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31

Europa-Reportage

D, 2016–2024

Europa-Reportage
BR Fernsehen
  • 31 Fans
  • Serienwertung0 31997noch keine Wertungeigene: –

Europa-Reportage Episodenguide

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  • Zeichenerklärung: S StaffelE Episode Stream im TV

58 Folgen

  • 1.01Raus aus der EU? - Briten vor der Wahl
    Bis jetzt gibt es nichts Vergleichbares und keine Blaupause für den Fall X: Was passiert, wenn sich die Briten am 23. Juni für den "Brexit" entscheiden? Der Donnerstag im Frühsommer, an dem die Briten darüber abstimmen können, ob sie in der EU bleiben wollen oder nicht, wird nicht nur für die Insulaner, sondern auch für Kontinental-Europa weitreichende Folgen haben. Das TV-Team trifft Befürworter.
    BR, 19.06.2016
  • 2.02Verzaubertes Island - Im Bann von Elfen und wilder Natur
    Die Reporterin besucht Island im angehenden Winter und will klären, warum die Insel so viele verzaubert. Sie besucht Einheimische und eingewanderte Deutsche, die dem Charme des Landes erlegen sind und sich trotz harter Natur und einsamen langen eisigen Nächten auf der Insel zu Hause fühlen. Darunter ist. eine deutsche Ingenieurin, die einen großen einsamen Hof mit Schafen bewirtschaftet.
    BR, 11.12.2016
  • 3.03Junge Tschechen und die sudetendeutsche Vergangenheit
    BR, 18.12.2016
  • 4.04Ein neues Leben auf Malta - Träume deutscher Auswanderer
    Malta ist das kleinste EU-Land, geprägt durch die unterschiedlichsten Volksstämme zwischen Orient und Okzident. Die Reportage begleitet deutsche Auswanderer, die sich in die Insel verliebt haben.
    BR, 17.04.2017
  • 5.05Ein neues Leben in Malta - Auf den Spuren deutscher Auswanderer
    Vor mehr als 23 Jahren haben Heike und Thomas Gemacht ihre Karriere an den Nagel gehängt, um im verträumten Gozo, der kleinen Schwesterinsel von Malta, im wahrsten Sinne des Wortes abzutauchen.
    BR, 16.07.2017
  • 6.06Urlaubsziel Türkei? Tourismus im politischen Ausnahmezustand
    BR, 13.08.2017
  • 7.07Sklavenmarkt Osteuropa - Das Geschäft mit Billigarbeitern für Deutschland
    Das Geschäft mit Billigarbeitern für Deutschland
    BR, 27.08.2017
  • 8.08Hochzeit mit Hindernissen - Wie junge Polen um ihr Glück kämpfen
    Zwei junge polnische Akademiker verzichten auf alles, was die heutige Wohlstandsgesellschaft so ausmacht. Sie leben als Aussteiger im Wald nahe der weißrussischen Grenze. Statt sich um einen Job in der Stadt zu bemühen, haben sie sich für das Einsiedlerdasein entschieden. Als Selbstversorger produzieren sie fast alles, was sie zum einfachen Leben brauchen. Ab und zu kommen sie Besuch von Freunden. Nun wollen Grzegorz und Zosia heiraten. Das Filmteam erlebt eine nicht ganz alltägliche Hochzeit ...
    BR, 10.09.2017
  • 9.09Deutsche Auswanderer in Alanya - Lebensabend unter Palmen
    Die Filmautorin begleitet Auswanderer mit unterschiedlichsten Lebensentwürfen und Träumen, wobei deutlich wird, wie sich "Dauerurlaub" anfühlt. Leben, wo andere Urlaub machen - der ein oder andere erfüllt sich diesen Traum im Ruhestand. Bislang war Alanya einer dieser Traumorte - die Gastfreundschaft der Türken, die niedrigen Lebenshaltungskosten und ein halbes Jahr lang Sonne - überzeugende Argumente. Auch wenn durch die veränderten politischen Verhältnisse in der Türkei viele Hotelbetten leer bleiben, für die Dauerresidenten hat sich bislang an ihren Lebensumständen nichts geändert. Wo viel Sonne auch viel Schatten? Nicht für die 55-jährige Ines und ihren Ehemann Mathias Goldstein, einen Mittsechziger. Als beide vor 17 Jahren nach Alanya kamen, kannten sie Land und Leute, sprachen fließend Türkisch und eröffneten einen Laden für Handwerksleistungen. An eine Rückkehr nach Deutschland denken beide nicht. Anders Elfriede und Arnold Bauer, ostdeutsche Rentner. Sie haben sich mit ihrem kleinen Häuschen in Türkler in der Provinz Alanya einen Lebenstraum erfüllt: Leben unter Palmen. Doch mit Mitte Siebzig und nach 17 Jahren als Auswanderer in der Türkei und mit dem einen oder anderen Zipperlein wollen sie wieder nach Hause. Dabei würden sie die politischen Umstände gar nicht berühren, ihr Argument für die Rückkehr ist einfach das Alter. Für Auswanderer wie Martina, die vor 16 Jahren ihre Urlaubsliebe, den Türken Necati, geheiratet hat, bleibt Deutschland zwar die Heimat, ihr Zuhause mit Mann und zwei Kindern ist aber die Türkei.
    BR, 24.09.2017
  • 10.10Sehnsucht nach dem hohen Norden - Deutsche Auswanderer in Norwegen
    Glücklich und angekommen - so beschreiben Auswanderer aus Deutschland ihr neues Leben in Norwegen. Auch wenn die Lebensentwürfe und Gründe für das Traumziel Norwegen höchst unterschiedlich sind, Land und Leute scheinen eine magische Anziehungskraft zu haben. Die Reportage begleitet deutsche Auswanderer in ihrer neuen Heimat. Da ist der Universitätsprofessor Michael Schulte, der nordische Sprachen an der Universität in Kristiansand lehrt und als ausgewiesener Runenexperte gilt. Zusammen mit seiner norwegischen Frau Ragnhild, einer bekannten Sängerin, Schriftstellerin und promovierten Wirtschaftswissenschaftlerin lebt er "the norwegian way of life": unkompliziert, naturverbunden und weltoffen. An der Süd-Küste Norwegens in Flekkeroy macht das Ehepaar es sich an den freien Tagen "typisch norwegisch" nach einem Spaziergang an der Küste daheim in der Wochenend-Hütte vor dem Kamin gemütlich. Während der Woche sind dagegen Business und Kultur angesagt. Und davon hat vor allem auch die Hauptstadt Oslo viel zu bieten. Die norwegische Stadt mit ihren stylischen Hochhäusern und extravaganten Bauten entwickelt sich derzeit zur international angesagten Trendmetropole. Oslo, die Stadt inmitten von Fjorden und Metropole eines der reichsten Länder der Erde zieht nicht nur Touristen an. Immer mehr Deutsche entscheiden sich gleich ganz hier zu bleiben: Ob eine deutsche Opernsängerin und Stadtführerin, eine Schriftstellerin, eine Arbeitspsychologin oder eine Juristin - wir treffen die Wahl-Norwegerinnen und dürfen hautnah erleben, was in ihren Augen die Faszination des Nordens ausmacht . Sie alle sind hier seit Jahren zuhause, als Single oder mit Familie. Eine Reportage über das Leben im hohen Norden.
