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20

Dienen bei der NVA

Zur Geschichte einer deutschen Armee
D, 2003–2004

Dienen bei der NVA
rbb/Screenshot
  • 20 Fans
  • Serienwertung0 33219noch keine Wertungeigene: –

Dienen bei der NVA Episodenguide

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  • Zeichenerklärung: S StaffelE Episode Stream im TV

Dokumentation in 3 Teilen

  • 1.01Fahneneid und Eisenschweine
    Seit Gründung der Nationalen Volksarmee 1956 mussten insgesamt 2,5 Millionen junge Männer den grauen Waffenrock der NVA tragen. In den ersten Jahren wurde noch auf das Freiwilligenprinzip gesetzt. Soldaten verpflichteten sich für zwei Jahre, Offiziere für zehn Jahre, den Arbeiter- und Bauernstaat mit dem Einsatz ihres Lebens zu verteidigen. Doch schon kurz nach dem Mauerbau trat das Gesetz über die allgemeine Wehrpflicht in Kraft. Für die Rekruten war das, was offiziell gerne als "Ehrendienst" verkauft wurde, in der Regel nicht mehr und nicht weniger als ein notwendiges Übel, dem man nicht entkommen konnte. Der Film setzt vor allem auf Zeitzeugen, die das Dienen bei der NVA unmittelbar und direkt erlebt haben. Die Geschichte der NVA, erzählt aus der Perspektive ehemaliger Rekruten, rückt Dimensionen und Aspekte des Soldatendaseins ins Blickfeld, die oft übersehen werden, und berichtet vom Alltag der Armee vor dem Hintergrund historischer Ereignisse und Zäsuren.
    MDR, 04.02.2003
  • 2.02Bis zum letzten Zapfenstreich
    Anfang der 70er Jahre war die NVA zu einer relativ schlagkräftigen, modernen Armee im Rahmen der östlichen Militärkoalition herangewachsen. Unter Honecker, der 1971 zum obersten Dienstherren der NVA aufgestiegen war, wurde die Truppe schließlich zu einer Art Musterschüler der Sowjet-Armee: neue Kasernen, neue Waffensysteme, Verbesserung der Besoldung. Das Image der NVA aus Sicht der Wehrpflichtigen verbesserte sich jedoch kaum. Die Bereitschaft, länger zu dienen als die obligatorischen 18 Monate war weniger dem NVA-Dienst als "Ehrendienst" als vielmehr in den verbesserten Chancen bei der beruflichen Weiterbildung begründet. Anfang der 80er Jahre aber drohte der Ernstfall mit der Demokratie-Bewegung in Polen. Im Dezember 1980 wurden NVA-Verbände in erhöhte Gefechtsbereitschaft versetzt und warteten marschbereit auf ihren Einsatzbefehl nach Polen. Neun Jahre später, im Herbst 1989, wurden NVA-Truppenteile erneut auf einen Ernstfall vorbereitet. Diesmal sollten sie gegen das eigene Volk eingesetzt werden. Die Ereignisse überschlugen sich, auch innerhalb der NVA. Es kam zu Streiks und Befehlsverweigerungen. Im März 1990 wurde Rainer Eppelmann, ein Zivilist und ehemaliger "Spatensoldat" Minister für Abrüstung und Verteidigung. Noch im Juli 1990 wurde ein neuer Fahneneid eingeführt, doch wenige Monate später wurden alle Soldaten aus dem geleisteten Eid entlassen.
    MDR, 11.02.2003
  • 3.03Die Spatensoldaten
    Mit der Geschichte der Bau- bzw. Spatensoldaten widmet sich die dritte Folge der Reihe einem ganz besonderen Kapitel NVA-Geschichte. Bis heute ist kaum bekannt, dass es auch in der DDR die Möglichkeit gab, den Dienst an der Waffe zu verweigern. Der Film beleuchtet Ursprünge und Hintergründe der Kriegsdienstverweigerer des Ostblocks.
    Phoenix, 29.05.2004