In der Gemeinde Langeais in der französischen Provinz Touraine finden derzeit archäologische Grabungen in der nahezu unbekannten Höhle La Roche-Cotard I statt. Die 45 Meter lange Fundstätte wurde 1912 entdeckt. In den 1970er Jahren fanden regelmäßige Grabungen statt, wenig später geriet sie jedoch wieder in Vergessenheit. Im Jahr 2023 wurde nun erstmals seit langem wieder ein großes Forschungsprogramm gestartet, denn die in einem Privatpark gelegene Grotte beherbergt ein Geheimnis, dem die Forschenden auf die Spur kommen wollen: An den Höhlenwänden befinden sich Gravuren. Von wem stammen die Linien? Aus welcher Zeit sind sie? Was bedeuten sie? Laut OSL-Datierung wurden die Zeichnungen vor mehr als 60.000 Jahren angefertigt. Zu dieser Zeit lebte einzig der Neandertaler auf dem heutigen französischen Gebiet. Es würde sich demnach um die älteste Höhlenmalerei Europas handeln und gleichzeitig beweisen, dass - entgegen der weit verbreiteten Annahme - der Homo sapiens nicht der erste Künstler unter unseren Vorfahren war. Wie und aus welchem Grund hat der Neandertaler diese Gravuren in die Höhlenwände geritzt? Handelt es sich tatsächlich um Kunst? Das Forschungsteam rund um Jean-Claude Marquet von der Universität Tours möchte diesen Fragen mit einer großangelegten archäologischen Grabung auf den Grund gehen. Millimetermessungen, experimentelle Archäologie, OSL-Datierung - es werden sämtliche Mittel und Möglichkeiten ausgeschöpft, um das Geheimnis hinter den Gravuren zu lüften, das unsere Annahme von der Geburtsstunde der Kunst auf den Kopf stellen könnte.
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