"Tjost" nannte man den Zweikampf gut ausgebildeter Panzerreiter, die in hartem Galopp aufeinander zu ritten. Ziel eines solchen Duells war es, den Gegner mit einer stumpfen Turnierlanze aus dem Sattel zu heben.
Hier wird Geschichte geschrieben: Kaiser Maximilian erläutert seinen Getreuen die neue Art der Kriegsführung. Der Einsatz von Kanonen und Landsknechten bekommt eine überragende strategische Bedeutung, die ehemals "edlen" Ritter gehen im Reitervolk unter.
Ritter ohne Furcht und Tadel: Bei den höfischen Turnieren konnte man nicht nur Ruhm, Ehre und die Gunst seiner Dame gewinnen, sondern auch seinen Lebensunterhalt bestreiten.
Showeffekte im Mittelalter: In den großen Romanen ließen sich die Helden nicht einfach aus dem Sattel heben - schon gar nicht beim ersten Lanzengang. Die echten Turnierkämpfer wollten es ihren Idolen gleich tun. Allerdings war ein Kampf mit Kriegslanzen aus hartem Eschen-, Eiben- oder Hartriegelholz schnell entschieden: Der schwächere Ritter ging meist sofort zu Boden. Daher griffen die Kämpen schon damals tief in die Trickkiste und benutzten Turnierlanzen aus weichem, effektvoll splitterndem Nadelholz. Manch einen rettete allerdings auch diese Manipulation nicht vor dem peinlichen Sturz.
Wie viele adlige Kinder im Mittelalter lernte der Sohn Heinrichs von Neuffen seinen Vater erst spät kennen. Jahrelang hatte der Vater in den Diensten des Kaisers an einem Kreuzzug teilgenommen.
Faustrecht statt Gerichtsverhandlung: Ritter riefen längst nicht bei jeder Auseinandersetzung die höhere Gerichtsbarkeit an, häufig versuchten sie mit Waffengewalt ihre Forderungen durchzusetzen.
Ein Ritter auf dem Weg zum Buhurt. Bei dieser frühen Turnierform kämpften zwei Reitergruppen in Scheingefechten gegeneinander. Trotz der eigentlich friedlichen Übung wurden bei jedem dieser Turniere viele Ritter und Edelknechte schwer verletzt oder fanden den Tod.