Eingebettet zwischen den Karpaten liegt Transsilvanien. Eine Region, die nicht nur durch ihre endlosen Wälder und fast unberührte Natur beeindruckt: In Städten wie Sighisoara und Biertan erinnern imposante Wehrkirchen daran, dass Transsilvanien auch Siebenbürgen genannt wird und vor allem durch die deutsche Kultur geprägt wurde. Der Film porträtiert unter anderem zwei Siebenbürger Sachsen, die mit dem Wissen ihrer Vorfahren und teils uralten Werkzeugen ihr Haus renovieren. Hoch im Norden, nahe der Grenze zur Ukraine, liegt die Region Maramuresch. Im Städtchen Sapanta befindet sich der sogenannte Fröhliche Friedhof, ein Kulturgut der Rumänen in dieser Region. Er ist einzigartig auf der Welt, hier können die Besucher wie in einem offenen Buch über das Leben der Verstorbenen des Dorfes lesen. Denn jedes Holzkreuz erzählt auch die Geschichte des Toten, ehrlich und unverblümt. Dumitru Pop ist der Dorfchronist. Er schnitzt und bemalt die Kreuze und er allein bestimmt, welche Anekdote an den Toten erinnern soll. Seine Mission: die Sicht der Menschen auf den Tod verändern. Auf dem Pferdemarkt von Gilau trifft sich die nach den Ungarn zweitgrößte ethnische Minderheit des Landes: die Roma. Der Pferdehandel gehört seit Jahrhunderten zu den angesehensten Berufen der Roma. Deswegen ist der Markt nicht nur pompöse Verkaufsshow, sondern auch eine Art Familientreffen. Für den Pferdehändler Costell und den Roma-Boss und Veranstalter des Marktes Pufi Moldovan geht es an diesem Tag nicht nur um viel Geld, sondern auch um Ruhm und Ehre.
(NDR)
Daten
Weiterer Titel: Mystisches Transsilvanien - Land der Wälder und Traditionen
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Das Dorf Biertan im Süden von Transsilvanien beherbergt eine der größten und eindrucksvollsten mittelalterlichen Festungen in Siebenbürgen. Die imposante Wehrkirche, erbaut von den Siebenbürger Sachsen, war die einzige Möglichkeit, die Einwohner vor den Angriffen der Türken und Mongolen zu schützen.
Transsilvanien bedeutet ‚Jenseits der Wälder‘. Hoch oben in den Karpaten leben nur wenige Menschen, mit und von der Natur. Klingt romantisch, ist aber auch hart.
Durch verwinkelte Gassen über mittelalterliches Pflaster wandert man durch die wunderschöne Altstadt von Sighișoara, auf Deutsch auch Schäßburg genannt.
Zwei Pferdehändler warten auf Kundschaft. Pferdehandel gehört zu den ältesten und angesehensten Berufen der Roma, der größten ethnischen Minderheit in Rumänien.
Dumitru Pop fertigt individuelle Holzkreuze für die Verstorbenen seines Dorfes. Jedes Kreuz erzählt die Lebensgeschichte des Toten – im Guten wie im Bösen.