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Im Sommer 2016 kommt der 13jährige Anwar mit seiner Familie in Deutschland an. Zusammen mit seinen Eltern und Geschwistern war er vor dem Krieg in seiner Heimat Syrien geflohen. Nach vierjährigem Aufenthalt in einem Flüchtlingslager in der Türkei erreichte die Familie Berlin: Anwar, seine drei Brüder und zwei Schwestern. Nachdem die Familie das erste halbe Jahr in Berlin gelebt, dort aber keine dauerhafte Bleibe gefunden hat, zieht sie in die bayerische Kleinstadt Marktoberdorf. Hier findet sie endlich eine eigene Wohnung. Anwar lebt sich in dem kleinen Ort schnell ein. Er muss nicht mehr so oft an Syrien denken und an den Krieg. Der Familie geht es insgesamt wieder viel besser und sie ist inzwischen noch größer geworden. Anwar hat einen neuen Bruder bekommen: Isaac. Schon im kommenden Jahr soll Anwar seinen Hauptschulabschluss machen und eine Ausbildung beginnen. Während die anderen in seiner Klasse recht genau wissen, in welche berufliche Richtung sie gehen wollen, ist Anwar orientierungslos. Die Vielfalt der Möglichkeiten überfordert ihn. Doch er kann auf die Unterstützung seines Vaters und seines Klassenlehrers vertrauen. Beide machen ihm deutlich, dass er sein Leben selbst in die Hand nehmen, Dinge ausprobieren und mutiger sein muss. Mit neuer Zuversicht beginnt Anwar ein Berufspraktikum. Die Arbeit macht ihm Spaß, aber er stellt fest, dass er noch mehr Berufe ausprobieren möchte, bevor er sich endgültig für einen entscheidet. Zur gleichen Zeit plant seine Klasse eine Fahrt ins Schullandheim. Für Anwar ist das noch aufregender als für die Klassenkameraden. Denn er war noch nie von seiner Familie getrennt und muss sich einer weiteren Herausforderung stellen: Er kann nicht schwimmen und hat Angst vor tiefem Wasser. Damit er nicht als Einziger vom Beckenrand aus den anderen zusehen muss, nimmt Anwar das Problem in die Hand und beginnt wenige Wochen vor der Klassenfahrt einen Schwimmkurs.
(KiKA)
Länge: ca. 25 min.