"Österreich II", "Wettlauf der Armeen (Teil 5)." In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs geht es jeder der alliierten Mächte um die Sicherung künftiger strategischer Positionen. Schauplatz dieses Wettlaufs der Armeen ist Österreich. Um die Wette laufen Briten und Sowjets bei der Besetzung der Steiermark; in Kärnten sind es die Jugoslawen, die den Briten zuvorkommen wollen; im Westen versuchen die Franzosen noch vor den Amerikanern in Vorarlberg und Tirol da zu sein; in Niederösterreich stoßen Amerikaner und Sowjets aufeinander. Doch nicht nur die Alliierten laufen um die Wette, auch über eine Million deutscher Soldaten, unter ihnen viele Österreicher, die der jugoslawischen und sowjetischen Gefangenschaft entkommen wollen. Und aus dem Balkanraum wälzt sich eine wahre Völkerwanderung nach Österreich: Ungarn, Rumänen, Kroaten, königstreue Serben, Kosaken, Wlassow-Russen, Italiener und der große Zug der Volksdeutschen aus diesem Raum.
"Österreich II", "Das Ende der Alpenfestung (Teil 4)." Auf österreichischem Boden, so glaubt man in den Hauptquartieren der Alliierten, werden Hitler und seine Armeen noch einen nachhaltigen Widerstand zu leisten versuchen - in der sogenannten "Alpenfestung". Doch als die ersten amerikanischen Soldaten die österreichische Grenze überschreiten, treffen sie kaum auf Widerstand und werden zu ihrem Erstaunen von einer Bevölkerung begrüßt, die zum Teil schon selbst ihre Befreiung eingeleitet hat. Auf die Westalliierten warten Überraschungen anderer Art: In den Salzbergwerken entdecken sie aus ganz Europa zusammengetragene und geraubte Kunstgegenstände und Gemälde; in Schlössern und auf Almen versteckt, finden sie Hermann Göring und andere NS-Größen. Die Alpen wurden nicht als Festung, wohl aber als letztes Rückzugsgebiet des Dritten Reiches genützt. Hierher flohen die Stäbe und obersten Reichsstellen, hier auch noch wurden die letzten, die modernsten und geheimsten Waffen des Dritten Reiches erzeugt. Dies alles fällt nun in die Hand der einmarschierenden Amerikaner.
"Österreich II", "Die Schlacht um Wien (Teil 2)." Die zweite Folge Hugo Portischs großer Dokumentarserie "Österreich II" schildert die Situation in Wien in den letzten Wochen vor dem Einmarsch der Roten Armee. Über Ungarn dringen sowjetische Truppen Richtung Wien vor. Flugblätter werden abgeworfen, erste Kontakte zwischen russischen Soldaten und österreichischer Zivilbevölkerung finden statt. Im Wienerwald sammeln sich die Sowjets dann zum Großangriff auf Wien. Mit Unterstützung der Artillerie brechen die ersten sowjetischen Panzer in die Wiener Vororte ein. Die Schlacht um Wien endet am 13. April 1945 mit einem Sowjetischen Sieg. Auf dem Dach der Wiener Hofburg wird die rote Fahne hochgezogen.
"?sterreich II", "?sterreichs Weg in die Welt (26)." Anfang der 1960er Jahre geht es mit ?sterreich aufw?rts. Der Schilling ist stabil, der Wiederaufbau abgeschlossen, die Vollbesch?ftigung scheint gesichert. ?sterreich erzeugt wieder ein eigenes Auto - klein aber fein - den Puch 500, gleich 43 000 St?ck davon. Und man geht auch in die Luft: Die AUA fliegt nach London und nach Graz. Die VOEST baut Hochseeschiffe. Rotwei?rot auf den Weltmeeren. So gab Hugo Portisch der 26. Folge der Dokumentarserie "?sterreich II" den Titel "?sterreichs Weg in die Welt".
Mit vielen ?berraschenden Filmdokumenten und Aussagen von Zeitzeugen f?hrt Hugo Portisch den Zuschauern aber auch vor Augen, wie schwer es f?r ?sterreich war, sich diesen Weg in eine Welt zu bahnen, die alles andere als friedlich war. Es gelingt, den US-Pr?sidenten John F. Kennedy und den sowjetischen Ministerpr?sidenten Nikita Chruschtschow zu einem Gipfeltreffen nach Wien einzuladen. Ihre Frauen, Jacky und Nina, sitzen auf goldenen Sesseln in Sch?nbrunn, w?hrend Bundespr?sident Adolf Sch?rf versucht, die Konversation zwischen ihren Gatten aufrechtzuerhalten. Aber der damals beschworene "Geist von Wien" war eher ein Ungeist. Es gab keine Ver?nderung in Wien. Chruschtschow antwortet mit dem Bau der Berliner Mauer - mit der Teilung Deutschlands f?r die n?chsten 30 Jahre. Er antwortet auch mit der Aufstellung von Atomraketen auf Kuba. Die Welt steht am Rande eines Atomkriegs.
Und in ?sterreich wei? man genau, dass die Neutralit?t an sich nicht ausreicht, um ?sterreich zu sch?tzen. Auch k?nnte das Bundesheer die Kriegsparteien am Durchmarsch durch ?sterreich nicht hindern. Eine aktive Sicherheitspolitik ist das einzig m?gliche Mittel. Das hei?t aber auch freundschaftliche Beziehungen zu m?glichst allen Nachbarstaaten. Dies ist nicht so einfach. An der Ostgrenze gibt es Mienenfelder und den Eisernen Vorhang, im S?den ein S?dtirol-Problem, das erschreckend akut wird - mit Bombenanschl?gen und Massenverhaftungen, mit einer milit?rischen Besetzung S?dtirols. Au?enminister Kreisky ruft die UNO zu Hilfe, und die UNO ruft ?sterreich. Erstmals ziehen ?sterreichische Blauhelme in den Einsatz - im Kongo - und mit ihnen zieht eine tapfere Frau.Im Bild: Die AUA fliegt nach London und nach Graz.
Der Bürgernstock am Vierwaldstätter See in der Schweiz: Außenminister Gruber ersucht hier Indiens Ministerpräsident Nehru um Vermittlung bei den Staatsvertragsverhandlungen.