    BR, 17.12.2017
  • 11.11Frühlingserwachen in Georgien - Jugend auf dem Weg nach Europa
    Georgien, das Land am östlichsten Rand Europas, scheint wie das Paradies in Miniaturformat. Birgit Muth hat Menschen getroffen, die sich regelrecht in das Land verliebt haben. Das Land zwischen West und Ost, zwischen Tradition und Moderne, auf einer Fläche gerade mal so groß wie Bayern, scheint alles zu bieten: alpine Gipfel des großen Kaukasus genauso wie sonnenverwöhnte Täler mit bestem Wein und weiten Stränden am Schwarzen Meer. Lasha, knapp 30 Jahre alt, hat in Deutschland studiert. Er sieht sich als überzeugter Europäer und gleichzeitig als Patriot. Er zeigt dem Filmteam seine Heimat mit den Augen der jungen Generation. Dabei steckt Lasha mit seiner Leidenschaft für Land und Leute als Fremdenführer jeden noch so skeptischen Besucher an. Es ist eine gastfreundliche Bevölkerung - eine bunte Mischung verschiedenster Ethnien. Viele bezeichnen ihr Land als "Balkon Europas": Schon im 3. Jahrtausend vor Christus entstanden hier im Kaukasus eine Hochkultur und die georgische Schrift. Auch heute gehen von dem Land mit seiner poetischen Lebensart wieder spannende Impulse aus: ob in Kunst, Musik oder Literatur. Mit Lasha und seinen Freunden taucht der Zuschauer in die bunte Szene der Hauptstadt Tiflis ein und erlebt neben all den vielen orthodoxen Kirchen und jahrhundertealten Sehenswürdigkeiten auch junge Modedesigner und ein cooles Nachtleben mit extravaganten Clubs. Denn in dem Land, in dem seit Jahrhunderten mehrere Nationen und Religionen tolerant nebeneinander leben, konnte auch eine höchst vielfältige Kunstszene entstehen. Ein fruchtbarer Boden, den auch Professor Dr. Claus Hipp, renommierter Unternehmer, Maler und Kunstmäzen, schon vor vielen Jahren entdeckte. Er ist mehrere Wochen im Jahr mit seinen georgischen Studenten an der Staatlichen Akademie der Künste anzutreffen. Oliver Reisner unterrichtet an der Universität in Tiflis "European Studies". Für ihn ist Georgien seit den 1990er-Jahren Wahlheimat. Damals war er mit einigen Projekten für die EU betraut, heute steht er einem Verein zur Bewahrung des deutschen Kulturerbes vor.
    BR, 22.04.2018
  • 12.12Jugend in Schottland - Cool und weltoffen
    Schottlands Jugend gibt sich traditionsbewusst und trendy
    BR, 15.07.2018
  • 13.13Ein Wochenende im Zweiten Weltkrieg - Kriegsverherrlichend oder gelebte Geschichte?
    In vielen Ländern Europas boomen Weltkriegsfestivals. Dort treffen sich Menschen, um Krieg nachzustellen und um Geschichte hautnah nachzuerleben. Sie tragen originalgetreue Uniformen, auch die des NS-Regimes: "Living History" nennt sich das. Aus deutscher Perspektive erscheint das eher befremdlich. Bieten solche Festivals wirklich erlebbare Geschichte, die über den Schulunterricht hinausgeht? Lassen sie die Schrecken des Krieges tatsächlich so erlebbar werden, dass Menschen ein für alle Mal sagen, nein, das darf nie wieder passieren? Oder sind die Veranstaltungen stattdessen kriegsverherrlichend, geschichtsvergessen und damit gefährlich? Mit diesen Fragen war das Autoren-Team Sophie von der Tann, Ann-Kathrin Wetter und Helene Reiner ein Wochenende in England dabei, als der Zweite Weltkrieg nachgestellt wurde und hat eine Gruppe von Engländern begleitet, die bei solchen Festivals eine SS-Truppe darstellt.
    BR, 29.07.2018
  • 14.14Schützen oder jagen? Kampf um Islands Wale
    Island ist nicht nur die Insel der sprudelnden Geysire und der unberechenbaren Vulkane, sondern auch eine der letzten europäischen Walfang-Nationen. Und es ist das einzige Land, in dem die Jagd auf die stark gefährdeten Finnwale - die zweitgrößten Meerestiere der Erde - gestattet ist. Aktuell sorgt der Fang einer streng geschützten Kreuzung aus einem Blau- und einem Finnwal international für Empörung. Auch in Island selbst werden die Anti-Walfang-Stimmen lauter. Dort steigt das Bewusstsein dafür, dass es sinnvoller und rentabler ist, Wale zu schützen und sie Touristen zu zeigen, als sie zu jagen und zu töten. Das Whale Watching boomt, und immer weniger isländische Restaurants schreiben Walfleisch auf ihre Speisekarte. Doch einen der letzten Finnwal-Jäger auf Island interessiert das nicht. Er will in diesem Jahr sogar noch mehr Finnwale erlegen als in den Jahren zuvor. Die Autoren Simon Plentinger und Tobias Schießl sind nach Island gereist, um dort die letzten Walfänger zu treffen und um zu verstehen, warum die einen die Tiere schützen und die anderen sie jagen.
    BR, 05.08.2018
  • 15.15Die jungen Wilden aus dem Elsass - Biowein aus Überzeugung
    Das Elsass - hübsch herausgeputzte Winzerdörfer mit bunten Fachwerkhäusern, beeindruckende Burgen, eine hervorragende regionale Küche und dazu eine über 170 Kilometer lange Weinroute. An deren Hängen wird seit Jahrhunderten hervorragender Wein angebaut. Dabei scheint es fast selbstverständlich, dass die jeweils nachfolgende Winzer-Generation den Betrieb ihrer Eltern und Großeltern weiter betreibt. Nicht nur der "Grand Cru" zählt auf dem Etikett. Für immer mehr junge Weinbauern ist neben Lage und Traubensorte das wichtigste Kriterium, so naturnah und biologisch wie möglich anzubauen. Der diesjährige sehr heiße und trockene Sommer hat ihnen Recht gegeben. Die biodynamischen Böden waren - trotz Verbot zu gießen - auch im Spätsommer noch nicht ausgedörrt. Die süßen Trauben versprechen einen hervorragenden Wein. Die "Europa-Reportage" begleitet unter anderem die 28 jährige Catherine Hirsinger während der rund sechswöchigen Weinernte, in der die gesamte Familie fast rund um die Uhr in den Reben oder im Weinkeller arbeitet. "Wir machen Wein mit unserem Herzen" - diesem Motto schließen sich immer mehr junge Winzer an. Oder Jean-Paul Schmitt, ein bekannter Bio-Weinbauer, der unter dem Motto "gemeinsam sind wir stark" sich mit seinem ehemaligen Praktikanten und heute 30jährigen Jean Dittrich, inzwischen ebenfalls biodynamischer Weinbauer, ständig austauscht und neue "naturnahe Wege" im Weinanbau beschreitet. Die Autorin des Films ist beim Entstehen der besten Tropfen dabei, steigt in die Weinkeller und lässt den Zuschauer tief ins Glas schauen: Die "jungen wilden Bio-Winzer und Bio-Bauern" gewähren Einblicke in ihre Philosophie und ihre Rezepte des bio-dynamischen Anbaus, der längst auch bei Weinliebhabern eine stetig wachsende Anhängerschaft findet. Die Reportage begleitet den Erfolg des edlen "reinen" zu Wein verarbeiteten Traubensaftes, der nicht nur im Kopf, sondern auch in der Ökobilanz keine Katerstimmung erzeugt.
    BR, 04.11.2018
  • 16.16Deutsch-rumänische Begegnungen - Medizinstudium in Klausenburg
    Im rumänischen Cluj, auch als Klausenberg bekannt, leben 100.000 Studenten und das bei einer Einwohnerzahl von rund 330.000 Bürgern. Die Reportage begleitet zwei Frauen aus Ost und West, die 28-jährige Alexandra vom Goethe-Zentrum in Cluj und die 24-jährige Linda aus Memmingen, die dort seit fünf Jahren Medizin studiert – wie viele andere Deutsche, die ihrem Traumberuf Arzt verwirklichen wollen.
