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Der 1933 in Bengal (Indien) geborene Wirtschaftswissenschaftler Amartya Sen wurde für seine Forschungen über die "Wohlfahrt" von Gesellschaften mehrfach ausgezeichnet, unter anderem erhielt er 1998 den Nobelpreis für Wirtschaft, und 1999 wurde ihm der höchste zivile Staatsorden Indiens, der Bharat Ratna, verliehen. Sen hat einen Lehrstuhl an der Harvard-Universität inne und unterrichtet an verschiedenen Universitäten in Indien und Europa. Bahnbrechend sind seine Forschungen zur Interdependenz von Wirtschaft und individueller Freiheit beziehungsweise Demokratie und zur Armutsbekämpfung. So sieht er die Ursachen für die Hungersnöte nicht nur in Geldmangel und katastrophalen Versorgungsdefiziten, sondern beschreibt äußerst nuanciert die sozioökonomischen Faktoren, die die Armut zementieren beziehungsweise relativieren können. Dennoch ist Sen kein Verfechter des "aktiven Staates". Neben theoretischen Konzepten entwickelte Sen auch empirische Maße zur Bewertung der Wohlfahrt eines Landes im internationalen Vergleich. So sind die von der UNO verwendeten Wohlfahrtsindikatoren maßgeblich von Sen beeinflusst. Amartya Sen hat zahlreiche Bücher veröffentlich, unter anderem "Ökonomie für den Menschen" (2002); "Der Lebensstandard" (2000); "Ökonomische Ungleichheit" (1975); "Human Capital and Human Capability" (2005); "Development as Capability Expansion" (2005); "Open and Closed Impartiality" (2005); "Commodities and Capabilities" (1987); "On Ethics and Economics" (1987); "Poverty and Famines: An Essay on Entitlements and Deprivation" (1982).
(arte)
Länge: ca. 60 min.


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