Ein Dorf in Österreich, kurz nach 1700. Die Hexenjagden in Kontinentaleuropa treiben ihrem Höhepunkt zu. Schon die ersten Filmszenen zeigen das gesamte Ausmaß der Barbarei. Nonnen werden am Wegesrand überfallen und geschändet, vermeintlichen Sündern mal die Finger abgehackt, mal werden sie geteert und gefedert. Und zur allgemeinen Volksbelustigung findet die eine oder andere Hexenverbrennung auf dem Marktplatz statt. Albino, der ebenso skrupellose wie lüsterne und grausame Folterer und Hexenjäger verrichtet sein Handwerk mit sadistischer Freude. Er missbraucht regelmäßig Frauen und bezichtigt diese der Hexerei, sollten sie ihm nicht willig sein. Eines Tages nähert er sich der Gastwirtin Vanessa und will in ihr Dekolleté fassen, woraufhin sie ihn ins Gesicht schlägt und ihn mit einem Messer verletzt. Als sie hinauslaufen will, macht Albino seine Drohung wahr und bezichtigt sie lautstark der Teufelsanbetung und beginnt sie vor den Augen der Gäste mit einer Nadel zu foltern. Plötzlich geht die Wirtshaustür auf, und es erscheint ein junger Mann, Christian de Meron, in Begleitung eines Advokaten und eines Henkers und stellt Albino zur Rede. Während er Vanessa aus dessen Fängen vorläufig befreien kann und sie zum Schutz in die nahegelegene Burg einlädt, prügelt der Henker Wilkens mit einer Peitsche voller Freude auf Albino ein. De Meron begleitet seinen soeben im Schloss eingetroffenen Herrn, Lord Cumberland, der als Hexenjäger überall im Land Teufelswerk vermutet. Seine Ankunft im Dorf verbreitet nur Angst und Schrecken. Auch er missbraucht seine Machtstellung missbraucht er, von der optischen Erscheinung her ganz Edelmann, skrupellos. Der ihm zur Seite stehende Christian soll von ihm das blutige Handwerk der Hexenjagd und der Folter erlernen. Cumberland hält Gericht im Schloss und fertigt die der Hexerei oder der Teufelsanbetung Beschuldigten im Eiltempo ab. Das tagtägliche, blutige Handwerk überlässt Cumberland dem Folterspezialisten Wilkens. Als Vanessa, die in der Zwischenzeit von Albino erneut überfallen und ausgepeitscht wurde, vor den Richter kommt, fehlt ihre Anklageschrift. In einer Verhandlungsunterbrechung erklärt Christian seinem Herrn, dass die Anklagepunkte gefälscht seien. Doch Cumberland hält per se alle angeklagten Frauen für Hexen – ohne Ausnahme. Das brutale Foltern im Ort geht weiter, bald trifft es auch den jungen Adligen Baron Daume und Deirdre von Bergenstein, die ein uneheliches Kind geboren hat. Sie bezichtigt den Erzbischof der Vergewaltigung, aber für Cumberland ist das Kind eine Frucht des Teufels. Im Folterkeller wird Deirdre auf die Streckbank gespannt, ihre Fußsohlen werden mit glühenden Eisen gebrandmarkt. Unter unerträglichen Schmerzen gibt sie alle möglichen Dinge zu, nur nicht die, die ihr zur Last gelegt wurden. Halb tot geschlagen, zerrt man ihren malträtierten Körper erneut vor Cumberland. Doch sie bleibt weiterhin tapfer und standhaft und ist nicht bereit, sich dem Terror zu beugen. Cumberland ist außer sich und befiehlt, sie zurück in den Folterkeller zu bringen. Schließlich wird dem geschundenen Mädchen vor den Augen Cumberlands und seines angewiderten Adlatus Christian mit einer Zange die Zunge aus dem Mund gerissen. Mehr und mehr kommen Christian Zweifel an der Richtigkeit des Tuns seines Lehrmeisters angesichts der ungeheuren Brutalität, mit der Cumberland vorgeht. Längst hat sich der junge Mann in Vanessa verliebt und ist von ihrer Unschuld überzeugt. Er konfrontiert Albino, doch dieser verteidigt sein Tun. Inzwischen findet die Schändung von Deirdres Körper ihr schreckliches Ende. Aus dem Mund