Folgeninhalt
(1): Polen: Nach dem Nobelpreis ist vor dem Schauerroman In ihrem vor wenigen Jahren erschienenen Roman "Empusion" beschäftigt sich die polnische Schriftstellerin Olga Tokarczuk mit dem Übernatürlichen. Die Literaturnobelpreisträgerin aus dem Jahr 2018 taucht ihre Heimatregion Niederschlesien im Westen Polens in eine Schaueratmosphäre mit Monstern der etwas anderen Art. In jedem noch so kleinen Wäldchen verstecken sich weibliche Spukgestalten, die sogenannten Empusen, die zu den Erzählerinnen der Geschichte werden. (2): Madagaskar: eine Königin wie keine andere Es lebte einst eine Königin, deren Gesicht niemand kannte. Auch auf keinem zeitgenössischen Porträt wurde Ranavalona I. abgebildet. Und das, obwohl die autoritäre Herrscherin Madagaskar ab 1828 mehr als dreißig Jahre lang regierte. Als erste Frau an der Spitze der madagassischen Regierung trieb sie die Entwicklung ihres Landes voran und stemmte sich gleichzeitig gegen Frankreich und England, die es auf die Ressourcen der Insel abgesehen hatten. Die beiden europäischen Supermächte brachten ihr den Ruf einer abergläubischen Tyrannin ein, der sich bis heute gehalten hat. (3): Frankreich: Rogers Kürbissuppe Im Pariser Vorort Nanterre bereitet Roger auf seinem Bauernhof eine herbstliche Suppe zu. Dafür erwärmt der Disco-Liebhaber zunächst sein eingewecktes Kürbismus mit Salz, Zucker, Muskatnuss und Rohmilch. Seine Kürbissuppe serviert er mit einer Salatkreation aus dreißig verschiedenen Blättern und Samen aus dem eigenen Garten. (4): Deutschland: Ohren zu und durch! Berlin ist nicht für seinen Lärm bekannt. Es gibt jedoch einen Ort in der deutschen Hauptstadt, an dem trotz Elektroautos und Fahrrädern keine Ruhe einkehrt: der Potsdamer Platz. Die Lärmbelästigung ist hier kein neues Problem: Bereits im 20. Jahrhundert gab es einen Mann, der sich zum Ziel gesetzt hatte, sie zu beseitigen.
(arte)
Länge: ca. 38 min.





