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Das andere Istanbul - Queeres Leben am Bosporus

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Das andere Istanbul - Queeres Leben am Bosporus

D, 2008
  • 1 Fan 
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Filminfos

Deutsche Erstausstrahlung: 17.06.2009 (TIMM)
Istanbul - eine Stadt zwischen Okzident und Orient - gilt unter Insidern als das schwule Mekka Europas. Wie vereinbart sich das mit der heutigen Türkei, die sich zwar einerseits immer schon an europäischen Lebensstilen orientiert hat, aber andererseits wieder einen deutlichen Zuwachs von religiös-konservativen Kräften erfährt?
In diesem Spannungsfeld sind die Protagonisten unseres Films angesiedelt: Schwule und Transsexuelle unterschiedlicher Ethnien und sozialer Schichten. Der Film der deutsch-türkischen Regisseurin Döndü Kilic zeigt die Auseinandersetzungen der jungen Menschen mit ihrer Homosexualität, der türkischen Staatsmacht, dem Militär, der Gesellschaft, ihren Familien - und vor allem mit sich selbst.
Einblicke in die Vielfalt türkischen schwulen Lebens
„Das andere Instanbul“ versucht einen Einblick zu geben in die Vielfalt türkischen schwulen Lebens und die Schwierigkeiten von schwuler Selbstfindung in einer überwiegend homophoben Gesellschaft, die sexuell anders Orientierte ausblendet, unterdrückt oder anfeindet. Die deutsch-türkische Regisseurin Döndü Kilic dokumentiert in ihrem auf zahlreisen Festivals weltweit gefeierten Film auch die merklichen Veränderungen: Durch die neuen Medien, die EU-Beitrittsdiskussion und eine wachsende Übernahme westeuropäischer Lebensstile bildet sich langsam eine türkische schwule Community heraus, die zunehmend selbstbewusster für ihre Rechte einsteht.
Da ist zum Beispiel Mehmet Tarhan, 28 Jahre alt, gebürtiger Kurde, der seit einigen Jahren in einem der wenigen schwulenfreundlichen Viertel von Istanbul, Cihangir, lebt. Vor zwei Jahren wurde er verhaftet und für elf Monate ins Gefängnis gesteckt, weil er es wagte, sich gegen die Militärmaschine zu stellen. Als Schwuler wäre er ausgemustert worden, hätte dazu aber ein entwürdigendes Verfahren über sich ergehen lassen müssen, um den so genannten „Fäulnisbericht“ ausgestellt zu bekommen, der ihm eine psychosexuelle Störung attestiert hätte. Seit einiger Zeit ist der Antimilitarist wieder auf freiem Fuß, allerdings ist der Haftbefehl gegen ihn nie aufgehoben worden, seine Freiheit ist permanent bedroht. Seinen Kampf führt er dennoch unverdrossen weiter.
Seit einiger Zeit ist er Galionsfigur von Lambda Istanbul, dem im Jahre 1993 gegründeten Verein für Schwule, Lesben, Bisexuelle, Transvestiten und Transsexuelle, der rund 30 Mitglieder zählt. Der Verein versucht, eine Stätte der Begegnung und des Erfahrungsaustausches zu sein, organisiert politische Demos, Happenings und Informationsabende und macht eine aktive, aufklärerische Pressearbeit. Doch nicht alle fühlen sich vom linksalternativen, stark politischen Verein Lambda Istanbul gut vertreten. Für konservative, bürgerliche oder auch nationalistische Schwule ist Lambda ein radikaler „Zeckenclub“, der sich gegen jede wirtschaftspolitische Entwicklung stemmt.
Mustafa, 24, der sich selbst als unpolitisch bezeichnet, fühlt sich nur wenig angesprochen von Lambda. Er bevorzugt die alternative Clubszene, die allerdings sehr klein ist. Es dominieren in Istanbul teure Schwulenbars und Szeneclubs - Klone des globalen Schwulenmainstream und in der Regel von Besserverdienenden besucht - sowie die Bärenszene, die vom muskulösen, behaarten Macho beherrscht wird. Mustafa leidet darunter, dass Twinks wie er als wenig attraktiv gelten.
Güney, 28, träumt von Ruhm und Ansehen und hofft, eines Tages ein „echter orientalischer männlicher Bauchtänzer“ zu sein. Bis dahin verdingt er sich als Transvestit im Pornokino, wo er gerade mal soviel verdient, um über die Runden zu kommen. Selbst in einem so bunten Viertel wie Taksim provoziert Güney allein schon durch sein weibliches Erscheinungsbild. Er will gefallen und schlüpft je nach Situation in verschiedenste Rollen. Er sagt, er sei alles: Schwuler, Transsexueller, Transvestit, fraulicher als jede Frau...
Mert, 40, wird Istanbul verlassen. Als junger Mann kam er in die Großstadt, nachdem seine Familie von seinem Schwulsein erfahren hatte. Mittellos und ohne Ausbildung, freundete er sich in der Szene mit einer Transe an, die ihn schließlich für den Transenstrich anlernte. 12 Jahre lang finanzierte er sich sein Leben durch den Strich: „Damals wurden wir mit mehr Respekt behandelt“. Seit fünf Jahren hat er nun einen festen Freund und ein geregeltes Arbeitsverhältnis. Jetzt schließt er das Kapitel Istanbul endgültig ab: „Heutzutage treiben sich nur noch Gauner, Lügner und Betrüger hier herum.“
Auch Bawer, 25, will endlich reinen Tisch machen. Der charmante, wortgewandte Lügner gesteht, seine Umwelt bislang permanent und mit Methode belogen zu haben. Gegenüber seinen Eltern gab er vor, mit seiner guten Freundin Leyla eine Beziehung zu führen. Seine Eltern begrüßten die Verbindung und bereiteten sich schon auf die Hochzeit vor. Es blieb Bawer nichts anderes übrig, als seine Trennung von Leyla zu inszenieren. „Lügt nicht! Es ist etwas ganz Schlimmes. Ich versuche, damit aufzuhören, aber ich schaffe es nicht.“
Die in Bursa lebende Transsexuelle Öykü, 30, leitet den Verein ‚Gökkusagi Bursa‘, der sich vor allem für die dort lebenden Transvestiten und Transsexuellen einsetzt. Öyküs Anliegen ist es, die gesetzliche Grundlage zu schaffen, welche ihnen Schutz vor Übergriffen, Ausgrenzung und Anfeindung bietet. Bislang ist die Polizei nicht gewillt, die Transsexuellen zu schützen, weil sie als Prostituierte gelten und keinerlei Rückhalt durch die Gesellschaft erfahren. Trotz kleiner Erfolge weiß Öykü, dass ihr Kampf gerade erst begonnen hat.
(TIMM)
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