    BR, 06.01.2019
  • 17.17Zuhause in Bayern und Bosnien - Wo junge Europäer ihre Heimat sehen
    Zum Fluss Sana kommt Alvin immer dann, wenn er auf der Suche nach dem Glück und stillen Momenten ist. Dort verbrachte er unvergessliche Tage seiner Kindheit, nachdem seine Eltern mit dem damals knapp zehnjährigen Jungen 1998 aus München nach Bosnien zurückgekehrt waren. Heute arbeitet der 31-jährige Alvin in Prijedor als Fotograf, bekommt aber auch viele Aufträge aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zuerst war ihm, der in Bayern zur Schule kam, das Leben in der Heimat seiner Eltern fremd. Heute ist er in Bayern und Bosnien zuhause. So wie die 19-jährige Jasmina, die in München ihre Ausbildung als Fachverkäuferin macht, sich dort ihre Zukunft erträumt, aber die meiste Zeit in der Heimat ihrer Eltern in Bosnien verbracht hat. Die Reportage begleitet die Beiden zu den Naturschauplätzen und in den Nationalpark ihrer Heimat genauso wie an die Orte ihrer Familiengeschichte, die viel vom Krieg geprägt ist, aber auch vom Neubeginn – in der Hoffnung auf eine Zukunft in einem friedvollen, spannenden und inspirierenden Europa. So wie Jasmina und Alvin von dem Leben zwischen verschiedenen Kulturen profitieren, hoffen sie gleichzeitig, dass dieser Geist der Jugend auch die Politik in ihrem Land beflügelt. Denn angesichts der hohen Arbeitslosigkeit sehen junge Menschen nach wie vor wenig Zukunftschancen in Bosnien.
    BR, 10.03.2019
  • 18.18Zentimeter um Zentimeter - Bosnien und Herzegowinas Kampf gegen die Minen
    Ein Leben zwischen tödlichen Minenfeldern - das ist auch 24 Jahre nach Ende des Bosnien-Krieges für einige Menschen in Bosnien-Herzegowina Realität. 94 Tonnen explosives Material liegen heute noch in der Erde - so viel wie in keinem anderen Land Europas. Eigentlich sollten die Minen bis 2019 weitgehend beseitigt sein, doch bisher konnte nur etwa die Hälfte der im Krieg gelegten Minen geräumt werden. Das ist ein Problem besonders für die arme Landbevölkerung, die gezwungen ist, Holz zum Kochen oder Heizen in verminten Wäldern zu schlagen und zu sammeln. Immer wieder lösen sie dabei Minen aus, verletzen sich schwer oder sterben. Die Autorinnen Jasmin Körber, Rachel Roudyani und Tatjana Thamerus sind nach Bosnien-Herzegowina gereist, waren mit Minenräumern unterwegs und fragten nach, warum Bosnien 2019 immer noch nicht minenfrei ist.
    BR, 21.07.2019
  • 19.19Die Unsichtbaren - Bulgarische Wanderarbeiter in Deutschland
    Früh morgens im Münchner Bahnhofsviertel: In großen Gruppen stehen Männer am Gehsteig. Jederzeit bereit, in einen der vorbeifahrenden Lieferwagen einzusteigen. Sie stehen am so genannten "Arbeiterstrich". Hier gibt es Billig-Jobs. Bevor die Stadt richtig erwacht, sammeln Münchner Arbeitgeber die Tagelöhner ein und bringen sie zu Baustellen oder in Putzkolonnen. Wer nicht mitgenommen wird, hat Pech gehabt. Die Arbeiter hoffen auf einen anständigen Verdienst - und auf Aufstieg. Beides ist ungewiss. Dafür nehmen sie viel in Kauf, manche leben hier in Obdachlosigkeit. Eine Parallelwelt, von der Außenstehende nur selten etwas mitbekommen. Wer sind die Menschen, woher kommen sie und was treibt sie in die ungewisse und manchmal würdelose Welt des deutschen "Arbeiterstrichs"? Die BR-Reporter Nadja Armbrust, Malcolm Ohanwe und Sümeyye Uğur sind den Spuren der Wanderarbeiter nach Bulgarien gefolgt.
    BR, 28.07.2019
  • 20.20Heimatsound - Junge Südtiroler auf Tour
    Die Schwestern Tamara und Reinhilde Gamper sowie David Moroder bilden zusammen die Band "Cordes y Butons" und führen den Zuschauer durch ihre facettenreiche Heimat Südtirol. Ob die Musikgruppe, deren Name ladinisch ist und Saiten und Knöpfe – die zwei wichtigsten Merkmale der Bandinstrumente - bedeutet, auf der Almhütte in über 2000 Metern Höhe mit Geige, Zither und steirischer Harmonika für holländische Touristen einen Landler spielt oder im Schloss Velthurns ernstere Töne anklingen lässt, stets repräsentieren die jungen Musiker eine gelungene Mischung eines multikulturellen Lebensgefühls. Für die Südtiroler Band ist es selbstverständlich auf Deutsch, ladinisch oder italienisch zu singen, eine Vielfalt, die die Formation "Cordes y Butons" in die Welt hinaustragen will.
    BR, 11.08.2019
  • 21.21Frei wie der Wind - Unterwegs mit zwei jungen Estinnen
    Wo Bäume eine Seele haben, das Meer Land und Leute prägt und durch gemeinschaftliches Singen eine Revolution gelang - dort ist Estland. Ein BR-Team begleitet Junianna und Paula, zwei junge Estinnen, bei einem Spaziergang durch unberührte, fast mystische Wälder, bei einem Stadtbummel durch die Hauptstadt Tallinn, auf den Spuren unterschiedlicher Ethnien wie Dänen, Schweden, Polen, Russen oder Deutschen.Die deutsche Sprache scheint bei der Jugend gefragt und wird eifrig gepaukt, dafür steht Junianna stellvertretend. Für sie eröffnete sich dadurch ein Stipendium für ein Studium in München. Paula dagegen ist nach Jahren in Südamerika, Finnland und Berlin wieder nach Estland zurückgekehrt, um sich in den Dienst des Werkes des estnischen Komponisten Pärt im Arvo Pärt Centre zu stellen - mit einem Büro mitten im Wald.Überhaupt gilt Musik als wichtiges Kulturgut der Esten. Als "singende Revolution" ging der Widerstand gegen die russischen Besatzer Ende der 1980er-Jahre in die Geschichte ein, 1991 kam es dann zur Unabhängigkeit. Und der Freiheitswille der Esten zeigt sich über all die Jahrhunderte als unbezwingbar. Film von Birgit Muth
    BR, 06.10.2019
  • 22.22Ohne Grenzen? - Eine junge Deutsche in Danzig
    Nach dem Motto "Solidarität, Freiheit und Demokratie" empfängt Danzig, die geschichtsträchtige Stadt an der Ostsee, ihre Besucher. Für die 18-jährige Sophie ist ihr einjähriger Aufenthalt im Norden Polens Abenteuer und Selbsterfahrung zugleich. Als Freiwillige des Programms "Europäisches Solidaritätskorps" (European Solidarity Corps) arbeitet die Abiturientin aus Berlin ein Jahr für das Maximilian-Kolbe-Haus, Jugendbildungsstätte und Partner des Deutsch-Polnischen Jugendwerks. Die Reportage begleitet Sophie, deren Mutter ursprünglich aus Polen und deren Vater aus Deutschland stammt, bei ihrer Arbeit als Freiwillige zu Orten und Menschen, die Teil der deutsch-polnischen Geschichte sind. Da ist zum Beispiel die Begegnung von Sophie mit Dora Mross, einer 83-jährigen alten Dame, die als Kind durch die Wirren des Zweiten Weltkriegs Ende 1945 ihr Elternhaus, einen Bauernhof im Ermland, verlassen musste und als Rentnerin Mitte der 1990er-Jahre wieder an den Ort ihrer Kindheit zurückgekehrt ist. Unter dem Dach der Franziskanermönche des Maximilian-Kolbe-Hauses, das das Deutsch-Polnische Jugendwerk beherbergt, kann Sophie den Versöhnungsgedanken tagtäglich erleben. Bei den verschiedenen Exkursionen oder den geselligen Abenden des Deutsch-Polnischen Jugendwerks, wenn sich junge Deutsche und Polen eine Woche lang begegnen und sich austauschen, erfahren die Teilnehmenden oft mehr von der Geschichte und voneinander als aus Schulbüchern. Die deutsche Sprache zu erlernen, ist dabei ein wichtiger Schlüssel zur Verständigung. So ist es erklärtes Ziel von Piotr Kowalczuk, als Vizebürgermeister von Danzig verantwortlich für das Bildungswesen und die sozialen Projekte der Stadt, dass die 168 Danziger Schulen und Kindergärten die Zusammenarbeit mit deutschen Partnern in allen möglichen Bereichen verstärken. Kowalczuks Intention gleicht fast einem Plädoyer: "Dieses ist mit den Werten der Hanse verbunden. Danzig ist die Stadt der Freiheit, Solidarität, Offenheit und Gleichberechtigung. Ich bin sicher, wenn sich die jungen Deutschen und Polen tief in die Augen schauen, werden sie neue Projekte durchführen, so dass die Vergangenheit nie wiederkommt. Unsere Zukunft wird ohne Angst und auf den Partnerbedingungen gebaut. Alles im gemeinsamen Europa." Er sei stolz, dass Danzig solche Lehrer habe wie Jakub Garsta, einen Protagonisten der Reportage. Land und Leute zu erleben, dabei auch sich selbst zu entdecken, Einsamkeit und Heimweh zu überwinden und viele neue Freundschaften zu schließen: Durch den deutsch-polnischen Jugendaustausch ist in Sophie die Erkenntnis gewachsen, dass die meisten Grenzen wohl im Kopf sind.
