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Paul Nizon wird 1929 in Bern geboren. Er studiert Kunstgeschichte in Bern und München, promoviert mit einer Arbeit über Vincent van Gogh und arbeitet drei Jahre lang als Assistent im Historischen Museum in Bern. 1959 erscheint der Kurzprosaband "Die gleitenden Plätze", dem die Kritiker große Aufmerksamkeit schenken. Das Jahr 1960 verbringt er am Schweizer Institut in Rom. In dieser Stadt findet er auch das nötige Material für sein 1963 erscheinendes Werk "Canto". Nach seinem Romaufenthalt kehrt Nizon in seine Schweizer Heimat zurück, wo er in Zürich ein Jahr lang als leitender Kunstkritiker der "Neuen Züricher Zeitung" tätig ist und sich danach als Kunstkritiker selbständig macht. Er übt diesen Beruf bis 1972 aus. Während dieser Zeit veröffentlicht er "Diskurs in der Enge" (1970), eine Lästerschrift über die Schweizer Kulturlandschaft, sowie "Im Hause enden die Geschichten" (1971), das der Autor selbst als Ansammlung an Material über die Kindheit bezeichnet, aus dem man einen Roman machen kann. 1972 erscheint "Untertauchen", ein Bericht über ein Abenteuer in Barcelona, und 1975 "Stolz", das von den Kritikern gerne mit Goethes Werther oder Büchners Lenz verglichen wird. Nach langen Reisen durch den Fernen Osten und Amerika lässt sich Paul Nizon im Jahr 1977 schließlich in Paris nieder. Er lebt in der kleinen Wohnung im Künstlerviertel Montmartre, die er in "Das Jahr der Liebe" (1981) beschreibt. 1983 erscheint der Prosa- und Essayband "Aber wo ist das Leben", 1984 nimmt Nizon eine Gastdozentur an der Johann Wolfgang Goethe-Universität von Frankfurt am Main an, wo er eine Vortragsreihe über seine Poetik hält. Die daraus hervorgehenden Überlegungen sind in dem Bändchen "Am Schreiben gehen, Frankfurter Vorlesungen" (1985) festgehalten. 1989 erscheint "Im Bauch des Wals. Caprichos", 1991 wird die Neuausgabe des Goya-Buchs in Frankreich in fünf Sprachen gleichzeitig veröffentlicht. Der Sammelband "Über den Tag und durch die Jahre" enthält Essays, Nachrichten und Depeschen aus den Jahren 1960 bis 1990 und erscheint wie alle Werke des Schriftstellers beim Suhrkamp Verlag. 1998 erscheint Paul Nizons Buch "Hund. Beichte am Mittag". Nizon ist Träger zahlreicher Literaturpreise und trägt in Frankreich unter anderem die Würde eines "Chevalier" des "Ordre des Arts et des Lettres".
(arte)
Länge: ca. 52 min.


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