Die Beelitzer Heilstätten bei Potsdam bilden die Kulisse für ein einmaliges Projekt, für den Film "Clown Gottes", der die letzen Lebenstage des legendären russischen Tänzers und Choreografen Waslaw Nijinsky (1888 - 1950) nachzeichnet. Von ihm heißt es, er habe den männlichen Tänzer "erfunden". Seine atemberaubend hohen Sprünge machten ihn zum "Gott des Tanzes". Nijinskys starb an Schizophrenie. Seit 10 Jahren verkörpert der Tänzer Gregor Seyffert Nijinsky in dem Bühnenstück "Clown Gottes" und wurde international gefeiert. Jetzt ist es auch auf Zelluloid gebannt. Doch nicht als Bühnenverfilmung, sondern ebenfalls in der Choreographie von Prof. Dietmar Seyffert als ein Experiment zwischen Tanz- und Spielfilm, mit ganz eigener Sprache und Musik. Von der Presse hoch gelobt "als Geniestreich, von atemberaubender Intensität, die gefangen nimmt". Das Solo Gregor Seyfferts in den Beelitzer Ruinen erinnert laut FAZ an Andrej Tarkowskis Film "Stalker". Der Tänzer verblüfft nicht nur mit hochakrobatischer Technik, sondern auch mit bewegender schauspielerischer Darstellung. Kammertänzer Gregor Seyffert, früher erster Solist der Komischen Oper Berlin, wurde für seine Rollengestaltung und Perfektion 1997 von der UNESCO als erster Deutscher mit dem "Prix Benois de la Dance", dem Oscar des Tanzes, ausgezeichnet, 2003 wurde er mit dem Deutschen Tanzpreis geehrt. Er leitet heute die Staatliche Ballettschule Berlin. Der weltbekannte Choreograph Prof. Dietmar Seyffert, Vater des Tänzers, ist künstlerischer Leiter für Choreographie an der Hochschule "Ernst Busch". Die Film-Regie hatte Frank Schleinstein, einst Meisterschüler von Ruth Berghaus.
(rbb)
Daten
Länge: ca. 45 min.
| Deutsche TV-Premiere | So, 08.07.2001 (WDR) |
| Originalsprache: | Deutsch |
siehe auch: Clown Gottes tanzt in Beelitz (D, 2003)
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Cast & Crew
![Gregor Seyffert]()
- Regie: Frank Schleinstein
- Musik: Jérôme Soudan
- Kamera: Thomas Zahn
- Choreographie: Dietmar Seyffert









