"Inseln vor dem Kollaps - Von Mallorca bis Ibiza", Für die Einheimischen wird das Leben auf den Balearischen Inseln Mallorca und Ibiza immer teurer. Arbeit, meist Saisonarbeit, finden sie nur zum Billiglohn in den Hotels und Restaurants. Über zehn Millionen Touristen besuchen jährlich Mallorca. Dazu kommen Kreuzfahrt-Touristen auf Kurzbesuch. Die giftigen Abgase der Schiffsmaschinen verpesten die Luft. Urlauber überschwemmen das Stadtzentrum der Inselhauptstadt. Tausende Wohnungen werden an Touristen vermietet. Die Folge: Immer weniger Wohnraum für die Einheimischen, in den letzten fünf Jahren sind die Mieten um vierzig Prozent gestiegen. Jetzt will der Bürgermeister die Ferienvermietung zumindest einschränken. Mallorca ist am Limit: Die Kläranlagen sind überlastet, Fäkalien werden ungeklärt ins Meer geleitet. Dort, wo Einheimische und Touristen baden. Das gleiche Bild auf der Party-Insel Ibiza. Auch Ibiza ist mit Hotels, Bars und Clubs zugepflastert. Immer wieder bricht die Wasserversorgung zusammen. Die Urlauber merken davon nichts. Denn die Hotels werden bevorzugt bedient. Doch auf den Fincas der Bauern verdorrt die Ernte, die Böden versalzen.
Freiwillige Helfer der Associacid Tardor versorgen in Palma inzwischen Tausende mit Lebensmittelspenden. Die Lebensmittel stammen von Geschäften und Privatpersonen.
Freiwillige Helfer der Associacid Tardor versorgen in Palma inzwischen Tausende mit Lebensmittelspenden. Die Lebensmittel stammen von Geschäften und Privatpersonen.