Streiche in der Schule, Spiel und Sport mit Freunden, die erste Liebe - Elfriede Schreyer, Richard Sucker, Waltraut Richard und Günter Discher haben keine unbeschwerte Jugend erlebt. Ihre Zeit im Kinderheim oder Jugend-KZ war voller Demütigungen, Schläge, Hunger und Angst um das bloße Leben geprägt. Denn viele ihrer Leidensgenossen wurden von den Nationalsozialisten in Heimen oder Vernichtungslagern ermordet. Während die Mehrheit der Kinder und Jugendlichen in den NS-Jugendorganisationen "gleichgeschaltet" wurde, hatte man diejenigen, die sich nicht in das System fügten, zu "Unwertigen" erklärt. Auch nach dem Ende der Diktatur, in der jungen Bundesrepublik, änderte sich zunächst wenig. Elfriede Schreyer blieb weiterhin im "Kalmenhof", einem sogenannten "Erziehungsheim". Als Kind mit Schreib- und Leseschwäche war sie Jahre zuvor von den Nazis dort eingewiesen worden, mit der absurden Diagnose "mittlerer Schwachsinn". So stigmatisiert verbrachte Elfriede Schreyer über 30 Jahre im "Kalmenhof". Erst 1972 erreichte eine engagierte Psychologin ihre Entlassung. Bis heute ist sie nicht angemessen dafür entschädigt worden. Auch die anderen warten vergebens auf Wiedergutmachung.
* Transparenzhinweis: Für gekennzeichnete Links erhalten wir Provisionen im Rahmen eines Affiliate-Partnerprogramms. Das bedeutet keine Mehrkosten für Käufer, unterstützt uns aber bei der Finanzierung dieser Website.
Alle Preisangaben ohne Gewähr, Preise ggf. plus Porto & Versandkosten.
Bestimmte Inhalte, die auf dieser Website angezeigt werden, stammen von Amazon. Diese Inhalte werden "wie besehen" bereitgestellt und können jederzeit geändert oder entfernt werden.