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Artmann zum HunderterA, 2020
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Filminfos
Der Film von Gustav W. Trampitsch über den österreichischen Lyriker und Schriftsteller vergegenwärtigt den Menschen, Partner und Kollegen Artmann sowie sein Werk und dessen Wirkung. Was zuvor von manchen als vulgärer Dialekt abgetan worden war, adelte H. C. Artmann zur Kunstsprache – zur Mund-Art. Mit dem Lyrikband in kräftigem Wienerisch "Med ana schwoazzn dintn" gelang Hans Carl Artmann 1958 ein Sensationserfolg, ein Bestseller, in dem er den "Dialekt an den Wurzeln" packte, wie ein Kritiker vermerkte. Tatsächlich war der literarische Kosmos des vor 25 Jahren verstorbenen H. C. Artmann ungleich größer. Gustav W. Trampitsch schildert in seinem Porträt, wie der Dichter aus der Enge der Vorstadt aufbrach, um die Welt schreibend zu erobern. Schon das Kind H. C. träumte sich weg aus der Realität, in ein erfundenes Idyll: in das Dorf St. Achatz am Walde. Die Lust am Fabulieren, das Spiel mit dem Surrealen sollte Artmann ein Leben lang nicht loslassen. Zunächst aber wird er zur Wehrmacht eingezogen und mehrfach verwundet. Er desertiert, wird in ein Strafbataillon überstellt, entkommt seiner Hinrichtung und kann abermals fliehen. Er taucht unter und gerät in US-Kriegsgefangenschaft. Dort entstehen erste literarische Texte. Prägend sind die Nachkriegsjahre. Artmann wird Mitglied des Art Club, Epizentrum der Wiener Avantgarde und Geburtsstätte der literarischen Nachkriegsmoderne. Mit Gerhard Rühm, Friedrich Achleitner, Konrad Bayer und Oswald Wiener arbeitet er in der sogenannten Wiener Gruppe zusammen, von der er sich später distanziert. Artmann ist platzgreifend, holt weit aus. Er schreibt in den Sprachen aller Kontinente und wenn diese ihm nicht genügen, erfindet er eigene. Paris ist ihm ein wichtiger Ort der Inspiration, er beschäftigt sich mit spanischer Literatur und mittelalterlichen Balladen. Legendär ist seine Reise mit Helmut Qualtinger, Peter Turrini und Verleger Ulrich Schulenburg nach Los Angeles. Dort kommt es zum Wortgefecht mit Charles Bukowski. Und Turrini wird zu Artmanns Lebensretter, als dieser beinahe ertrinkt. Schulenburg hat für Regisseur Trampitsch sein Privatarchiv mit Filmen der US-Reise geöffnet. Auch privat ist H. C. Artmann keiner, der sich bescheidet. Fünf Kinder hatte er mit fünf Frauen. Freunde beschreiben ihn als jemanden, der die Frauen tatsächlich verehrte und liebte. Dass er Alimentationszahlungen schuldig blieb, steht auf einem anderen Blatt. Zu Wort kommen in dem filmischen Porträt u. a. die Musiker Ernst Molden und Skero, der Freund und Schwager Artmanns, Peter Rose und seine Witwe Rosa Pock-Artmann.
(ORF)
Daten
Länge: ca. 50 min.
| Originalsprache: | Deutsch |
Kostenlose Start- und Streambenachrichtigung:
Cast & Crew
- Regie: Gustav W. Trampitsch
im Fernsehen
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Bilder
HC Artmann im Wiener Artclub 1952.Bild: © ORF
Ernst Molden.Bild: © ORF/RAUM.FILM
Gerhard Ruiss (HC Artmann Preisträger).Bild: © ORF/RAUM.FILM
HC Artmann Biografin Veronika Premer.Bild: © ORF/RAUM.FILM
Ernst Molden.Bild: © ORF/RAUM.FILM
„How much, schatzi“ von HC Artmann.Bild: © ORF/RAUM.FILM
HC Artmann in Paris 1991.Bild: © ORF
Im Wiener Literaturmuseum.Bild: © ORF/RAUM.FILM
Michael Horowitz.Bild: © ORF/RAUM.FILM
HC Artmann und Otto Schenk.Bild: © ORF
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