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70

Naturparadiese in Lateinamerika

(Wildest Latin America) 
NL, 2012

Naturparadiese in Lateinamerika
  • 70 Fans
  • Serienwertung0 21167noch keine Wertungeigene: –

Naturparadiese in Lateinamerika Episodenguide

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  • Zeichenerklärung: S StaffelE Episode Stream im TV

Dokumentation in 5 Teilen

  • 1.01Venezuela - Die Schätze von El Dorado
    Über die gesamte Hochebene der Gran Sabana im Süden Venezuelas gibt es die Tepuis genannten riesigen Tafelberge. Der Name des 2.810 Meter hohen Roraima-Tepui bedeutet zum Beispiel übersetzt "Mutter allen Wassers", da alle dort entspringenden Flüsse entweder in den Orinoco oder den Amazonas münden. Diese fast unberührte Landschaft Venezuelas soll den Schriftsteller Arthur Conan Doyle zu seinem Roman "Die vergessene Welt" inspiriert haben, nachdem er entsprechende Vorträge des britischen Botanikers Everard im Thurn und des Forschungsreisenden Colonel P. H. Fawcett gehört hatte. In dieser abgeschiedenen Region lebt eine einzigartige endemische Tierwelt, die sich seit mehreren Millionen Jahren von der Außenwelt isoliert entwickeln konnte. Die Pemón sind die Ureinwohner der Tepui-Ebenen. Sie leben in tiefer Verehrung für die Natur und in enger Verbindung mit ihrer Umwelt. Die Namen der Felsformationen, Wasserfälle, Stromschnellen, Seen und Flüsse sind alle in ihren Mythen verwurzelt. Ihr Glaube verbietet ihnen das Betreten der Tepuis, denn dort befindet sich für sie das Königreich der Mawari - Geisterwesen, die die Seelen der Lebenden rauben.
    arte, 24.07.2013
  • 2.02Amazonien - Ein Wald, viele Welten
    Zwei Drittel des Regenwaldes im rund sieben Millionen Quadratkilometer umfassenden Amazonasbecken bedecken 40 Prozent des brasilianischen Staatsgebietes. Das restliche Drittel verteilt sich auf insgesamt neun weitere Staaten. Die Fläche des Amazonas-Regenwaldes entspricht fast 50 Prozent aller Regenwälder weltweit, liefert 20 Prozent des Sauerstoffs und hält 20 Prozent der Süßwasserreserven der Erde bereit. Etwa 300 unterschiedliche Baumarten wachsen hier. Vielen Pflanzen des Amazonasgebietes wurde eine medizinische Wirkung nachgewiesen. Und sie sind bis jetzt Gegenstand der internationalen Arzneimittelforschung. Zahlreiche Zuflüsse speisen den insgesamt bis zu knapp 7.000 Kilometer langen Amazonas, der neben dem Nil und dem Jangtse zu den längsten Flüssen der Erde gehört. An seinen Ufern leben zahlreiche indigene Völker. Noch nahezu 70 Stämme haben keinen Kontakt zur Außenwelt. Seinen Namen hat der Fluss angeblich im 16. Jahrhundert vom spanischen Entdecker Francisco de Orellana erhalten, der den kriegerischen Frauen, die er auf seiner Rundreise durch das damals Marañon genannte Gebiet antraf, ein Denkmal habe setzen wollen.
    arte, 23.07.2013
  • 3.03Das Pantanal - Brasiliens wildes Herz
