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Die Flotte der Cäsaren
D, 2025
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Filminfos
Forscher der Universität Trier wollen mit dem Nachbau eines Handelsseglers die Seetüchtigkeit der Schiffe erkunden, die vor mehr als 2000 Jahren das Rückgrat des Imperium Romanum bildeten. Zwischen Frühling und Herbst waren im Römischen Reich Tausende Schiffe unterwegs, um Waren und Truppen zu transportieren. Lange ging man davon aus, dass sie vor allem küstennahe Routen befuhren. Das Team der Bissula kommt zu anderen Schlüssen. Bei der Bissula handelt es sich um den Nachbau eines relativ kleinen Frachters, der 25 Tonnen Zuladung erlaubte. Die größten Frachter der Römer konnten bis zu 1300 Tonnen laden und wurden vor allem für den Getreidetransport eingesetzt. Der zentimetergenaue Bau der circa 16 Meter langen und fünf Meter breiten Bissula war durch den Fund eines Wracks in der Bucht von Laurons möglich. In havarierter Seitenlage hat sich dort der Rumpf eines römischen Frachters fast 1800 Jahre unter Wasser im Schlick erhalten. Mithilfe des Nachbaus können die Wissenschaftler der Uni und Hochschule Trier erstmals die Manövrierfähigkeit und Hochseetüchtigkeit eines römerzeitlichen Schiffes in den Gewässern erforschen, die auch ihre antiken Vorbilder befuhren. Bei den Forschungen geht es nicht nur um die Eigenschaften des Schiffes, sondern auch um weitere faszinierende Aspekte der römischen Schifffahrt. Welche Routen befuhren die römischen Segler? Wo drohten Untiefen, Strömungen oder anderweitige Gefahren? Wie sah es mit der maritimen Infrastruktur an Land aus, zum Beispiel mit Häfen und Leuchttürmen? Auf ihren Testfahrten mit der Bissula und mit der Hilfe von Experten in verschiedenen Häfen vor Ort gelingt es Christoph Schäfer und Pascal Warnking, zwei Historikern und Experten für antike Seefahrt an der Universität Trier, erstaunliche Einblicke in die antike Schifffahrt zu gewinnen. Dabei stellen sich ganz nebenbei auch neue Fragen zur Historizität bestimmter Ereignisse. So könnte die berühmte Schlacht von Actium, in der Kleopatra und Marcus Antonius angeblich vor der gegnerischen Flotte unter dem Befehl von Oktavian flohen, ganz anders abgelaufen sein, als es Oktavian, der spätere Kaiser Augustus, niederschreiben ließ. "Die Flotte der Cäsaren" ist ab Mittwoch, 16. Juli 2025, in Web und App des ZDF verfügbar.
(ZDF)
Daten
Länge: ca. 50 min.
| Deutsche TV-Premiere | So, 20.07.2025 (ZDF) |
| Originalsprache: | Deutsch |
gezeigt bei: Terra X (D, 1982 – )
Kostenlose Start- und Streambenachrichtigung:
Cast & Crew
![Christian Baumann]()
- Regie: Peter Prestel
- Drehbuch: Peter Prestel
Die Flotte der Cäsaren Streams
"Die Flotte der Cäsaren" ist als Video/Stream erhältlich:
Deutsch 720p
Prime Video Zusatz-KanäleDeutsch 1080p ab € 2,99*
Einige Streaming-Daten in Zusammenarbeit mit via JustWatch.
im Fernsehen
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Bilder
Graphic Novel: Kleopatra und Marcus Antonius bereiten sich auf die Schlacht von Actium gegen die Flotte von Oktavian vor.Bild: © Wolfgang Makosch / ZDF
Graphic Novel: Lange herrschten die Karthager über das Mittelmeer. Ihre Kriegsflotte war gefürchtet. Dennoch unterlag sie im Jahr 241 vor unserer Zeit der römischen Flotte.Bild: © Wolfgang Makosch / ZDF
Graphic Novel: Der Legende nach saugte das Meeresungeheuer Charybdis dreimal am Tag Wasser ein, um es dann brüllend wieder auszustoßen. Schiffe, die in seinen Sog gerieten waren unrettbar verloren.Bild: © Wolfgang Makosch / ZDF
Computeranimation römischer Handelsschiffe. Eine ganze Flotte von kleinen und mittelgroßen Frachtseglern sorgte für den Warenverkehr über das Mittelmeer, das die Römer stolz "Mare Nostrum" – "Unser Meer" – nannten.Bild: © ZDF und Jörg Courtial
Mit nur einem Segel ausgestattet ist die Bissula längst nicht so wendig wie moderne Segelboote.Bild: © ZDF und Tobias Oberberger
Die Bissula ist mit 25 Tonnen Zuladung ein vergleichsweise kleiner Frachter. Die Superfrachter der Römer konnten bis zu 1300 Tonnen transportieren.Bild: © ZDF und Maximilian Schecker
Prof. Christoph Schäfer ist der Initiator des einmaligen Projekts. Am Morgen vor der ersten Ausfahrt auf das Mittelmeer mit der Bissula im Jachthafen von Cannes.Bild: © ZDF und Peter Prestel
Pascal Warnking ist ein passionierter Segler. Diese Expertise hilft bei den historischen Fragestellungen zur Seefahrt der Römer.Bild: © ZDF und Peter Prestel
Computeranimation: Die römischen Hafenanlagen bei Ostia an der Mündung des Tibers waren lebensnotwendig zur Versorgung der Metropole Rom. Große Hafenbecken, kilometerlange Molen und riesige Lagerhäuser (Horrea) prägten über Jahrhunderte das Bild des zentralen Hafens im Imperium Romanum.Bild: © ZDF und Jörg Courtial
Computeranimation: Der Leuchtturm von Alexandria war mit über 120 Metern Höhe eines der Sieben Weltwunder der Antike. Er verdeutlicht die Bedeutung des Hafens von Alexandria für die römische Seefahrt. Der Leuchtturm von Alexandria stand auf der Insel Pharos. Das Wort "Pharos" wurde weltweit zu einem Synonym für Leuchttürme. Von dem Bauwerk ist leider nichts erhalten.Bild: © ZDF und Jörg Courtial
Die Bissula segelt Richtung offene See. Das Verhalten des Schiffs bei unterschiedlichen Wind-, Wetter- und Wellenverhältnissen zu testen war eine zentrale Aufgabe des Forschungsprojekts.Bild: © ZDF und Tobias Oberberger
Ein Erdbeben mit anschließendem Tsunami hat den Leuchtturm von Patara im Mittelalter fast vollkommen zerstört. Doch die Bausteine blieben größtenteils erhalten. Damit glückt die 26,5 Meter hohe Rekonstruktion des Bauwerks, das Kaiser Nero einst errichten ließ.Bild: © ZDF und Peter Prestel
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