Marlene Dietrich ist die Witwe eines Offiziers der österreichisch-ungarischen Armee, die zur Prostituierten geworden ist. Als sich ein älterer Kunde zum Schein als feindlicher Agent ausgibt, gerät sie an den österreichischen Geheimdienst, der sie als Agentin X-27 erfolgreich auf gefährliche Mission schickt. "Ich fürchte weder Leben noch Tod!" Aber die Dietrich wird sich verlieben und am Ende erschossen werden: Sie hat einen zaristischen Spion entkommen lassen. Sternberg ist ein ungeheuer elegantes, ironisches Spiel mit der Trivialität gelungen, ganz und gar unpatriotische kinematographische Extravaganza. Der Schluss des Films gehört zu seinen verrücktesten Einfällen. Die Dietrich wird nach ihrem letzten Wunsch gefragt und antwortet: "Lassen Sie mich in der Uniform sterben, in der ich gedient habe, nicht meinem Land, aber meinen Landsleuten". Als Prostituierte gekleidet tritt sie vor das Erschießungskommando. Der junge Offizier, der das Kommando geben soll, muss ersetzt werden; angesichts der Dietrich versagen seine Nerven. Es entsteht eine Pause. Großaufnahme der Dietrich, die eher gelangweilt zum Lippenstift greift, als bereite sie sich auf ihren nächsten Kunden vor, ihren allerletzten. Vielleicht konnte wirklich nur Sternberg so eine Szene drehen, und eben nur mit der Dietrich.
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