"Unser Afrika!": Peter Hellers Mutter, 99 Jahre alt, wuchs in Swakopmund auf, im heutigen Namibia. Ihr Vater war Beamter der Eisenbahngesellschaft und zeigte sich, vielleicht, allzu tapfer im Kampf gegen den Aufstand der Hereros. Als Filmemacher war Peter Heller unzählige Male nach Afrika gereist und hatte nach "vergessenen" deutschen Kolonialgeschichten gesucht. Namibia jedoch ließ er aus. Die frühere Heimat seiner Mutter zu besuchen, lag ihm fern. Zusammen mit ihrer Familie musste sie Afrika nach Ende des Ersten Weltkriegs verlassen und war nie mehr zurückgekehrt. Die lebendigen Erinnerungen der hochbetagten Mutter an ihre Kindheit in Afrika bewegen den Autor dazu, sich nach all den Jahren mit der Geschichte "seiner Kolonialmama" zu befassen. Es ist für ihn eine letzte Gelegenheit, mit sich und seiner Mutter ins Reine zu kommen - sich mit der Vergangenheit seiner Familie in "Deutsch-Südwest" auseinanderzusetzen. Bei seinen Recherchen findet Heller am Ende ein verstörendes Dokument, das ihn die Rolle seines Großvaters bei der Niederschlagung des Herero-Aufstands hinterfragen lässt: Kaiser Wilhelm hatte Orden verliehen, auch an ihn.
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