Angesichts der Krisen auf der Erde wendet sich der Blick auf die Besiedlung des Alls. Doch die Vision von einer Zukunft auf fernen Planeten verstellt den Blick auf eine andere Entwicklung: Schon heute dehnt die Raumfahrtindustrie ihren Einfluss im Erdorbit aus – mit Tausenden von Satelliten und im Namen einer globalen, jederzeit verfügbaren Vernetzung. Der beispiellose Ausbau der Raumfahrt bringt immer mehr Startplätze und Raketenstarts mit sich. Ganze Regionen werden dadurch verändert, Ökosysteme geschwächt und lokale Gemeinschaften unter Druck gesetzt. Von Texas über Schweden bis Chile wächst der Protest gegen diese neue Jagd nach Profit, gegen die von ihr verursachte Umweltbelastung und gegen das Paradox eines Systems, das im Namen eines möglichen "Planeten B" den einzigen bewohnbaren Planeten aufs Spiel setzt, den wir haben.
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