Folgeninhalt
Jana (14) liebt Musik über alles. Sie besucht für ihr Leben gern Konzerte. Dann stellt sie sich in die Nähe der Lautsprecher, wo sie die Vibration der Bässe auf ihrem Körper spüren kann. Sie mag es rhythmisch und laut. Unbeschwert das Konzert genießen, kann Jana erst, wenn auf der Bühne neben der Band jemand steht, der sich zur Musik bewegt und die Liedtexte in Gebärdensprache übersetzt. Denn Jana ist gehörlos. Sie spürt die Musik vor allem über die Schallwellen auf ihrem Körper und über die Vibration des Bodens. Einen Teil nimmt sie auch über ihre Hörgeräte wahr. Aber erst durch die sogenannte "Deaf Performance" verbinden sich diese Eindrücke für Jana zu einem mitreißenden Konzerterlebnis. Deaf Performence ist mehr als Liedtexte in Gebärdensprache zu übersetzen. Sie ist eine Kunstform, in der Musik durch Bewegung, Körpersprache und Mimik sichtbar gemacht wird. Jana ist überzeugt: "Jeder Mensch hat das Recht, Musik zu genießen." Deshalb ist ihr Ziel, selbst Deaf Performerin zu werden. Der Film begleitet Jana bei den Vorbereitungen zu einem Auftritt, der ihr besonders am Herzen liegt. Ausgerechnet die Band Loop Roots hat sie eingeladen, auf ihrem Konzert zu performen. Die Band spielt genau die Musik, die Jana liebt: Hip-Hop und Rap. Janas Alltag in ihrer Familie in Baden-Württemberg und im Internat der Samuel-Heinicke-Realschule in München gibt lebendige Einblicke in die Welt gehörloser Menschen. Sie vermittelt einen Eindruck von der Schönheit und Vielfalt der Gebärdensprache und zeigt, wie gut das Leben auch ohne Gehör sein kann. Wenn Gehörlose unter sich sind, fehlt ihnen nichts. Die Barrieren tauchen erst auf, wenn sie in die Welt der Hörenden eintreten.
(KiKA)









