„Die gute Politik im Dienste des Friedens“- unter dieses Motto hat Papst Franziskus den Weltfriedenstag 2019 gestellt. Der politische Auftrag ist „eine der höchsten Ausdrucksweisen der Nächstenliebe“ und bedeutet Sorge um die Zukunft des Lebens und des Planeten, schreibt der Papst in seiner Friedensbotschaft zum Jahresbeginn, in der er sich vorab an die Repräsentanten der Staaten und an die „Menschen guten Willens“ in aller Welt gewandt hat.
Papst Franziskus besucht am Wochenende (30./31. März) Marokko - ein Land, in dem sich mehr als 90 Prozent der Einwohner zur sunnitischen Richtung des Islam bekennen. Nur knapp 1 Prozent der Bevölkerung ist Mitglied der jüdischen Gemeinde oder einer christlichen Kirche. Doch der marokkanische König Mohammed VI. setzt auf die religiösen Minderheiten, um Frieden und Stabilität zu erhalten. Er versteht sich als Vertreter eines liberalen Islam. Auf seinen Wunsch hin ist ein Institut entstanden, in dem Christen, Juden und Muslime zusammen interreligiöse Themen erforschen. Und so dient auch die Visite des Papstes vor allem dem interreligiösen Dialog, wie schon sein Besuch in den Vereinigten Arabischen Emiraten im Januar.