Unter dem Motto „Ein Brausen vom Himmel“ überträgt der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) für das ERSTE am Pfingstmontag einen katholischen Gottesdienst aus der Pfarrkirche St. Bonifatius in Berlin-Kreuzberg.
Tun, was nötig ist – davon ließen sich die Reformatoren an der Schwelle zur Neuzeit leiten. Sie protestierten gegen falsche Machtstrukturen für einen befreienden Glauben. 500 Jahre später versammelten sich Menschen in Ostberlin, Dresden und Leipzig, um gegen das DDR-Regime zu protestieren. Friedlich: mit Kerzen und Gebeten. Heute gehen Jugendliche auf die Straße, um mit „fridays for future“ ein Zeichen zu setzen, damit diese Welt nicht verloren geht und Menschen zusammen handeln.
Wie erfolgversprechend ist friedlicher Protest wirklich? Es braucht immer wieder den Mut Einzelner. Heute bei den Freitagsdemonstrationen, vor 30 Jahren, als die Mauer fiel und vor 500 Jahren bei Luthers Thesenanschlag. Der Reformationsgottesdienst aus der Gethsemanekirche geht der Frage nach, was jeder Einzelne von uns braucht, um mutig zu sein und Veränderungen zu wagen. Und dabei auf Hoffnung zu setzen. - Foto: Gethsemanekirche in Berlin-Prenzlauer Berg.
Die Kloster-und Pfarrkirche Metten ist ein geschichtsträchtiger Ort. Die Benediktinerabtei feiert in diesem Jahr 1250-jähriges Bestehen und zählt damit zu den ältesten Klöstern Bayerns. Der heutige Barockbau mit den charakteristischen Zwiebeltürmen prägt das Ortsbild des niederbayerischen Markts Metten und ist nicht nur Abtei- sondern zugleich auch Pfarrkirche.
Es gibt Zeiten, die fordern die gesamte Gesellschaft: Krisen, Ausnahmesituationen wie die jetzige. Was uns hilft sind praktische und finanzielle Unterstützung, Medikamente, Impfstoffe und - der Glaube. Ein Glaube, der ermuntert, nach vorne zu schauen, vorwärts zu gehen und hinter uns zu lassen, was uns belastet. Der Gottesdienst ist von den Worten des Propheten Jesaja inspiriert: "Alle, die ihre Hoffnung auf Gott setzen, bekommen neue Kraft. Sie sind wie Adler, denen mächtige Schwingen wachsen. Sie gehen und werden nicht müde, sie laufen und sind nicht erschöpft." Unter dem Motto "Neue Kraft für die Müden" steht auch die Predigt von Superintendent Dr. Andreas Lange.