Land frei bewegen und ihre Religion ausüben, solange sie die Gesetze beachten. Denn für die muslimischen Herrscher sind sie ein "Volk der Schrift" und dadurch "dhimmis", "geschützte Personen".
1939 konnten die Familie Wolff aus Hamburg in die USA fliehen. Der einzige Sohn Paul Wolff lebt heute in Kalifornien. Nur wenige Dinge konnte die Familie aus Deutschland retten. Paul Wolff bewahrt die Pässe seiner Schwestern und Eltern, die Familienalben sowie die Orden seines Vaters aus dem ersten Weltkrieg auf. Wie viele andere deutsche Juden hatte die Familie lange Zeit gehofft, dass die Situation sich wiederändert und sie ihr Heimatland nicht verlassen müssen. Vergeblich.
1492: König Ferdinand II. reitet in Sevilla ein. Die Zurückeroberung Spaniens, die Reconquista, war erfolgreich. Im selben Jahr müssen auf Veranlassung von Königin Isabella I. von Kastilien und König Ferdinand II. von Aragonien alle Juden entweder Spanien verlassen oder zum Christentum konvertieren. Spielszene.
Im 16. Jahrhundert fliehen Juden in ganz Europa vor Verfolgung, vor Armut und Unterdrückung ¿ immer weiter Richtung Osten. Der Witwer Samuel Lejbusch aus Regensburg schließt sich mit seiner Tochter Rachel einem Flüchtlingstreck nach Polen an. Die polnischen Könige garantieren den Juden Schutz und Privilegien. Sie haben sie in ihr rückständiges Land gerufen, um es zu entwickeln und den Handel voranzutreiben. (Spielszene).
586 v. Chr. erobern die Babylonier Jerusalem. Sie verschleppen einen Großteil der Bevölkerung als Kriegsbeute nach Babylon. Den meisten Judäern geht es gut im Exil. Frauen und Kinder können sich frei bewegen, viele Männer arbeiten als Beamte am Hofe. Die Generationen, die hier heranwachsen, kennen ihre Heimat nur noch aus Erzählungen der Älteren.
Am 26. Mai 1096 kehrt Kalonymos ben Meschullam zu Familie zurück. Vergeblich hatte der Rabbiner und andere Juden versucht, die selbst ernannten Kreuzritter auf den Straßen von Mainz abzuwehren. Die Juden der Stadt bleibt nur noch ein Ausweg: der Massenselbstmord. (Spielszene).
Der Wissenschaftler Marc R. Cohen studiert alte hebräische liturgische Schriften, die in der Geniza aufbewahrt wurden. Die Geniza ist ein vermauerter Hohlraum, der der Aufbewahrung nicht mehr lesbarer Torarollen oder andere Texte, die man nicht mehr brauchte, diente. Texte, die das Tetragrammton (JHWH) oder andere Gottesnamen enthalten, dürfen nicht einfach weggeworfen werden. So haben wichtige Schriftstücke der jüdischen Liturgie und Geschichte überlebt.
Kalonymos ben Meschullam wartet im 26. Mai 1096. Zusammen mit anderen Juden versucht er selbsternannte Kreuzritter abzuwehren, die in Mainz eingedrungen waren. In Mainz sterben über Tausend Juden. Die selbst ernannten Kreuzritter ziehen mit reicher Beute weiter. (Spielszene)
Kalonymos ben Meschullam wartet am 26. Mai 1096. Zusammen mit anderen Juden versucht er selbsternannte Kreuzritter abzuwehren, die in Mainz eingedrungen waren. In Mainz sterben über Tausend Juden. Die selbst ernannten Kreuzritter ziehen mit reicher Beute weiter (Spielszene).
Kalonymos ben Meschullam wartet am 26. Mai 1096. Zusammen mit anderen Juden versucht er selbsternannte Kreuzritter abzuwehren, die in Mainz eingedrungen waren. In Mainz sterben über Tausend Juden. Die selbst ernannten Kreuzritter ziehen mit reicher Beute weiter (Spielszene).
Mary Antin wandert Ende des 19. Jahrhunderts aus den weißrussischen Polotzk in die USA aus. Dort verfaßt sie ihre Lebenserinnerungen, zunächst auf Jiddisch, dann auf Englisch. Sie schildert darin ein typisch jüdisches Einwanderschicksal. "The Promised Land", Das Gelobte Land, wird als Buch sehr erfolgreich.
