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14

Kriegskinder in Mitteldeutschland

D, 2005

  • 14 Fans
  • Serienwertung0 20948noch keine Wertungeigene: –

Kriegskinder in Mitteldeutschland Episodenguide

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  • Zeichenerklärung: S StaffelE Episode Stream im TV

Dokumentation in 3 Teilen

  • 1.01Der totale Krieg
    "Dieses Bild, der glutrote Himmel über Leipzig und die Toten auf der Straße, das vergesse ich nie." Das Gesicht des Krieges zeigt sich schon bald besonders jenen, die im Berliner Sportpalast in voller Begeisterung applaudierten, als Josef Goebbels den "totalen Krieg" propagierte - den Kindern. Denn gerade die Kinder müssen in der Folgezeit Dinge erleben, die die meisten von ihnen bis heute nicht vergessen können. Brennende Fabriken, kaputte Schulen, zerstörte Häuser und tote Menschen - darunter Nachbarn, Freunde, Verwandte. Viele Kinder stehen mit ihren Müttern oder gar ganz allein vor den Trümmerhaufen ihrer Existenz. Schon bald werden auch die Kinder für verschiedenste Aufgaben eingesetzt. Hitlerjungen, die als Luftschutzmelder Dienst tun, andere als Flakhelfer oder Mädchen, die zu Räumungsarbeiten herangezogen werden und Massengräber schaufeln müssen. Manche Kinder können dem Schrecken der Städte für einige Zeit entkommen. "Kinderlandverschickung" wird bald zum Synonym für Heimweh und Leben in der Fremde, aber auch für warmes Essen, Abenteuer, Winter mit viel Schnee und Schlittenfahrten im Erzgebirge. Kurze Momente der Hoffnung und des Glücks, aber auch die langen dunklen Nächte in den Luftschutzkellern, dicht aneinandergedrückt, ängstlich, schweigend, betend, manchmal sogar lachend - Die lebendige Geschichte, wie sie von den Zeitzeugen in "Kriegskinder in Mitteldeutschland" erzählt wird, macht den ganzen Schrecken des Krieges noch einmal deutlich.
    MDR, 05.04.2005
  • 2.02Der Zusammenbruch
    "Wir haben als Kind zum ersten Mal richtig die Leichen in den Straßen gesehen, die verkohlten und verbrannten Leichen. Es waren ja so viele Kinder und ältere Leute. So etwas Schlimmes. Ich vergesse solche Bilder nicht. Nie mehr. Aber ich muss damit leben. Das Leben geht weiter" (Günter Klünder, Weimar, Jg. 1934).
    MDR, 12.04.2005
  • 3.03Überleben im Frieden
    "Es hörte auf, dass wir nachts aus den Betten mussten und nicht mehr schlafen konnten wegen der Angriffe. Wir konnten endlich wieder durchschlafen. Und vor allen Dingen, was uns Kinder vielleicht am meisten interessierte - die Schule ging wieder los. Wenn auch unter erschwerten Bedingungen, es war ja kaum Kohle da, dass gefeuert werden konnte", erinnert sich Günter Schauer, Jahrgang 1935, aus Leipzig.
    MDR, 19.04.2005