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1

Amphitryon

Schauspiel von Peter HacksD, 1981

  • 1 Fan
  • Wertung0 171579noch keine Wertungeigene: -

Filminfos

Der Name und die Figur Amphitryon stehen für einen der ältesten Mythen, den Mythos von der Menschwerdung des Gottes. Und weil hier Gott Jupiter die Gestalt eines ganz bestimmten und vorhandenen Menschen annimmt, musste der ursprünglich tragische Stoff zwangsläufig zur Komödie werden. Kein Zweifel, es gab mehrere (nicht mehr erhaltene) Tragödien um die Amphitryon-Sage, bis Plautus um 200 v. Chr. - wahrscheinlich als erster, bestimmt mit unvergleichbarer Wirksamkeit - die urkomischen Elemente der Geschichte erkannte: Verwechslung und Identitätstausch. Moliére und Kleist trugen das ihre dazu bei, den Stoff immer sublimer und berühmter zu machen und so unverwüstlich, dass Giraudoux seine originelle Variante nummerierte, in der Annahme, die 38. Amphitryon-Version geschrieben zu haben. Folgt man ihm, dürfte Peter Hacks etwa die 40. Neufassung zu verdanken sein. Sie ist ihren spektakulären Vorgängern ebenbürtig. Nicht nur ihrer Form wegen - auch Hacks blieb beim fünffüßigen jambischen Vers - vielmehr wegen der neuen Akzente, die er dem Stoff gab. Im Unterschied zu ihren Prägemustern erkennt diese Alkmene bald, wer - in der dank Jupiters Omnipotenz unglaublich verlängerten Nacht - der diesmal so ungewöhnlich liebende Ehemann in Wahrheit ist, und hat deutliche Wahl zu treffen zwischen dem idealen "Mann" und ihrem Mann.
Hacks nimmt alle gleich ernst: die Götter: die es so leicht haben, das Gewünschte, das "Richtige" zu tun - und die Menschen, die uns dank ihrer Schwächen, ihrer Fehler und Hilfsbedürftigkeit so buchstäblich näher sind. Ihr Zusammentreffen gibt Gelegenheit, die typischen menschlichen Regungen zu erleben, die da heißen Neid, Schadenfreude, bloßgestellte Selbstsicherheit, und es wird so gut nachvollziehbar, was schon die homerischen Helden im Umgang mit ihren Göttern erfuhren: die Wut über ihr fatales Eingreifen, über die Machtlosigkeit, ihnen ausgeliefert zu sein. Hacks weiß dagegen ein Mittel. Es ist der andere Sosias. Nicht mehr der bloßlistige und buffoneske Sklave, sondern der Philosoph. In diesem unerschütterlichen "Weisen" ironisiert der Autor die Dialektik und den Materialismus.
Sosias macht sich durch seine Seelenruhe bei Mensch und Göttern unbeliebt und unerträglich. Diese Art und Methode des Denkens macht den Sosias - wie Merkur es nennt - unstörbar selbst für die Allmacht der Götter. Der Philosoph ist Mensch und Un-Mensch zugleich. Folgerichtig nimmt er es nicht nur hin, sondern freut sich gar am Ende darüber, in einen Hund verwandelt zu werden.
(ZDFtheaterkanal)
Daten
Länge: ca. 100 min.
Kostenlose Start- und Streambenachrichtigung:

im Fernsehen

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