Vor der Westküste Kanadas liegt der Nationalpark Gwaii Haanas. Viele der 138 Inseln sind bedeckt von Regenwald. Dort gedeihen Baumarten wie der Riesenlebensbaum, die Hemlocktanne und die Sitkafichte. Viele seltene und bedrohte Tierarten wie Schwarzbären, Weißkopfadler und Gelbschopflund finden ihr Auskommen. Und vor den Küsten tummeln sich Orcas, Buckelwale, Robben und Seelöwen. - Götz Hanisch im Boot.
Der Bison erfüllt im Grasslands National Park eine wichtige Aufgabe, da er alte Gräser abfrisst, an deren Stelle neue Pflanzen wachsen können. Das kommt auch anderen Arten zugute wie Präriehunden, Singvögeln, Eidechsen oder Beifußhühnern.
Todd Labrador, gelernter Zimmermann und Mikmaq, hat die Arbeit an einem Kanu beendet, das er in den letzten Wochen gebaut hat. Jetzt fährt er mit ihm eine Proberunde, um es zu testen.
Im Osten Kanadas liegt der Nationalpark Kejimkujik. Sein Hauptteil liegt im Landesinneren, ein kleinerer Teil an der Atlantikküste. Im Park leben keine Menschen und es gibt kaum touristische Einrichtungen, so sind die Tiere hier noch weitgehend ungestört.
Mitte des 19. Jahrhunderts blockierte das Eis des Lowell-Gletschers den Flusslauf des Alsek - ein riesiger See entstand. Als der Gletscher sich wieder zurückzog, wurde das Tal komplett überspült. So entstanden die weitläufigen Sanddünen am Ufer des Alsek.
Da die Bisons im Grasslands National Park nicht ausreichen, um die gesamte Fläche abzugrasen, dürfen manche Viehzüchter wie Miles Anderson ihre Rinder zusätzlich dort weiden lassen.
Sumpfschildkröten gehören zu den stark gefährdeten Arten Nordamerikas. In Kanada kommen sie nur noch an den Großen Seen und hier im Park vor. Ohne den Schutz der Nester wäre der Bestand noch viel geringer.
Im Nationalpark sind die Temperaturschwankungen zwischen den Jahreszeiten extrem. Über 40 Grad im Sommer und bis zu -40 Grad im Winter. Das dichte Fell der Bisons speichert Luft und isoliert sie so vor der großen Hitze im Sommer und der Kälte im Winter.
Seit 1969 befindet sich an der Nordspitze des Parks die Forschungsstation "Nestor Two". Wissenschaftler nutzen die Station, um Feldforschung zu betreiben. Die Erkenntnisse fließen unter anderem auch in die Beratung der Regierung mit ein.