Wenn die Erde ihre Spannung entlädt, brechen Städte auseinander, Küsten verschwinden im Meer, Feuer, Tsunamis und Erdrutsche verwandeln ganze Regionen in Trümmerlandschaften. Zurück bleiben Verletzte, Tote, Millionen Obdachlose - und das Gefühl absoluter Ohnmacht. Erdbeben erinnern uns an die Ungezähmtheit dieses Planeten. Ein Grollen aus der Tiefe, das sagt: Ihr seid Gäste, nicht Erbauer. Seit Jahrzehnten versuchen Forschende, diese Extrembeben zu verstehen. Mit Hightech, Simulationen und Frühwarnsystemen. Doch trotz aller Fortschritte bleibt eine bittere Gewissheit: Erdbeben lassen sich nicht vorhersagen - und womöglich nie beherrschen. Der Moment, in dem der Boden reißt, kommt ohne Warnung. Dann zählt jede Sekunde. Menschen gehen unterschiedlich mit dieser Bedrohung um. In Japan setzt man auf kollektive Disziplin: Katastrophenschutzübungen von Kindesbeinen an, erdbebensichere Architektur, Warnsysteme, die wertvolle Sekunden Vorsprung verschaffen. In den USA vertrauen viele auf individuelle Vorsorge und Rückzugsorte. In Neapel, wo die Erde täglich bebt, bleibt im Zweifel oft nur der Glaube. Doch so verschieden die Strategien sind - sie alle stoßen an ihre Grenzen. Denn ein einziges Superbeben genügt, um Fortschritt, Sicherheit und Gewissheiten in Staub zu verwandeln. Der Dokumentarfilm nähert sich dem Phänomen der Superbeben aus menschlicher Perspektive - und verbindet persönliche Schicksale mit den wissenschaftlichen Hintergründen eines der gefährlichsten Naturereignisse unserer Welt.
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Am 18. April 1906 verwüsteten die Folgen eines Erdbebens der Stärke 7,8 die Metropole San Francisco und die umliegenden Orte. Das Ereignis gilt als eine der schlimmsten Naturkatastrophen in der Geschichte der USA.
Das Erdbeben von Kōbe 1995 markiert ein nationales Trauma. Am größten Erdbebensimulator der Welt wird seitdem studiert, wie Häuser gebaut werden können, um starken Erdbeben standzuhalten.
Japan setzt auf Zivilschutz. In den Schulen finden regelmäßige Katastrophenschutzübungen statt, um die Menschen von Kindesalter an auf die drohenden Naturkatastrophen vorzubereiten.
Am Wallace Creek in Kalifornien ist die Bruchkante der San-Andreas-Verwerfung deutlich sichtbar. Hier treffen zwei tektonische Platten aufeinander und es treten oft Erdbeben auf.