Erstmals seit hundert Jahren durchqueren wieder Großraubtiere die Dolomiten. Steinadler haben das Land der bleichen Berge, wie man die Dolomiten früher nannte, wieder unter sich aufgeteilt. In einzigartigen Flugaufnahmen verfolgt die Dokumentation ihre Paarung und beobachtet ihre bemerkenswerte Jagdtechnik. Aufgestiegen aus den Urmeeren sind die Dolomiten ein offenes Buch der Erdgeschichte. Fossile Felsküsten und Korallenriffe wurden durch Bewegungen der Erdkruste über Jahrmillionen verdichtet und von Wasser, Sonne und Eis zu Gebirgspersönlichkeiten geformt. Das legendäre rot gefärbte Alpenglühen der Gipfel begleitet durch den Jahreskreis einer von mystischen Stimmungen und Mythen geprägten Natur. Von Wasser und Eis zerfurchte Felsspitzen, leuchtende Zirben- und Lärchenwälder, markante Gebirgsstöcke erscheinen wie fossile Archipele einer versunkenen Zivilisation. Schneehase, Gams und Murmeltier haben gewitzte Ernährungsstrategien und faszinieren durch körperliche Höchstleistungen. Von ihrer Mutter verlassene Bärenkinder erobern die Passstraßen. Im September 2014 war in Cortina d'Ampezzo eine Bärenmutter zu Tode gekommen, als man versucht hatte sie einzufangen. Die Gemeinde hatte in der Folge ihre Jungen in ein geschütztes Gelände genommen; sie sollten in ihrem natürlichen Ambiente aufwachsen. Die Landesregierung hatte gefordert, dass die Verantwortung für diese Bären auf Nachbarregionen wie Südtirol, Venezien, Lombardei, Friaul, aber auch Österreich und die Schweiz aufgeteilt wird. Noch sind solche grenzüberschreitenden Projekte nicht ausgereift. Die Jungbären waren einige Monate alt, und es ist nicht sicher, ob sie es in freier Wildbahn alleine schaffen. Gleichzeitig gilt es sicherzustellen, dass die Anzahl der Bären in den Dolomiten nicht überproportional wächst.
(arte)
Die Sendereihe präsentiert populäre Naturwissenschaften in Dokumentarfilmen und -serien mit den Schwerpunkten "Tier" und "Natur".
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Im Winter ist der Fuchs von mehreren Gefahren bedroht. Nicht nur der Hunger macht ihn zu schaffen, er ist auch ideale und weit sichtbare Beute für den Beutegreifer aus der Luft: Dem Adler.
Mit seinem ausgeprägten Geruchssinn kann der Fuchs sein liebstes Beutetier – die Maus - auch unter meterhohen Schneedecken verfolgen um im geeigneten Moment zuzuschlagen.
Mitten im Winter beginnen die Steinböcke die Liebe in der Luft zu spüren. Sie flemen um nicht nur Rivalen zu erkennen sondern auch mögliche Partnerinnen.
Rangordnungen werden das ganze Jahr über ausgemacht. Ein einzelner Kampf entscheidet da noch keinen Status. Im Winter, wenn das Nahrungsangebot knapp ist und das Terrain rutschig finden nur sehr reduzierte Kämpfe statt. Niemand ist darauf aus, den anderen tödlich zu verletzen.
Der Rotfuchs ist ein omnipräsenter Gast in den Dolomiten. Man findet ihn zwischen den Weinreben genauso häufig wie auf der Jagd im Dickicht der Wälder.
Schneehasen sind gewitzte Ernährungsstrategen, erprobte Hungerkünstler und faszinieren durch ihre Höchstleistungen. Weitere Fotos erhalten Sie auf Anfrage.
Das zweite Symboltier der Dolomitensagen – das Murmeltier – liebt die luftigen Höhen der Berge. Wer keine Schweißdrüsen hat muss im Hochsommer andere Wege finden sich zu kühlen.