1987-1995. "Nichts sticht besser". Jugendmagazin von Frauke Klinkers, Juliane Rossius und Meyen Wachholz mit Berichten, Sketchen und selbst gedrehten Videos, jeweils zu einem Thema.
Moskito war eines der profiliertesten Jugendmagazine im deutschen Fernsehen. Es war unmoderiert, ließ vor allem die Jugendlichen selbst zu Wort kommen und mischte bewegende, ernste und aufrüttelnde Beiträge mit Ironie, Slapstick und Provokationen, war relevant, widersprüchlich und unterhaltsam. "Aufmüpfig, aber mit Charme" wollte die Sendung sein.
Ihr Themenspektrum reichte von Akne über erste Liebe, Sexualität, Kunst und Politik bis zum Tod. Zum Thema "Das Geschäft mit der Sexualität" z. B. kamen drei Mädchen zu Wort, die an der Wahl zur "Miss Filmfest" in der Disco "Big Eden" teilnahmen, Jungen und Mädchen philosophierten über die geschlechtsspezifischen Unterschiede beim Umgang mit Pornoheften und filmen, und die junge Besitzerin eines Kondomladens, ein Stricher und eine ehemals drogensüchtige Prostituierte wurden vorgestellt. Zu vielen Themen wurden eigene Musikvideos gedreht, die - ebenso wie kurze Sketche - einen nichtintellektuellen Zugang zu den Themen ermöglichen sollten.
Moskito wurde u. a. mit dem Prix Jeunesse, dem Robert-Geisendörfer-Preis und dem Grimme-Preis (Letzterer mit Silber für eine Sendung zum Thema "Sexualität" 1990) ausgezeichnet. Das Magazin lief in 45 Minuten Länge zunächst mittwochnachmittags, ab 1990 sonntagnachmittags. Dann entschied die ARD, anstelle des Jugendsendeplatzes um diese Zeit lieber Spielfilme zu zeigen. Und auch an allen Ausweichterminen.