    BR, 29.12.2019
  • 23.23Wind unter den Flügeln - Die Airbus-Pilotin
    Sie ist gerade einmal 30 Jahre alt und schon hoch hinaus gekommen: Pilotin Karin Englhardt, First Officer im Cockpit eines Lufthansa-Airbus. Mit dem Flugkapitän und dem Senior Officer teilt sie die Verantwortung für den sicheren Transport von jeweils 500 Passagieren. Frauen im Cockpit, bei Lufthansa mit 10 Prozent vertreten, sind immer noch etwas Besonderes und auf den Langstreckenflügen der A380 ohnehin.
    BR, 08.03.2020
  • 24.24Mamma Mia! Ein italienischer Familienbetrieb und die Corona-Krise
    Mit allem haben sie gerechnet, aber nicht damit, dass ein Virus einmal ihre Existenz bedrohen würde. Marco und seine Frau Luana sind seit mehr als zwanzig Jahren mit Leib und Seele in der Gastronomie tätig. Sie haben ihr Stammlokal in Augsburg, das sie seit 17 Jahren führen. Im Laufe der Jahre kamen noch weitere Restaurants in der Umgebung dazu. Inzwischen gehören sechs Restaurants und mehr als 60 Mitarbeiter zu ihrem Betrieb. Sie arbeiten wie in einer Familie, sieben Tage die Woche. Doch jetzt ist fast alles auf Halt gesetzt. Statt mit Stammgästen zu plaudern, Familienfeste zu organisieren, regiert jetzt der Mangel. Die Auftragsbücher waren so voll wie die 1000 Quadratmeter große Kühlkammer, doch Corona hat alles verändert. Für die "Europa -Reprotage" begleitet ein Fernsehteam die Mitfünfziger und ihre Angestellten, wie sie mit Mitarbeitern stapelweise Mozzarella, Gemüse, Schinken umsortieren und aussortieren. Jeder Tag, an dem die Restaurants geschlossen sind, verursachen die Mieten für die Lokale Kosten, aber die Gäste und das Geschäft bleiben aus. Doch ganz in italienischer Manier machen alle das Beste aus der Krise und versuchen wenigstens mit Lieferservice geschäftlich zu überleben.
    BR, 05.04.2020
  • 25.25Wo die Sonne aufgeht - Ein bayerischer Sizilianer aus Menfi
    Fast vierzig Jahre war der Sizilianer Giovanni Ardizzone in Bayern daheim. Er unterrichtete im Landkreis Aschaffenburg italienische Kinder, deren Eltern in Deutschland arbeiteten. Ehrenamtlich half er vielen seiner Landsleute bei Pass-Angelegenheiten, Amtsgeschäften und juristischen Auseinandersetzungen. Inzwischen lebt der "Bayer aus ganzem Herzen", wie er sich selbst nennt, in der rund 12.000 Einwohner zählenden Gemeinde Menfi im Westen von Sizilien. Einem Ort, der die Sonne als Sinnbild des eigenen Selbstverständnisses sieht. Und so schildert der pensionierte Lehrer sein Leben in verschiedenen Kulturen als Chance, das jeweils Fremde besser zu verstehen. Diese Einsichten teilt er gern mit anderen, auch aus jüngeren Generationen. Sein Motto: "Beziehungen sind alles und machen alles möglich". So eröffnen sich dem Zuschauer der Europa-Reportage Einblicke in viele dieser Beziehungen, über die sich das Leben auf Sizilien erschließt: Die Filmautorin Birgit Muth zeigt Sonnenseiten, kulturelle sowie kulinarische Highlights und Schattenseiten wie hohe Arbeitslosigkeit, Korruption und Einfluss der Mafia.
    BR, 05.07.2020
  • 26.26Abgezockt? Rumänische Erntehelfer auf deutschen Feldern
    Aus der Gemüseproduktion sind die osteuropäischen Erntehelfer nicht mehr wegzudenken. Mit ihrer schlechten Bezahlung tragen sie maßgeblich dazu bei, dass Gemüse zu niedrigeren Preisen auf den Markt kommt. Diese Reportage zeigt die Situation rumänischer Erntehelfer auf deutschen Bauernhöfen. Sie ernten Salat, Erdbeeren, Spargel: Erntehelfer aus Osteuropa sind von deutschen Feldern nicht mehr wegzudenken. Kommen sie nicht, haben die Landwirte ein Problem: Die Ernte verrottet. Besonders viele Erntehelfer kommen aus Rumänien. Doch wer sind die Menschen, die unsere Lebensmittel vom Feld holen? Wie ist ihr Leben in Rumänien? Und was ist dran an den immer lauter werdenden Vorwürfen systematischer Ausbeutung? R: Verena Fücker, Patricia Gabor, Iris Meinhardt
    BR, 19.07.2020
  • 27.27Der Traum von einem besseren Leben - Auswanderer und Rückkehrer in Kroatien
    BR, 02.08.2020
  • 28.28DDR im Rückspiegel - Erinnerungen einer Bayerin aus Sachsen
    30 Jahre Wiedervereinigung – das bedeutet für die Ärztin Monika ein halbes Leben hinter DDR-Mauern und ein halbes Leben in Bayern. Daheim in Bayern, am liebsten im Ferienhaus in Prien im Chiemgau – Monika holt die Frühstückseier bei der Biobäuerin um die Ecke, für ein Schwätzchen ist immer Zeit. Mit den Einheimischen ist die HNO-Ärztin ohnehin per Du. Zum Dorffest ist das Dirndl selbstverständlich für die gebürtige Sächsin. Anpassungsfähigkeit scheint kein Problem für sie sein. Sonst hätte die Katholikin aus dem sächsischen Pirna wohl kaum ihre spektakuläre Ausreise 1988 noch vor dem Mauerfall geschafft. Das Filmteam begleitet die Ärztin in die alte Heimat ins sächsische Pirna, begibt sich auf Spurensuche nach Monikas DDR-Geschichte mit dunklen Kapiteln ihrer Bespitzelung und Überwachung. Ein Menschenleben in zwei Welten: Tarnen und immer wachsam sein "drüben", verbunden mit einer Karriere als Vorzeige-Ärztin an der Berliner Charité. Und dann im Westen: Mit beiden Beinen fest auf bayerischem Boden, als niedergelassene HNO-Ärztin – politisch, sozial und gesellschaftlich engagiert, mit der Liebe zu Bayern und dem Motto "leben und leben lassen".
