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1701

Inspector Lynley & Sergeant Havers

(Lynley) 
GB, 2025–

Inspector Lynley & Sergeant Havers
Playground Entertainment/ARD Degeto
  • Platz 8361701 Fans
  • Serienwertung4 521314.11von 28 Stimmeneigene: –

"Inspector Lynley & Sergeant Havers"-Serienforum

  • Batman schrieb am 26.12.2025, 11.06 Uhr:
    habe alle vier Folgen geschaut, mir hat es gefallen, kenne weder die Bücher noch die Vorgängerserie, als Dutzendware sehe ich sie nicht, weil man das mittlerweile auf alle Serien anwenden könnte, das rad wurde auch noch nicht neu erfunden, würde mich freuen wenn mehr produziert wird ...
  • Horatio schrieb am 24.12.2025, 15.20 Uhr:
    Ich habe jetzt die ersten zwei Folgen geguckt und muss sagen: Dutzendware.
    .
    Wie die Fließbandkrimis auf der ARD »Der Barcelona Krimi«, »Der Istanbul Krimi«, »Der Bozen Krimi« etc.
    .
    Lieblos heruntergeschriebene Kriminalfälle, die von jeweils einem Ermittlerpärchen aufgeklärt werden.
    .
    Fazit: Das sind nicht Lynley und Havers. Warum hat man die Serie nicht gleich in Inspektor Lovely und Sergeant Hate-me umbenannt? 😛
    • User 1675882 schrieb am 26.12.2025, 19.31 Uhr:
      Ich muss Horatio vollumfänglich Recht geben:
      Ja, man kann die Serie anschauen. Sie reißt einen nicht vom Stuhl.
      Ja, es ist das Genre Fließbandkrimi - austauschbar, ohne bleibenden Eindruck, wie das Gesicht des Inspectors, das man sofort vergisst, wenn der Film zu Ende ist. Ganz anders als beim "Original".
      Ja, es ist lieblos gemacht.
      Das Original - wenn man es so nennen darf - war die Romanverfilmung der Bücher von Elisabeth George. Diese hat sich viel Mühe gemacht mit ihren Romanen: Personen, Schauplätze, Hintergrund der einzelnen Personen etc war vielschichtig. Die Erstverfilmung musste viele Abstriche machen, weil 1,5 Stunden viel zu wenig Zeit dafür war, aber sie haben es sichtlich versucht und sich im Wesentlichen dabei an die Vorlage gehalten: Havers war von der Autorin ausgedacht eine pummelige, kleine, unscheinbare Engländerin aus der Arbeiterklasse mit entsprechender Einstellung und es hat lange gedauert, bis die beiden zueinander gefunden haben.
      Hier aber haben wir - Überraschung! - eine attraktive, schlanke Person mit halbem Migrationshintertgrund, wie wir es bei der BBC inzwischen häufig finden: Partner/in entweder schwarz oder pakistanisch - selbst im hintersten Dorf von Yorkshire. 
      Warum diese Polizistin bisher so angeeckt hat, erschließt sich nicht und die "Versöhung" mit Lynley findet völlig unspektakulär und unmotiviert am Ende der ersten Folge statt. Stattdessen wird ein hinterlistiger Vorgesetzter als Fiesling eingeführt, den es in den Romanen auch nie gegeben hat.
      Man hätte ohne Zweifel auf die Anspielungen an die E.George-Romane verzichten können, einen Inspektor aus der Oberschicht nehmen können und eine zickige Assistentin - hätte völlig gereicht, aber man wollte wohl bewußt die Zuschauer anlocken mit dem Köder: Fortsetzung des Bisherigen. Das ist gründlich schief gegangen!
      Die Story (1.Folge) versucht originell zu sein und will offenbar mit den antiken Anspielungen an "Lewis" erinnern, was ebenfalls total in die Hose geht. An keiner Stelle findet dieses Thema beim Zuschauer (bei mir!) Interesse oder weckt Neugier. Auch die archäologische Ausgrabung ist relativ unmotiviert und nebensächlich.
      Dann mischt man noch ein wenig Drogen rein und eine völlig unmotivierte Verfolgung (auf einer Insel!). Am Schluß noch als Knalleffekt eine Handgranate. Dreimal umrühren und kurz aufkochen. Wenn Horatio das mit lieblos meint, dann hat er den Nagel genau auf den Kopf getroffen.
      Fazit: Wer zuviel Zeit hat, kann sich die Folgen anschauen und dabei einnicken. Schadet nix, hat aber mit den bekannt guten englischen Krimis der letzten Jahrzehnte nichts zu tun.
      Vielleicht reißen die nachfolgenden Folgen alles noch raus und strafen mich Lügen aber im Moment kann ich das nicht sehen.
    • Dr.Z schrieb am 27.12.2025, 12.39 Uhr:
      @..882
      Volle Zustimmung zu Ihrem gesamten Kommentar!
  • Frommi schrieb am 23.12.2025, 17.55 Uhr:
    Wohltemperierte BBC-Serie, der von dem Unterschied der beiden Ermittler lebt. Die vier Fälle aus der ersten Staffel behandeln Fälle aus dem familiären und sozialen Umfeld von Horsford (Norfolk).
    Die unterschiedliche soziale Herkunft wird nicht ständig behandelt, ist aber immer präsent. Persönliche und familiäre Dinge spielen immer wieder eine Rolle, Krimi-Zeitgeist halt.
    Wie auch bei uns ist der Trend zu regionalen Krimis zu erkennen. So lernen wir Norfolk in Ostengland kennen, das Ambiente passt.
    Die Serie arbeitet ohne Thrillereffekte und lebt durch das meist entspannte Ermitteln von Lynley und Havers, ähnlich wie in entsprechenden deutschen TV-Krimis.
    Etwas für den entspannten Krimiabend, kann man machen.