George Bernard Shaw war einer derjenigen, der von der Unsterblichkeit der Musik Edward Elgars überzeugt waren, und er hat sich nicht getäuscht: Denn zumindest in England ist Elgars im Jahr 1900 uraufgeführtes Oratorium "The Dream of Gerontius", oftmals auch als "englischer Parsifal" bezeichnet, nach wie vor überaus populär. Edward Elgars Komposition vereint englische Chortradition mit Wagner'schen Einflüssen. Das Oratorium basiert auf John Henry Newmans Gedicht "The Dream of Gerontius", in dem der englische Kardinal im 19. Jahrhundert seinem tiefen katholischen Glauben Ausdruck verlieh. Im ersten Teil liegt der Greis Gerontius auf dem Sterbebett und betet zu Gott. Begleitet werden seine Gebete von den Segenssprüchen eines Priesters und den Fürbitten seiner Freunde, die im Oratorium durch den Chor repräsentiert werden. Im zweiten Teil geht die Seele des Greises ins Jenseits über und trifft dort auf einen Schutzengel. Dieser begleitet den verstorbenen Gerontius auf seinem Weg durch das Jenseits. Vor allem die Hölle wird dabei sehr eindringlich geschildert. Schließlich gelangt Gerontius zu Gott, bevor er letztendlich wie alle Menschen ins Fegefeuer zurückkehren muss ... Das Konzert unter der musikalischen Leitung von Daniel Harding wartet mit großen Stimmen auf: Andrew Staples gibt einen sehr gefühlvollen Gerontius, die großartige Magdalena Kozena verkörpert den Schutzengel. John Relyea ergänzt das Duo in einer Doppelrolle als Priester und Todesengel. Unterstützt werden die Solisten vom Chor und Kinderchor des Orchestre de Paris.
(arte)
Das Konzert wurde am 21. und 22. Dezember 2017 in der Philharmonie de Paris für ARTE aufgezeichnet.
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