49 tlg. US Familienserie von Jay Presson Allen ("Family"; 1976-1980).
Familie Lawrence gehört zur oberen Mittelschicht. Vater Doug (James Broderick) ist Anwalt, Mutter Kate (Sada Thompson) Hausfrau und Mutter. Tochter Nancy (Elayne Heilveil; ab Folge 7: Meredith Baxter-Birney) war eigentlich schon verheiratet und aus dem Haus, doch dann wird sie von ihrem Mann Jeff Maitland (John Rubinstein) betrogen, verlässt ihn, kommt zur Familie zurück und zieht mit ihrem Baby Timmy (Michael David Schackelford) ins Gästehaus. Die anderen Lawrence-Kinder sind der 17-jährige Willie (Gary Frank) und seine vier Jahre jüngere Schwester Letitia, genannt Buddy (Kristy McNichol). Es passiert, was jeder Familie in ihrem ganz normalen Alltag widerfährt: Teenager Willie erlebt seine erste Liebe, mit einer verheirateten Frau, und heiratet dann ein Mädchen, das unheilbar krank ist; Buddy brennt durch und kommt zurück; Kate erkrankt an Brustkrebs, Doug erblindet, beide werden geheilt und adoptieren das Waisenkind Annie (Quinn Cummings). Und wer das nicht für das wahre Leben hält, hat nie Unsere kleine Farm gesehen.
Die Produzenten der Serie (darunter Aaron Spelling, Edward Zwick und Leonard Goldberg) mussten einige Jahre mit der Idee hausieren gehen - den US Sendern erschien die Serienfamilie zu gut erzogen, zu gut gekleidet, zu lebensnah (!) und überhaupt zu gut fürs Fernsehen. Schließlich entschloss sich ABC doch, den Versuch zu wagen.
Der Vater des John-Maitland-Darstellers John Rubinstein war der Pianist Arthur Rubinstein, und auch der Sohn schien musikalisch begabt. Er schrieb die Titelmusik zur Serie.
Die Folgen waren jeweils eine Stunde lang und liefen im regionalen Vorabendprogramm. Die ARD zeigte zwar Anfang und Ende der eigentlich 86 tlg. Serie, übersprang dazwischen aber knapp die Hälfte der Folgen.