Je nachdem wie hoch das Gras steht, wird im Mai oder Juni "öberegfahre". Die Alpfahrt _ wie die Appenzeller zum Almauftrieb sagen _ ist für viele Bauernfamilien der schönste Tag im Jahr. Es herrscht dabei ein strenges, traditionelles Reglement. Sogar die Tiere müssen eine spezielle Reihenfolge einhalten, zuerst die Appenzeller Ziegen mit den Kindern, dann Kühe und Rinder, angeführt vom Senn und den Schellenkühen. Auch der Lediwagen darf nicht fehlen, beladen mit allen Sennereigeräten, und muss ebenso nach alten Überlieferungen beladen werden. Alle tragen an diesem Tag ihre schönsten Trachten und es wird gesungen und gejodelt. Conny Bürgler darf einen Senn im Appenzell bei der Alpauffahrt begleiten und wird viel über diese schöne Tradition mit all ihren _ für uns fast geheimnisvollen Vorgängen _ berichten können.
Im Büchsenmacher- und Jagdmuseum von Schloss Ferlach im Rosental beginnt Bertl Göttls Spurensuche nach der historischen Tradition der Jagd. Dabei erfährt er alles über die Jagdkultur von einst und heute und über die zwei „besten Freunde" des Jägers: die präzise Jagdwaffe und der Jagdhund als treuer Begleiter. In der Fachschule für Büchsenmacher ist er dabei, wie die Schüler an ihren Gesellenstücken arbeiten. Mit dem Jagdsignal geht es anschließend ins Holz, wo Bertl Göttl erfährt, welche Rolle den verschiedenen österreichischen Jagdhunderassen zukommt. Dass die Geselligkeit bei der Jagd auch nicht zu kurz kommen sollte, beweist schon ein altes Jagdlied: „A Büchserl zum Schiaßn, a Hunderl zum Jagn und a Dirndl zum Gernhaben muaß a frischa Bua haben".