    BR, 04.10.2020
  • 29.29Bomben gegen Rom: Bayern und der "Freiheitskampf" in Südtirol
    Vor 60 Jahren erschüttern Detonationen das nächtliche Südtirol. 37 Strommasten werden in die Luft gesprengt. Trauriger Höhepunkt jahrzehntelanger Kämpfe um mehr Selbstbestimmung für die Einwohner dieser Provinz. Die selbst ernannten "Freiheitskämpfer" schrecken dabei auch vor Gewalt nicht zurück; es gibt Tote. Hilfe bekamen die Attentäter auch aus Bayern. Ein Film über den Konflikt aus bayerischer, österreichischer und italienischer Sicht. Südtirol: In der Nacht vom 11. auf den 12. Juni 1961 werden 37 Strommasten in die Luft gesprengt. Die so genannten "Feuernacht" ist trauriger Höhepunkt jahrelanger Kämpfe um mehr Selbstbestimmung der Menschen in dieser Provinz. Die "Freiheitskämpfer" - wie sie sich selbst nennen - schrecken dabei auch vor Gewalt nicht zurück. Es gibt Tote. Bis heute weitgehend unbekannt: Die Attentäter hatten Hilfe aus Bayern. "Bayern und der "Freiheitskampf": Erzählt wird der Konflikt um Südtirol aus bayerischer, österreichischer und italienischer Sicht. Der Südtiroler Siegfried Steger war als junger Mann an zahlreichen Anschlägen in Südtirol beteiligt. Der 79-Jährige sagt, Bayern sei Rückzugsort für die Aktivisten gewesen, von dort kam finanzielle Hilfe - aber auch Waffen und Sprengstoff. In Italien wurde Steger in Abwesenheit zu zwei Mal lebenslänglich verurteilt, bis heute darf er nicht zurück in die alte Heimat. Er gehörte in den 1950er- und 1960er-Jahren zu den "Pusterer Buam". So nannte man eine Gruppe von Attentätern aus dem Pustertal, die in Italien jahrelang steckbrieflich gesucht wurde. "Wir fühlten uns rechtlos und unterdrückt. Das war eine sehr schlimme Zeit", sagt ein anderer "Pusterer", Heinrich Oberleiter. Deshalb schloss er sich Ende der 1950er-Jahre dem gewaltsamen Widerstand an. Das Südtirol dieser Zeit war geprägt von der "Italienisierung". Italiener aus dem Süden wurden mit dem Versprechen nach Arbeitsplätzen und Wohnungen in den Norden gelockt. Viele deutschsprachige Südtiroler, die zusehends benachteiligt und ausgegrenzt wurden, wanderten ab, so wie Heinrich Oberleiter, der heute in Unterfranken lebt. Einblicke in die Planung und Logistik dieser "Feuernacht" gibt Herlinde Molling. Sie war im "Befreiungsausschuss Südtirol" aktiv, transportierte Sprengstoff, baute Sprengsätze - und besorgte Material in München. "Mir ging es nur um Gerechtigkeit, nicht um Volkstum." Herlinde Molling ist Österreicherin, lebt bis heute in Innsbruck. Die Teilung Tirols wurde in Österreich von vielen Menschen als willkürlich und ungerecht empfunden. Herlinde Molling spricht offen darüber, wie im Laufe der Zeit extrem rechte Kreise - auch aus Deutschland - versuchten, den Widerstand in Südtirol für eigene Zwecke zu nutzen und immer mehr Einfluss gewannen. Sie selbst geriet nie ins Visier der Behörden, spricht erst seit wenigen Jahren öffentlich über diese Bombenjahre. Als sich Ende der 1960er-Jahre eine politische Lösung für die Autonomie Südtirols abzeichnete, stellte sie ihre Aktivitäten ein.
    BR, 21.02.2021
  • 30.30Das finnische Rezept fürs Glück - Aufheizen, Abkühlen und immer die Nase vorn
    Wie machen die das bloß? In der Pandemie-Bekämpfung zeigte Finnland über Monate hinweg eine bessere Figur als die meisten anderen Länder der Europäischen Gemeinschaft. Restaurants, Geschäfte, Fitnessstudios und Friseure waren bei den Dreharbeiten zu dieser Reportage bis Anfang März geöffnet und die Kontaktbeschränkungen weit weniger strikt als in Deutschland. Und bei alledem darf sich Finnland – zum dritten Mal in Folge – auch noch als glücklichstes Land der Welt bezeichnen – zumindest laut World Happiness Report 2020. Auf den Spuren des "finnischen way of life" sucht die Reportage nach Antworten für die Spitzenreiterposition in Sachen Bildung, Digitalisierung und Gleichberechtigung - und das nicht nur wegen der 35-jährigen finnischen Ministerpräsidentin Sanna Marin. Die Autorin Birgit Muth begleitet dafür drei junge Frauen und Freundinnen, die mit ihrem jeweiligen Lebensentwurf eine Liebeserklärung an Finnland abgeben: Die 25jährige Tara, erfolgreiche Unternehmerin und Kochbuchautorin, kämpft gegen Essensverschwendung und für Nachhaltigkeit. Sie tischt den Finnen nicht nur vergessene Gemüsesorten auf, sondern rührt den Kochlöffel auch für wohlschmeckende wie verantwortliche Ernährung. Alles andere als von gestern ist auch das Bildungssystem. Taras Freundinnen, die Studentinnen Lotte und Janely zeigen, warum Lernen in Finnland nicht nur einen hohen Stellenwert hat, sondern auch Spaß macht und der Gemeinschaftsgedanke gestärkt wird. Und zum Abschluss der siebentägigen Begegnung wird das Fernsehteam doch noch von den Protagonistinnen in das Geheimnis der Finnen eingeweiht.
    BR, 04.04.2021
  • 31.31Der Hexer aus dem Entlebuch - Unterwegs mit einem Schweizer Sternekoch
    Der Schweizer Koch Stefan Wiesner, der als Poeten des Gaumens bezeichnet wird, soll über den absoluten Geschmacksinn verfügen und überrascht die Gourmet-Szene mit immer neuen Kreationen: Er serviert geräucherte Schneeflockensuppe und kocht mit Steinen, Holz und Heu. Ein Filmteam begleitete ihn durch die Landschaft seiner Luzerner Heimat, wo der Naturliebhaber, die Zutaten für seine Zauberküche sammelt.
    BR, 04.07.2021
  • 32.32Sonst bringt er uns um - Wie Frauen in der Türkei um das Überleben kämpfen
    Femizide sind ein weltweites Problem, die Zahl steigt jedes Jahr. In der Türkei wird fast jeden Tag eine Frau durch ihren Partner ermordet oder schwer verletzt. Viele Fälle werden gar nicht bekannt, die Dunkelziffer ist hoch. In unserer Reportage treffen wir auf Sabiah und Buket. Die beiden türkischen Frauen sind Überlebende eines Femizids - und bereit, für ihr Recht zu kämpfen. Doch das wird für sie nicht einfach.