    Die europäischen Entdecker hielten das etwa 180.000 Quadratkilometer große, im Dreiländereck zwischen Brasilien, Bolivien und Paraguay gelegene Pantanal für einen riesigen Binnensee. In seinen ausgedehnten Sümpfen leben unter anderem Alligatoren, Jaguare, Anakondas und Hyazinth-Aras. In der Regensaison werden 80 Prozent der Ebenen des Pantanals überflutet. Die Vielfalt der dort vorkommenden Tiere und Pflanzen ist überwältigend. Hier leben mehr als 1.000 Vogelarten, circa 400 Fischarten, 300 Säugetierarten, 480 Reptilienarten und 9.000 Unterarten wirbelloser Tiere. Doch auch Menschen sind hier zu Hause. Das Volk der Pantaneiros lebt von Jagd, Tierzucht und dem Anbau von Maniok. Als Selbstversorger hat es keinen Kontakt zur Außenwelt. Seine Angehörigen bemühen sich seit jeher, das empfindliche ökologische Gleichgewicht der Region zu erhalten. Einer der Zuflüsse des Pantanal wird von den spektakulären Iguazú-Wasserfällen unterbrochen. Sie gehören zu den beliebtesten Touristenattraktionen der Region und befinden sich im Grenzgebiet zwischen Argentinien, Brasilien und Paraguay. Die Wassermassen stürzen in insgesamt 275 Wasserfällen auf einer Länge von rund drei Kilometern und einer Höhe von 80 Metern die Felsen hinab.
    arte, 25.07.2013
  • 4.04Die Anden - Welt in den Wolken
    Auf einer Länge von etwa 7.500 Kilometern ziehen sich die Anden entlang der Westküste Südamerikas von Feuerland bis Venezuela. Damit bilden sie die längste Bergkette der Welt. Das erdgeschichtlich eher junge Gebirge wartet mit den höchsten Gipfeln der Welt nach dem Himalaja auf. Es ist gekennzeichnet durch mehrere Vulkangebiete und bildet einen Teil des Pazifischen Feuergürtels. Die Anden bestehen aus mehreren parallelen Bergketten, den sogenannten Cordilleras. Ihre einzigartige klimatische Vielfalt reicht von Regenwäldern bis hin zu ewigen Gletschern und beherbergt eine regional stark differenzierte Tier- und Pflanzenwelt. In den Tälern der Kordilleren befinden sich menschliche Siedlungen. Das bekannteste indigene Volk der Gebirgsregion sind die legendären Inkas.
    arte, 22.07.2013
  • 5.05Patagonien - Das Ende der Welt
    Das zerklüftete rund 650.000 Quadratkilometer umfassende Patagonien ist von Bergen, Inseln, Gletschern und Eisbergen geprägt. Der Wind fegt über die menschenleere und vielgestaltige Naturlandschaft. Hier finden sich schneebedeckte Andengipfel, Eisfelder im Nationalpark "Los Glaciares" und im Osten der Region trockene Steppen. Der Perito-Moreno-Gletscher ist ein wahres Weltwunder der Natur. Im Gegensatz zu vielen anderen Gletschern schrumpft er nicht, sondern wächst sogar. Mit einer Fläche von 250 Quadratkilometern und einer Länge von 30 Kilometern ist er einer der 48 Gletscher des "Campo de Hielo Patagónico Sur", der den drittgrößten Vorrat an Süßwasser weltweit bereithält. Auch Feuerland gehört zu Patagonien. Die Inselgruppe, die eine Fläche von über 73.000 Quadratkilometern umfasst, wird durch die Magellanstraße vom Festland getrennt. Das von Seefahrern wegen heftiger Stürme gefürchtete Kap Hoorn bildet den südlichsten Punkt des zwischen Argentinien und Chile aufgeteilten Archipels. In Patagonien lebt das Volk der Mapuche. Dieses Indianervolk hat sich seine Kultur bewahrt und in den letzten Jahren durch die Forderung nach der Rückübereignung der Gebiete ihrer Vorfahren für viel Aufsehen gesorgt. Zu ihren Riten gehört das Schlagen eines "Kultrun" genannten Tamburins, auf dem ein Kreis dargestellt ist, der das Territorium des Volkes, die Himmelskörper und die vier von ihnen verehrten Gottheiten symbolisiert.
    arte, 26.07.2013