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Mythos DDR-Kampfgruppen

Klassenkampf nach FeierabendD, 2020
ZDF und Andreas Vennewald.
  • 2 Fans jüngerälter
  • Wertung0 123139noch keine Wertungeigene Wertung: -

Filminfos

Deutsche Erstausstrahlung: 24.05.2020 (ZDFinfo)
Mit fast 200 000 Mitgliedern sollten die Kampfgruppen der DDR eine treue Partei-Miliz sein - auch im Einsatz gegen das eigene Volk. Wie treu ergeben waren die Kampfgruppen dem Regime? 1989 gingen die Menschen in der DDR auf die Straße, um friedlich zu demonstrieren. Alte DDR-Obristen forderten den Einsatz der Kampftruppen gegen die Demonstranten. Ihre Dienstverweigerung in dieser Schicksalsstunde ist bis heute ihr größter Verdienst. Ob aus Überzeugung, wegen der Karriere oder um den Pflichten an sogenannten gesellschaftlichen Aktivitäten nachzukommen - die Gründe für die Teilnahme an den DDR-Kampfgruppen waren vielfältig. Die allmächtige Staatspartei SED versuchte, jeden männlichen Bürger zur Verteidigung zu erfassen, der nicht bei der NVA, Polizei oder den Grenztruppen als Reservist gebraucht wurde. So wurde bis zum 60. Lebensjahr der Waffen-Einsatz mehr oder weniger zur freiwilligen Pflicht. Das alles stand unter dem Motto der "Verteidigung der Errungenschaften des Arbeiter- und Bauernstaates mit der Waffe in der Hand". Die Kampfgruppen der Arbeiterklasse, so damals die offizielle Bezeichnung, verfügten nicht über die modernste Bewaffnung. Sie wären aber durchaus in der Lage gewesen, zumindest in der DDR für "Ruhe und Ordnung" zu sorgen. Geplant waren darüber hinaus auch Einsätze in der Territorialverteidigung des Landes im Falle eines Krieges an der Seite der offiziellen Streitkräfte. Zum Vorbild dieser Partei-Armee stilisierte die junge DDR die Arbeiter-Milizen aus den 1920er-Jahren, allen voran den Rotfrontkämpferbund der deutschen Kommunisten. Erstaunlich, dass es in nur drei Ländern des ehemaligen Ostblocks solche paramilitärischen Verbände gab: in der DDR, in Ungarn und in der Tschechoslowakei. Sie bildeten jeweils die Antwort auf die Freiheitsbestrebungen der Menschen in diesen Ländern, aufgestellt nach der Niederschlagung durch sowjetische Truppen. Treppenwitz der Geschichte: Die Bezeichnung "Kampfgruppen" war der Nazi-Wehrmacht und der jungen Bundeswehr entlehnt. Die Dokumentation erzählt die Geschichte dieser gewaltigen paramilitärischen Truppe.
(ZDF)

Mythos DDR-Kampfgruppen Streams

  • Mythos DDR-Kampfgruppen
    44 min.
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im Fernsehen

Bisherige Ausstrahlungstermine:
  • ZDFinfoZDFinfo30.06.202015:30 hMythos DDR-Kampfgruppen
  • ZDFinfoZDFinfo25.06.202023:30 hMythos DDR-Kampfgruppen
  • ZDFinfoZDFinfo24.05.202020:15 hMythos DDR-Kampfgruppen
Daten & Zeiten kalendarisch. Alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit.
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Bilder

  • Ehemalige Angehörige der Kampfgruppen an einer Zwillingsflak.
    Ehemalige Angehörige der Kampfgruppen an einer Zwillingsflak.
    Bild: © ZDF und Andreas Vennewald./Andreas Vennewald
  • Ehemalige Angehörige der Kampfgruppen in der Halle des Militärvereins Torgau mit dem Drehteam.
    Ehemalige Angehörige der Kampfgruppen in der Halle des Militärvereins Torgau mit dem Drehteam.
    Bild: © ZDF und Andreas Vennewald.
  • Werner Bickel (r.), ehemals Kampfgruppe Werkzeugkombinat Schmalkalden, mit seinem Enkel Mathias Bickel (l.), heute Fallschirmjäger der Bundeswehr.
    Werner Bickel (r.), ehemals Kampfgruppe Werkzeugkombinat Schmalkalden, mit seinem Enkel Mathias Bickel (l.), heute Fallschirmjäger der Bundeswehr.
    Bild: © ZDF und Andreas Vennewald./Andreas Vennewald
  • Ehemalige Angehörige der Kampfgruppen beim Militärverein Torgau am SPW 152.
    Ehemalige Angehörige der Kampfgruppen beim Militärverein Torgau am SPW 152.
    Bild: © ZDF und Andreas Vennewald.

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