    BR, 25.07.2021
  • 33.33Brünn - Die wiederentdeckte Metropole
    BR, 26.09.2021
  • 34.34Faszination Amsterdam - Wo junge Deutsche ihren Traum leben
    Amsterdam wirkt wie ein Magnet - nicht nur auf Touristen. Menschen aus 180 Nationen sind dort zuhause. Die Geschichte der diplomierten Gesangslehrerin sowie Konzertkuratorin Anna-Maria Nitschke und des Schlagzeugers und Künstlers Henning Luther ähnelt der von vielen anderen. Die beiden Deutschen kamen zum Studium der Musik ans renommierte Konservatorium von Amsterdam und blieben hängen.
    BR, 09.01.2022
  • 35.35Die Anziehungskraft Brightons - Wo der Geist der Toleranz lebt
    BR Mediathek, 14.04.2022
  • 36.36Sizilien abseits der Touristenpfade - Wo junge Freiwillige Abenteuer erleben
    BR, 05.06.2022
  • 37.37Dreckige Geschäfte mit Abfall - Deutscher Müll in Rumänien
    Rumänien ist die Müllhalde Europas: Hier landen tausende Tonnen an Müll aus anderen EU-Ländern – auch aus Deutschland. Oft wird der Müll illegal eingeführt und dann unsachgemäß entsorgt: verbrannt oder einfach irgendwo abgeladen. Bogdan Tucmeanu möchte das nicht einfach hinnehmen. Er kämpft schon seit über zehn Jahren: gegen den Gestank, gegen den Müll vor seiner Haustür. Der Müll hat ihn zum Aktivisten gemacht. Nicht heute, nicht morgen, schon gestern hätte man handeln müssen, sagt er. Immer wieder verklagt er Verantwortliche – doch die Chancen, dass sich dadurch wirklich etwas ändert, sind gering. Denn die Möglichkeiten, eine ordnungsgemäße Entsorgung zu umgehen, sind in Rumänien bisher besonders hoch. Die EU-Kommission schätzt, dass in der EU pro Jahr über 15 Mrd. Euro Gewinn mit illegaler Müllentsorgung erzielt werden. Damit gehört der illegale Handel mit Müll neben Drogen- und Menschenhandel zu den gewinnbringendsten Aktivitäten organisierter Kriminalität. Wie kann es sein, dass der illegale Handel mit Müll so lukrativ ist? Wie kommt deutscher Müll nach Rumänien? Und wer ist dafür verantwortlich? Auf der Suche nach deutschem Müll – und nach Antworten – reisen die BR-Reporterinnen Hanna Resch und Juliane Rummel nach Rumänien.
    BR, 24.07.2022
  • 38.38"Und plötzlich war es Heimat" - Deutsche und ihre Liebe zu Ungarn
    Ungarn ein Sehnsuchtsland? - zumindest für den renommierten Schriftsteller Wilhelm Droste. Seine Liebe zu Land und Leuten wurde geweckt, als der damals jugendliche Briefmarkensammler eine Marke mit einem Langläufer auf Skiern und einer ihm unbekannten Sprache entdeckte. Fortan war es sein erklärtes Ziel, dieses verwegene Land zu erkunden. Inzwischen lebt der gebürtige Sauerländer mit seiner Frau, der preisgekrönten Regisseurin Ildikó Enyedi, seit vielen Jahrzehnten in Ungarn - eine Geschichte wie aus dem Märchen. Gleichwohl hält dies den Publizisten Droste nicht davon ab, über die Politik in seiner Wahlheimat kritisch zu schreiben.
    ARD Mediathek, 15.10.2022
  • 39.39Best of: Die Magie des hohen Nordens
    Im Winter liegt ein ganz besonderer Zauber über dem hohen Norden Europas. Wenn die Polarlichter am Himmel Norwegens tanzen oder die Isländer sich an den Abenden am Kamin die Geschichten von Elfen und Trollen erzählen. Das Best of der Europareportagen nimmt den Zuschauer mit auf eine sagenhafte Reise von Island über Norwegen nach Finnland und Estland. Dort begegnet die Reporterin Birgit Muth Menschen, die ihre eigene Identität mit der Weite und Mystik ihrer nordischen Heimat verbinden. Und sie trifft auf Deutsche, die sich ihre Sehnsucht nach dem hohen Norden erfüllen konnten. So leben sie nun mit ihren Pferden auf Island oder entschlüsseln geheimnisvolle Runen in Norwegen.
    ARD Mediathek, 01.12.2022
  • 40.40Kitzbühel - Ein Winter-Märchen
    Das Magazin hat sich zum Ziel gesetzt, europäische Zusammenhänge zu erklären und dabei die farbigen Unterschiede europäischer Regionen lebendig darzustellen.
    ARD Mediathek, 16.12.2022
  • 41.41Kitzbühel - die bunte Stadt: Wo Künstler und Lebenskünstler zuhause sind
    Woher kommt der legendäre Ruf Kitzbühels? Sicherlich vom spektakulären Abfahrtsrennen auf der Streif. Bei den Planungen der Hahnenkammbahn war der größte Künstler der Stadt, Architekt und Maler Alfons Walde, wesentlich beteiligt. Auch der pastellige Farbcode der Häuser im Stadtkern Kitzbühels geht auf ihn zurück. In der Reportage trifft Birgit Muth Künstler und Lebenskünstler der Tiroler Stadt, die mit Alfons Walde die Liebe zu Kitzbühel teilen und heutzutage ihre Heimat in vielen bunten Facetten repräsentieren. Was sie alle eint, ist ihre unkonventionelle Art – ob die Brüder Bernhard mit Maler Matthias und Bildhauer Maximilian, Alm-Philosoph Wolfgang Brunner oder Glaskünstler und Extremsportler Joseph Salvenmoser. Zusammen mit den zugereisten Künstlern bilden sie den einzigartigen Kosmos "Kitzbühel".
    ARD Mediathek, 06.01.2023
  • 42.42Frischer Wind auf Mallorca - Die wahren Schätze der Insel
    Die Sehnsuchtsinsel der Deutschen bereitet sich auf einen neuen Besucherrekord in diesem Sommer vor. Gleichzeitig werden die Stimmen im Land lauter, die die wahren Schätze Mallorcas, die alten Traditionen, die Kultur und die natürliche Landwirtschaft ins Gedächtnis rufen wollen. In dieser Mission unterwegs sind Guillermo Dezcallar Ensenat, Rechtsanwalt, Kunstmäzen und Netzwerker aus alter mallorquinischer Familie sowie die deutsche Veranstaltungs- und Marketingexpertin Rita-Graciela Werner mit Wahlheimat Mallorca. BR-Reporterin Birgit Muth begleitet sie bei ihren Treffen mit Inselbewohnern, die Neues wagen und gleichzeitig mit ihrer Leidenschaft für Tradition und Kultur altes, fast verloren gegangenes Wissen wiederentdecken. Ob Bio-Weinbauer, Gutsbesitzerin oder Galerist – sie alle wollen die weltoffene Insel in eine Zukunft mit nachhaltigem Tourismus führen.
    ARD Mediathek, 07.04.2023
  • 43.43Musik grenzenlos. So farbig klingt Europa
    Bei ihren Reisen für die Europareportage begegnet Reporterin Birgit Muth immer wieder Menschen, für die Musik ihr Leben ist. Im Best of "Musik grenzenlos. So farbig klingt Europa" entlockt ein junger Highlander Inverness seiner "Fiddle", seiner Fidel beziehungsweise Violine, die spirituelle Kraft der schottischen Folkmusik. In Südtirol mischt das Trio "Cordes y Butons", die ladinischen Begriffe für Saiten und Knöpfe der Bandinstrumente, den Sound ihrer Heimat neu auf. Und junge Jazzer aus der ganzen Welt lassen in der hippen Metropole Amsterdam die kulturelle Vielfalt Europas erklingen - mit ihrer Musik, der Sprache, die jeder versteht.
