Connemara, ein ehemaliges keltisches Königreich an der unwirtlichen irischen Atlantikküste, wird häufig als eine der spektakulärsten Naturlandschaften der Erde beschrieben. Über Jahrhunderte war es vom Rest der Welt weitgehend abgeschnitten, wodurch die traditionelle Sprache, Kultur und das Kulturerbe erhalten blieben wie fast nirgendwo anders in Europa. Die weiten Moorlandschaften, verlorenen Täler und von der Brandung gepeitschten Küsten mögen auf den ersten Blick wenig einladend wirken - aber bei näherem Hinsehen ist Connemara eine wahre Schatztruhe an Naturgeheimnissen. Kristallklare Flüsse sind Refugien für den atlantischen Lachs und die vom Aussterben bedrohte Flussperlmuschel. Hohe Felsgratwände und weitläufige Täler bilden die Heimat und das Jagdrevier majestätisch kreisender Falken sowie einiger der beliebtesten Säugetiere Irlands, darunter der Baummarder und der Rothirsch. In den atlantischen Regenwäldern, die vor der Rodung gerettet werden konnten, klettern wieder Eichhörnchen durch die Bäume. Vor der Küste wurden in den letzten Jahren immer häufiger Schulen von Riesenhaien gesichtet, und Connemaras vorgelagerte Inseln bieten Zufluchtsorte für einige der größten Weltenbummler der Tierwelt: die Atlantiksturmtaucher, die jedes Jahr aus den Gewässern Südamerikas und der Antarktis hierher zurückkehren.
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