ʺNovela negra - Krimis aus Lateinamerikaʺ erzählt, wie sich Romanautoren der Spannungsliteratur zugewandt haben, um die finstersten Kapitel ihres Kontinents aufzuarbeiten. Die Dokumentation porträtiert diese neue Schriftstellergeneration, die - verpackt in spannende Kriminalromane - Diktatur, Korruption, Verbrechen und Globalisierung anprangert und die jüngere Geschichte der südamerikanischen Gesellschaften auf sehr einprägsame Weise schildert. Das Kamerateam besucht renommierte Krimiautorinnen und -autoren in fünf Städten: Leonardo Padura in Havanna, Luis Sepúlveda in Santiago de Chile, Paco Ignacio Taibo II in Mexiko-Stadt, Santiago Roncagliolo in Lima, Guillermo Orsi und Claudia Piñeiro in Buenos Aires. Anhand ihrer Erzählungen und Romanfiguren lassen sich radikale zeitgeschichtliche Entwicklungen in Südamerika gut nachvollziehen. Der mit vielen Preisen ausgezeichnete Filmemacher Andreas Apostolides - selbst auch Krimiautor - geht diesem literarischen Genre auf den Grund, um Strukturen und Funktionsweise der südamerikanischen Gesellschaften besser zu verstehen. Mit den "Novelas negras" im Gepäck unternimmt diese Dokumentation eine Reise von Mexiko bis Argentinien, von Kuba über Peru bis nach Chile. Angereichert mit Archivmaterial und neuen Filmausschnitten sowie mit vielen Krimizitaten erzählt die Dokumentation von Widerstand und Überleben sowie von gesellschaftlichen Umbrüchen der vergangenen Jahrzehnte auf dem lateinamerikanischen Kontinent.
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