ʺNovela negra - Krimis aus Lateinamerikaʺ erzählt, wie sich Romanautoren der Spannungsliteratur zugewandt haben, um die finstersten Kapitel ihres Kontinents aufzuarbeiten. Die Dokumentation porträtiert diese neue Schriftstellergeneration, die - verpackt in spannende Kriminalromane - Diktatur, Korruption, Verbrechen und Globalisierung anprangert und die jüngere Geschichte der südamerikanischen Gesellschaften auf sehr einprägsame Weise schildert. Das Kamerateam besucht renommierte Krimiautorinnen und -autoren in fünf Städten: Leonardo Padura in Havanna, Luis Sepúlveda in Santiago de Chile, Paco Ignacio Taibo II in Mexiko-Stadt, Santiago Roncagliolo in Lima, Guillermo Orsi und Claudia Piñeiro in Buenos Aires. Anhand ihrer Erzählungen und Romanfiguren lassen sich radikale zeitgeschichtliche Entwicklungen in Südamerika gut nachvollziehen. Der mit vielen Preisen ausgezeichnete Filmemacher Andreas Apostolides - selbst auch Krimiautor - geht diesem literarischen Genre auf den Grund, um Strukturen und Funktionsweise der südamerikanischen Gesellschaften besser zu verstehen. Mit den "Novelas negras" im Gepäck unternimmt diese Dokumentation eine Reise von Mexiko bis Argentinien, von Kuba über Peru bis nach Chile. Angereichert mit Archivmaterial und neuen Filmausschnitten sowie mit vielen Krimizitaten erzählt die Dokumentation von Widerstand und Überleben sowie von gesellschaftlichen Umbrüchen der vergangenen Jahrzehnte auf dem lateinamerikanischen Kontinent.
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Claudia Piñeiros Roman „Die Donnerstagswitwen“ spielt in der Wirtschaftskrise 2001 in Argentinien. Er thematisiert die Wohlstandsgesellschaft und die Krise des Kapitalismus. Ihre Geschichten spielen immer innerhalb der Mauern exklusiver Wohnanlagen.
Havanna, Kuba: Zu Sowjetzeiten nutzte die Regierung das Genre des Krimis zu Propagandazwecken. Heute schreibt der Autor Leonardo Padura für eine Generation, die von der Zukunft geträumt und sowohl ihre Träume als auch ihre Zukunft verloren hat.
Luis Sepúlveda ist ein chilenischer Schriftsteller. Als Opfer des Militärputsches wurde er unter dem Pinochet-Regime inhaftiert. Er floh später ins Exil und lebte lange Zeit in Hamburg. Seine Romanfiguren spiegeln sein eigenes turbulentes Leben wider.
Für den peruanischen Schriftsteller Santiago Roncagliolo wurde die „Novela negra“ zum Sozialroman, denn sie enthülle Dinge, die ein Land verhehlen wolle. Bücher aus diesem Genre informieren über die Zustände in einem Land.