Ende des sechsten Jahrhunderts betritt eine neue Macht die Bühne der Weltgeschichte: Der ISLAM. Zum ersten Mal seit dem Fall des Tempels im Jahre 70 nach Chr. leben die meisten Juden wieder in einem kulturellen, politischen und wirtschaftlichen System. Sie dürfen sich im Land frei bewegen und ihre Religion ausüben, solange sie die Gesetze beachten. Denn für die muslimischen Herrscher sind sie ein "Volk der Schrift" und dadurch "dhimmis", "geschützte Personen".
Häuser in dem ehemaligen Einwandererviertel Lower East Site in NY. Hier haben sehr viele Nationen auf engsten Raum in so genannten Tenements, Mietshäusern, zusammengelebt. Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts wird Amerika zum neuen Zentrum für Juden. Die amerikanische Verfassung sichert ihnen wie allen Menschen uneingeschränkte Rechte zu: unabhängig von ihrem Glauben. Die Einwanderer kommen aus Dörfern Osteuropas in die moderne Metropole. Häufig sind sie ohne Ausbildung, Besitz und sprechen kein Englisch. Mit Gelegenheitsjobs müssen sie sich durchschlagen, als Tagelöhner, Lumpensammler und Hausierer.
Das Arabische oder Islamische Reich ist wohlhabend und mächtig. Zwischen dem 8. und dem 12. Jahrhundert ist es das mächtige und reiche Zentrum, an dem sich die gesamte westliche Welt orientierte. Die Juden sind ein Teil davon, und sie fügten sich ganz selbstverständlich ein und erreichten das Niveau ihrer kulturell hoch entwickelten Umgebung.
Ende des 12. Jahrhunderts lassen Maimonides und seine Familie sich in Al Fustat nieder, damals ein Vorort von Kairo. Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, arbeitet Maimonides als Arzt. Wegen seines Fachwissens ruft Großwesir al Fadil ihn als Leibarzt an seinen Hof. Fast täglich besucht er ihn in seinem Palast, wo er unter anderem auch die Haremsdamen behandelt.
Ende des 12. Jahrhunderts lassen Maimonides und seine Familie sich in Al Fustat nieder, damals ein Vorort von Kairo. Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, arbeitet Maimonides als Arzt. Wegen seines Fachwissens ruft Großwesir al Fadil ihn als Leibarzt an seinen Hof. Fast täglich besucht er ihn in seinem Palast, wo er unter anderem auch die Haremsdamen behandelt.
Gott fordert von den Israeliten, dass sie sich kein Bildnis von ihm machen sollen. Doch die Gebote sind neu und fremd für sie. Alle Kulturen ringsum verehren zahlreiche Götter und machen sich Bilder und Statuen von ihnen. Die Israeliten allein sollen ihren Gott so groß denken, dass kein Raum mehr für andere Götter bleibt, und kein Bild ihn darstellen kann. Mose muss immer wieder an die Worte Gottes mahnen.
1096 erreichen selbst ernannte Kreuzritter auch Mainz. Kalonymos ben Meschullam und seine Familie hoffen verzweifelt, dass sich die Meute mit dem Gold umstimmen lässt. In einem Brief hatte der Rabbiner auch den deutschen Kaiser Heinrich IV. um Unterstützung gebeten. Vergeblich... (Spielszene).
Die Torarolle von Baal Shem Tov liegt im Center for Jewish History in New York. Baal Shem Tov war der Begründer der Chassisdischen Bewegung, die auch heute noch zahlreiche Anhänger hat. Er verstarb 1760. Alljährlich versammeln sich an seinem Grab in Medschébosch in der Ukraine chassidische Juden aus den USA, aus Israel und Europa.
Die Torarolle von Baal Shem Tov liegt im Center for Jewish History in New York. Baal Shem Tov war der Begründer der Chassisdischen Bewegung, die auch heute noch zahlreiche Anhänger hat. Er verstarb 1760. Alljährlich versammeln sich an seinem Grab in Medschébosch in der Ukraine chassidische Juden aus den USA, aus Israel und Europa.
Am 26. Mai 1096 kehrt Kalonymos ben Meschullam zu Familie zurück. Vergeblich hatte der Rabbiner und andere Juden versucht, die selbst ernannten Kreuzritter auf den Straßen von Mainz abzuwehren. Die Juden der Stadt bleibt nur noch ein Ausweg: der Massenselbstmord. (Spielszene).