    ARD Mediathek/ARD Mediathek, 26.05.2023
  • 44.44Von Europa abgehängt - Deutschlands Versagen bei der Organspende
    Thomas K. wartet seit fünf Jahren auf ein neues Herz. In Deutschland herrscht ein eklatanter Mangel an Spenderorganen. In Spanien und Österreich gibt es mehr Organspenden. In Österreich darf Toten ein Organ entnommen werden, wenn keine explizite Ablehnung vorliegt. In Deutschland ist eine Organspende nur möglich, wenn zu Lebzeiten zugestimmt wurde oder die Angehörigen zustimmen.
    BR, 30.07.2023
  • 45.45So schmeckt Europa
    Was könnte die kulturelle Vielfalt Europas besser repräsentieren als die jeweils typischen Gerichte und traditionellen Feste der verschiedenen Regionen! Ausgangspunkt der kulinarischen Reise der "Europareportage" ist das Casteller Weinfest, das fränkische Weinkultur, regionale Küche sowie Nachhaltigkeit in Wald, Wiese und Wein repräsentiert. Von Castell in Unterfranken macht Reporterin Birgit Muth Abstecher ins Elsass zu jungen Bio-Winzern, in die Schweiz zum "Hexer", einem Sternekoch, sowie nach Sizilien, wo ein waschechter Sizilianer sich nach fränkischem "Schäufele" sehnt. So unterschiedlich jeweils Land und Leute sind, gemeinsam ist den Protagonisten ihre Liebe und Leidenschaft für Flora und Fauna und ihr Engagement für Identität und Nachhaltigkeit in ihrer Heimat.
    ARD Mediathek, 08.09.2023
  • 46.46Reif für die Grüne Insel? Wenn es Deutsche nach Irland weht
    Die Freundlichkeit sowie Ungezwungenheit der Iren, ihre tiefe Verwurzelung mit ihrer Sprache, Kultur sowie der einzigartigen Natur, und gleichzeitig ihre Weltoffenheit ergeben eine sympathische Mischung. Wie viele andere Deutsche hat sich die Künstlerin und Reiseleiterin Andrea Lippert spontan in Land und Leute verliebt und beschloss, dort für immer zu leben - inzwischen seit 25 Jahren. Ein Filmteam begleitet sie durch den Wilden Westen Irlands.
    ARD Mediathek, 04.11.2023
  • 47.47Liebe in Zeiten des Krieges
    Ein jüdisch-palästinensisches Paar in Israel trotzt dem Nahost-Konflikt Es war Liebe auf den ersten Blick zwischen der Jüdin Hannah und dem Palästinenser Amer, als sie sich 1996 begegneten in einer Diskothek bei Jerusalem. Aber die junge Liebesbeziehung schien zum Scheitern verdammt inmitten des Nahost-Konflikts. Die israelische Armee ließ das Haus abreißen, in das Hannah und Amer nach ihrer Heirat gezogen waren. Sie hatten dafür keine Baugenehmigung bekommen, so wie es bei fast allen palästinensischen Gebäuden im Westjordanland der Fall war. Über das ungewöhnliche Liebespaar hatte der Bayerische Rundfunk vor 25 Jahren ausführlich berichtet. Im Mai 2023 haben Susanne Glass und ihr Kamerateam die beiden wieder getroffen, deren Leben und Liebe untrennbar mit dem andauernden Konflikt verknüpft sind. Ihre drei Kinder besuchten eine der wenigen Schulen, in denen jüdische und arabische Israelis gemeinsam unterrichtet werden. Auf der "Hand-in-Hand-Schule" in Jerusalem erlernen Kinder und Jugendliche die hebräische Sprache gleichberechtigt mit der arabischen, ebenso die jüdische und palästinensische Geschichte. Außerdem feiern sie jüdische, muslimische und christliche Feiertage gemeinsam. Und auf dieser Schule hat auch die Tochter von Hannah und Amer ihren künftigen Ehemann getroffen, der ebenfalls aus einem jüdisch-palästinensischen Elternhaus stammt. Die Reportage, gedreht wenige Monate vor dem Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 und dem darauffolgenden Krieg in Nahost, zeigt, wie überaus schwierig es für jüdische und palästinensische Israelis all die Jahre gewesen ist, in Frieden zusammenzuleben, und wie düster die Aussichten dafür künftig sind. Und trotzdem geben sie die Hoffnung nicht auf.
    ARD Mediathek, 17.11.2023
  • 48.48So schmeckt Mähren - kulturelles Erbe frisch aufgetischt
    Wer Mähren kennenlernen will, muss es "erschmecken". Dazu begibt sich die "Europa-Reportage" mit Wahl-Bayerin Katerina Steeger, frühere Biathletin, in deren alte Heimat. Katerina, die gleich nach der Wende Tschechien verließ, fühlt sich als Botschafterin einer Region, die eng mit der Liebe zur Natur und dem geschichtlichen sowie kulinarischen Erbe verbunden ist. Bei ihrem Besuch in Mähren wird tief in Kochtöpfe, Weingläser, Geheimrezepte und Herzensangelegenheiten gesehen. Und es sind Begegnungen mit Menschen, die mit frischen Projekten Mähren wieder mehr ins europäische Gedächtnis zurückbringen wollen. Ob ein ehemaliger Rechtsanwalt, der einen Biobauernhof mit fast schon ausgestorbenem Glashandwerk betreibt, junge preisgekrönte Weinmacher, Köche und Konditorinnen einer Schule, die zum kulinarischen Wettkampf in der Champagne antreten, oder das alte Adelsgeschlecht der Grafen Kinsky, die sich Nachhaltigkeit und internationale Kulturfestivals auf die Fahnen geschrieben haben.
    BR, 31.03.2024
  • 49.49Riga - Eine Stadt die Brücken baut
    Die alte Hansestadt Riga wartet mit Superlativen auf - die Stadt des Jugendstils, die Stadt der Musik und eine Stadt mit jahrhundertealter europäischer Geschichte. Die Europa-Reportage trifft Letten, die sich als Brückenbauer zwischen Vergangenheit und Moderne verstehen. So wie die junge Ilze Garda, die in Riga auch bei ihrer deutschen Großmutter Marga aufwuchs. Durch sie wurde Ilze mit deutscher Sprache und Kultur vertraut. Später erfuhr sie auch von ihren jüdischen Wurzeln. Ilze bezeichnet sich als Lettin, gleichzeitig setzt sie sich für deutsch-lettischen Austausch - besonders der Jugend - ein. Die Reportage nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit, um einzigartige Kultur und gleichzeitig Natur kennenzulernen wie beim Ausflug in die "livländische Schweiz", wo sich Naturschutzgebiet und Geschichte in einem beeindruckenden Bild vereinen. Europäische Vielfalt gibt es auch mit Rozite Ponne vom Ethnographischen Freilichtmuseum zu erleben. Sie vermittelt lettische Folklore genauso wie das deutsche Kulturerbe.
