Die Tatzen des Sonnenbären haben große, gebogene und spitze Krallen sowie nackte Sohlen, somit ist er perfekt ausgerüstet, um auf Bäume zu klettern. Sandakan, Sabah, Malaysien
Die Region zwischen Pazifik und Rocky Mountains beherbergt den größten Küstenregenwald der Erde. Die Westküste Kanadas ist geprägt vom alljährlichen Zug der Lachse. Seit Millionen von Jahren kehren Lachse aus dem Pazifischen Ozean in jene Gewässer zurück, in denen sie selbst geboren wurden. Dazu wandern sie in riesigen Schwärmen von der Küste die Flüsse stromaufwärts, um weit im Landesinneren zu laichen. Auf ihrem Weg finden zahllose Lachse den Tod, sei es durch Erschöpfung - oder weil sie anderen Tieren zum Opfer fallen. Die Fische sind die Lebensgrundlage für Bären und Wölfe - ja sogar die Pflanzen profitieren davon. Wölfe, die Lachse aus einem Fluss fischen, männliche Dickhornschafe, die um Weibchen kämpfen und Grizzlybären, die jenseits des Polarkreises vom Schnee und Frost des heraufziehenden Winters in ‘Eisbären‘ der etwas anderen Art verwandelt werden - all das und noch viel mehr zeigt diese Folge über den Wilden Westen Kanadas.
Das Dreifinger-Faultier hat ein dichtes Fell, das aufgrund seiner speziellen Struktur sehr viel Wasser aufnehmen kann. In diesem haarigen Feuchtbiotop wimmelt es nur so vor Leben: Bakterien, Algen und Motten bilden gemeinsam mit ihrem Gastgeber ein komplettes Ökosystem. Die Motten legen ihre Eier in den Kot der Faultiere. Davon ernähren sich die Mottenlarven nach dem Schlüpfen. Am Ende suchen sich die ausgewachsenen Motten ein Faultier und verfrachten durch ihre eigene Verdauung nährstoffreiche Stickstoff- und Phosphor-verbindungen in dessen Fell. Diese Substanzen sind ein gefundenes Fressen für Algen, die im feuchten Haarkleid bestens gedeihen. Die Algen wiederum sind eine leicht verdauliche und fettreiche Ergänzung des Faultier-Speiseplans. Irgendwann erleichtert sich das Faultier – und der Kreislauf ist geschlossen.
Die Schuppen von Schlangen dienen wie bei den meisten Reptilien hauptsächlich als Schutzschicht gegen das Austrocknen des Körpers. Sie sind keine einzelnen Elemente, sondern Ausformungen der Haut und werden durch regelmäßige Häutung erneuert. Die Bauchschuppen der am Boden lebenden Schlangen sind ihrer Fortbewegung angepasst: Bauchschuppen sind groß und gebogen – und ihre Oberfläche besonders reibungsarm, damit das Reptil beim Dahinschlängeln über Erde, Gras oder Fels möglichst wenig Energie benötigt.
Die zweite Folge des Dreiteilers Südafrika rückt die tropische Ostküste und die angrenzende Buschsavanne mit ihren tierischen Bewohnern in den Mittelpunkt. Südafrikas einzigartige Vielfalt zeigt sich hier in besonderer Weise. In den Mangroven trifft man auf stattliche Nilkrokodile und Weißkehlwarane und die Savanne ist die Heimat der Elefanten, der größten Landsäuger der Erde.