Dwayne Hennemann sucht eine berufliche Perspektive. Der junge Mann will auch mit seiner Behinderung die gleichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt bekommen, wie seine Mitbewerber ohne Behinderung. Er möchte, dass die Politik sich stärker für die Belange von Menschen mit Behinderung einsetzt.
Menschen mit Behinderung haben ein Wahlrecht. Aila Wittig darf in diesem Jahr zum ersten Mal wählen. Sie möchte eine Partei wählen, die die Rechte von Menschen mit Behinderung stärkt.
Anna Mühlhause, 22 Jahre alt, sitzt im Rollstuhl und studiert Psychologie an der Universität Marburg – eine der wenigen barrierefreien Universitäten in Deutschland mit inklusivem Wohnheim.
Anna Mühlhause hat aufgrund ihrer Cerebralparese eine Tretraspastik. Das Studium in Marburg hat den Vorteil, dass an der Universität Studierende mit Behinderung bei Bedarf unterstützt werden und entsprechende inklusive Wohnheime vorhanden sind.
Saliya Kahawatte: 15 Jahre lang hat er seine Erblindung versteckt. Heute geht er offen damit um, hat Visionen, sieht sich als Vorbild für andere Sehbehinderte.
Gut findet Anna Mühlhause im inklusiven Wohnheim den Fahrdienst oder die Pflegestation. In ihrem Fachbereich, der Bibliothek und der Mensa kann sie sich ohne Hilfe bewegen – aber sie ist da, wenn sie sie benötigt. Für die Studentin bedeutet das vor allem eins: Freiheit.
Für ihr Stück "Der Mythos beginnt! Ein Schwesternprojekt" stehen, von links: Christina, Theresa und Elisabeth Schelhas in Berlin auf der Bühne. Drei Schwestern, die einander als "dreiköpfiges Orakel" schonungslos die Meinung sagen. Was ist anders, wenn eine Schwester das Down-Syndrom hat und spielt das überhaupt eine Rolle?
Hülya Marquardt (l.) wurden mit 18 beide Beine amputiert. Das hält sie aber nicht vom Skaten ab. Zusammen mit ihrem Mann Dennis (M.) und Sohn Rangi (r.) genießt sie die gemeinsame Zeit.
Die Idee zur Gründung der Band "Station 17" hatte Punkmusiker Kai Boysen, der Ende der 80er-Jahre als Heilerzieher in der "Station 17" der Hamburger Stiftung Altersdorf arbeitet. Menschen mit und ohne Behinderung machen zusammen Musik – damals ein fast schon revolutionärer Gedanke. Doch von Beginn an wollte die Band keinen "Behinderten-Bonus", sondern einfach Musik machen. Auf der langen und bewegten Reise spielte das Kollektiv über 800 Konzerte in vielen europäischen Ländern. Im Proberaum oder auf der Bühne spielt die Frage, welches Bandmitglied eine Behinderung hat, schlicht keine Rolle mehr. "Als ich mir alte Songs raufschaffen musste, hat Sebi mir definitiv geholfen, weil er das wesentlich schneller raushört als ich", sagt Hauke Röh (4. v. l.), Bassist der Band, über seinen Bandkollegen Sebastian Stuber (r.), der am Längsten dabei ist.
Für ihr Stück "Der Mythos beginnt! Ein Schwesternprojekt" stehen, von links: Christina, Theresa und Elisabeth Schelhas in Berlin auf der Bühne. Drei Schwestern, die einander als "dreiköpfiges Orakel" schonungslos die Meinung sagen. Was ist anders, wenn eine Schwester das Down-Syndrom hat und spielt das überhaupt eine Rolle?