    BR, 19.05.2024
  • 50.50Schlossgeschichten und Storchenflüge: Ostpreußens Zauber
    Die Reportage führt nach Ostpreußen in das Land der alten Alleen, der blauen Seen, der Störche und Schlösser. Zusammen mit den Grafen zu Dohna und zu Eulenstein begeben sich die Reporter auf Spurensuche nach deren Familiengeschichte. Die meisten der ehemaligen Schlösser Ostpreußens im heutigen Polen sind nur mehr traurige Ruinen. Doch jeder Stein ist ein wertvolles Zeugnis der wechselvollen Geschichte der Region Ermland-Masuren. Die große Ausnahme ist Schloss Gallingen: Ein polnisches Fabrikanten-Ehepaar hat das verfallene Anwesen im Jahr 1995 gekauft und in jahrelanger Arbeit zu neuem Leben und neuer Bestimmung erweckt. Wo bis Ende des Zweiten Weltkriegs der Hochadel residierte, machen in der heutigen märchenhaften Hotelanlage polnische genauso wie deutsche oder skandinavische Gäste Urlaub. Mit den Restaurierungsarbeiten ist eine enge deutsch-polnische Freundschaft zwischen den früheren und jetzigen Schlossherren entstanden.
    BR, 23.06.2024
  • 51.51Schweiz: Seniorinnen kämpfen gegen die Schweizer Klimapolitik
    "Klimaschutz ist ein Menschenrecht", verkündete der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg am 9. April 2024. "Das ist ein Meilenstein", jubelt Rita Schirmer. Die Schweizerin und ihr Verein "KlimaSeniorinnen" hatten vor dem EGMR eine Klage gegen die Regierung der Schweiz angestrengt, da diese den Klimawandel nicht ausreichend bekämpfe. Ein historisches Urteil, auf das die Schweizer "KlimaSeniorinnen" neun Jahre hingearbeitet hatten. Rita Schirmer ist eine von inzwischen 2.400 KlimaSeniorinnen - Durchschnittsalter 75 Jahre - die sich in der Schweiz zusammengeschlossen hatten, um für eine bessere Klimapolitik zu streiten.
    BR, 30.06.2024
  • 53.53Wolkenfänger: Kampf gegen die Dürre
    Im Kampf gegen die Dürre und den Wassermangel werden in Marokko, auf den Kanarischen Inseln und im Süden von Spanien sogenannte Wolkenfänger aufgestellt. Bei dieser Nebelnetztechnologie fangen Netze, die auf Bergen stehen, Wassertropfen aus vorbeiziehenden Wolken ein und sammeln das Wasser in Zisternen für der Bewohner der Gebiete.
    BR, 28.07.2024
  • 54.54Designcity Kopenhagen - Dänemarks Hauptstadt als Eldorado für Stararchitekten und Kreative
    Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen ist ein Eldorado für Stararchitekten und Kreative. Auf unserer Design-Tour treffen wir eine Reihe kreativer Köpfe, wie den Fashiondesigner Soeren Le Schmidt, der schon für das dänische Königshaus geschneidert hat.
    BR, 11.08.2024
  • 55.55Schottlands unbekannte Ostküste - Wildes Meer & steile Klippen
    Sie sind ein Kleinod im Osten Schottlands: die Grafschaften Fife und Angus zwischen Edinburgh und Aberdeen. Leider werden sie gerne übersehen, dabei hat das sanftgrüne Hügelland an der Nordsee viel zu bieten. Einsame Felsinseln weit draußen im Meer, wildromantische Steilkippen, an denen sich die Brandung bricht, und idyllische kleine Hafenstädte voller Leben. Die NDR Reportage zeigt Menschen, die hier ihr ganzes Leben verbracht haben und ihre Geschichten erzählen: über Whisky und Räucherfisch, von Papageitauchern und geheimen Seehöhlen, vom Klippenspringen und vom harten Leben auf dem einsamsten Leuchtturm Schottlands.
    BR, 25.08.2024
  • 56.56Ærø - Die dänische Hochzeitsinsel
    Die dänische Ostseeinsel Ćrř war lange Zeit als Schmuggler- und Seefahrerinsel bekannt und berüchtigt. Noch vor 20 Jahren kehrten ihr etliche Bewohner den Rücken, um Jobs auf dem Festland zu suchen. Ihre verlassenen Häuser verfielen. Bis einige die Idee hatten, die Insel als idyllische Hochzeitslocation in der "Dänischen Südsee" zu vermarkten. Angefangen hat alles mit Yuki, Anna und Louise Badino und ihrer Familie, die verstreut auf der ganzen Welt lebten, in Japan, Ghana, den USA und Deutschland, bevor sie 2008 in ihre dänische Heimat zurückkehrten und auf der Insel Ćrř eine Hochzeitsagentur gründeten. Zu Beginn waren es ein paar Hundert heiratswillige Paare, immerhin aus der ganzen Welt. Mittlerweile haben sie für Tausende Paare eine "hyggelige" Hochzeit ausgerichtet, wie auf unzähligen Fotos von Brautpaaren, Babys und Dankeskarten aus aller Welt zu sehen ist, die auf den Wänden des Agenturbüros prangen. "Der schönste Tag im Leben" ist auf der Ostseeinsel zu einem florierenden Business geworden, von dem Floristen, Hoteliers, Gastronomen und Veranstalter direkt oder indirekt leben. Besonderes Augenmerk wird darauf gerichtet, dass fast alles rund um eine Hochzeit vor Ort produziert und arrangiert wird, vom Blumenschmuck bis zur Hochzeitstorte. Inzwischen richtet sich die dänische Willkommenskultur auf Ćrř längst nicht mehr nur an Hochzeitspaare, sondern an alle Besucherinnen und Besucher der Insel.
    ARD Mediathek, 06.09.2024
  • 57.57Verliebt in Venedig - Wo die Welt zuhause ist
    Die renommierte Schriftstellerin und Journalistin Petra Reski, im Ruhrgebiet aufgewachsen, ist seit 1991 zu Hause in Venedig - "nachdem sich ihr ein Venezianer in den Weg geworfen hat" - wie sie augenzwinkernd erzählt. Auch Designer Tom Ludwig Kelley kam wegen der Arbeit und blieb inzwischen ein Vierteljahrhundert wegen einer Professorin für Kunstgeschichte. Bei Hotelier Uwe Jenssen dagegen ist es das Leben auf dem Wasser, das in nicht mehr loslässt. Spektakuläre Einblicke von ihrem Palazzo und sensationelle Ausblicke auf den Canal Grande gibt das internationale Ex-Model und Glaskünstlerin Gaby Wagner Reporterin Birgit Muth.
    ARD Mediathek, 01.11.2024
  • 58.58Flößerei in Finnland
    In Finnland sind rund 73 Prozent der Landesfläche mit Wald bedeckt, verbunden durch 188.000 Seen. Im Grunde steht man in Finnland entweder in einem Wald oder an einem See. Viel Wald bedeutet auch viel Holz. Und eine große Holzindustrie, die die ganze Welt mit finnischem Holz beliefert. Geschlagen wird es industriell mit großen Maschinen, transportiert oft mit Lkw oder Bahn. Aber oft werden die Holzstämme nach alten Traditionen auch per Flößerei weitertransportiert. Vor allem in der Gegend um Kuhmo und Kuopio im Nordosten Finnlands. In Finnland ist das Flößen ein gängiges Transportmittel. Bis zu 400 Lkw pro Tag laden ihr Holz an einem der großen Seen ab. Die Stämme werden zu kilometerlangen Reihen zusammengestellt und mit Schleppkähnen an den jeweiligen Bestimmungsort gebracht. Vor mehr als einem halben Jahrhundert war der Holzabbau und das Flößen noch harte Handarbeit. In Kuhmo findet einmal im Jahr eine Flößertagung statt. Mit Festumzügen, Partys, einem Flößerwettbewerb und einem Flößercamp für Kinder und Jugendliche. Kristin Recke und Andreas Bell tauchen ein in die alte finnische Flößertradition, die hier an die nächste Generation weitergegeben wird und durch die finnischen Flößersportwettbewerbe einen festen Platz im modernen Finnland findet. Einer der Champions bei den Flößerwettbewerben ist Juha Julkunen.
    ARD Mediathek, 27.12.2024