blutend, wird sie mittels eines Holzgerüsts über einen lodernden Scheiterhaufen gespannt und mit Seilen allmählich abgesenkt, bis ihr Körper in den Flammen verbrennt. Die Übergriffe nehmen immer groteskere Formen an. Ein umherziehender Marionettenspieler wird verhaftet, weil seine Puppen „sprechen“ und die anwesenden Inquisitoren und Folterer sich von seinem Kindertheater verspottet fühlen. Während der Puppenspieler der Wasserfolter ausgesetzt wird, vergewaltigt Cumberland dessen Frau. Baron Daume wird zusammengeschlagen und muss sich mit nacktem Hinterteil auf einen mit Eisendornen gespickten Stuhl setzen. In der Zwischenzeit verleben Christian und Vanessa seltene Momente der Zärtlichkeit und des Glücks. Nahezu eskaliert ein Streit zwischen Cumberland und Albino, als Albino dem Lord ins Gesicht sagt, dass dieser sich nur deswegen an den Folterungen der Frauen ergötze, weil er impotent sei. Daraufhin erwürgt Cumberland ihn in einem Anfall von überbordendem Zorn, Christian beobachtet dies, zieht sich in seine Kammer zurück und bricht in Tränen aus. Christian befreit Vanessa und bringt sie aus dem Schloss; als Christian auch Baron Daume befreien will, werden beide von Cumberland erwischt und in den Kerker gesperrt. Vanessa stachelt die Dorfbewohner auf, sich gegen die Willkür und die Brutalitäten der Hexenjäger aufzulehnen. Mit Mistgabeln, Sensen, Dreschflegeln und Stangen bewaffnet, stürmen sie das Schloss, in dem die meisten Folterungen begangen werden. Während im Vorhof Soldaten und Bauern aufeinander einprügeln, verrichtet Henker Wilkens nur wenig abseits weiterhin sein Werk. Er enthauptet Baron Daume und ist kurz davor, die von Cumberland vergewaltigte Frau des Marionettenspielers ebenfalls zu enthaupte, als die Meute ihn erreicht Wilkens und niedermacht. Christian, mit einer Kette an der Festungsmauer befestigt, wird befreit, ebenso alle anderen Gefangenen, nur die zwei Kinder des Marionettenspielers bleiben im geöffneten Verlies zurück, wo ihre Mutter sie wenig später findet. Während Lord Cumberland sich im letzten Moment mit einem beherzten Sprung aus einem Burgfenster retten und in einer bereitstehenden Kutsche fliehen kann, ehe ihn das Volk in die Finger bekommt, steigt Christian bei seiner Flucht aus der Burg über Leichenberge. Als er ins Freie tritt, wartet vor dem Tor der aufgebrachte Pöbel. Man schleppt Christian durch den Wald auf eine Wiese. Dort wird auch er mit spitzen Dornen zu Tode gefoltert. Seine Schreie hallen durch den Wald bis zum Schloss, wo Vanessa ihn hört. Sie eilt zu ihm, doch sie kommt zu spät.
(Dieser Text basiert auf dem Artikel Hexen bis aufs Blut gequält aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.)
Daten
Länge: ca. 97 min.
| Deutscher Kinostart | Do, 19.02.1970 |
FSK Keine Jugendfreigabe
| Originalsprache: | Deutsch |
Kostenlose Start- und Streambenachrichtigung:
Cast & Crew
![Udo Kier]()
![Herbert Fux]()
![Michael Maien]()
![Ingeborg Schöner]()
![Johannes Buzalski]()
![Olivera Katarina]()
![Gaby Fuchs]()
![Günter Clemens]()
![Doris von Danwitz]()
![Dorothea Carrera]()
![Percy Hoven]()
![Friedrich Schoenfelder]()
![Marlies Petersen]()
![Bob Gerry]()
![Reggie Nalder]()
![Adrian Hoven]()
- Deutsche Sprecher: Herbert Lom (Lord Cumberland), Renate Danz (Vanessa), Norbert Langer (Christian de Meron), Wolfgang Draeger (Baron Daume), Almut Eggert (Johanna), Hans Walter Clasen (der Advokat), Gerd Martienzen (Albino)
- Regie: Michael Armstrong, Adrian Hoven
- Drehbuch: Michael Armstrong, Adrian Hoven
- Produktion: Adrian Hoven
- Musik: Michael Holm
- Kamera: Ernst W. Kalinke
- Schnitt: Siegrun Jäger













